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4. April 2021

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- Kirchen und Denkmäler leuchten durch Ökostrom - Osterfrühstück mit Bischof Krautwaschl - Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer im Interview - Traditionsunternehmen Kepka verlässt Graz nach 111 Jahren - "der Grazer"-Epaper: 2 Monate Tageszeitung

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20 graz www.grazer.at 4. APRIL 2021 Blackout & Co.: GU rüstet WICHTIG. Die Region Hügelland-Schöcklland und die KEM GU-Süd wollen besser auf Katastrophen wie einen Blackout vorbereiten. Von Fabian Kleindienst fabian.kleindienst@grazer.at Eine Umfrage in der Region Hügelland-Schöcklland zeigt, dass viele Menschen einen Blackout fürchten. Südlich von Graz dreht man Info-Videos dazu (oben: Abschnittskommandant Johann Masser, Freiwillige Feuerwehr Mellach). GETTY, GU-SÜD, HÜGELLAND-SCHÖCKLLAND Hochwasser, Gerede über einen möglichen Blackout – und nicht zuletzt eine globale Pandemie. An Katastrophenszenarien fehlt es momentan wahrlich nicht. Um für die Zukunft gewappnet zu sein, startete die LEADER-Region Hügelland- Schöcklland ein Projekt mit regionalen Hilfsorganisationen und den Bürgern, um künftig besser mit Krisen umgehen zu können. Und auch südlich von Graz passiert einiges.

4. APRIL 2021 www.grazer.at graz 21 sich für Katastrophen Beteiligung gefragt „Unsere Umfrage zu möglichen Gefahren und Krisen in der Region hatte mit 562 Fragebogenteilnehmern eine sehr hohe Beteiligung“, freut sich Hügelland-Schöcklland- Geschäftsführer Heinrich-Maria Rabl. In der Umfrage wurde unter anderem abgefragt, welche Themen die Menschen besonders beschäftigen (siehe Grafik). Wenig überraschend nahm die Corona- Pandemie den ersten Platz ein, gefolgt von einem möglichen Blackout und Überschwemmungen. „Aus den Erfahrungen der Menschen sollen Ziele abgeleitet werden und im Endeffekt soll ein Maßnahmenkatalog für die Region entstehen“, so Rabl. Die Ergebnisse wurden vor einer Woche präsentiert, in einem anschließenden Workshop wurde mit Bürgern, Hilfsorganisationen und Gemeindevertretern über Verbesserungen diskutiert. „Es gibt schon grobe Maßnahmenpläne, die teilweise auch gesetzlich vorgeschrieben sind. Da geht es vielfach vor allem darum, wie man diese am besten kommunizieren und die Bevölkerung darüber informieren kann“, erzählt Rabl. Hier soll es künftig Verbesserungen geben, die LEADER-Region will auch ein Folgeprojekt mit einem Bürgerbeteiligungsprozess starten. Schon jetzt beteiligen kann man sich an der neuen Resilienz-Karte der Region. Dort findet man unter www.huegelland.at/resilienz/ mögliche Gefahren und Problemstellen in der Region, ebenso wie Hilfsorganisationen. Dabei sind die Bürger aufgerufen, selbst Dinge einzutragen. Diese werden regelmäßig auf Richtigkeit überprüft. Blackout-Videos Für eine bessere Kommunikation zu möglichen Maßnahmen in einer Krisensituation sorgt man aktuell in der Klima- und Energiemodellregion (KEM) GU-Süd, wo man gemeinsam mit dem Zivilschutzverband auf die Möglichkeit eines Blackouts eingeht. Dabei wurden Kurzfilme zur Bewusstseinsbildung gefilmt – mit den Bürgermeistern der Gemeinden Fernitz-Mellach, Gössendorf, Hart bei Graz, Hausmannstätten, Raaba-Grambach und Vasoldsberg und den örtlichen Feuerwehr-Kommandanten. „Wir helfen mit Informationen, müssen klar kommunizieren, wer wofür zuständig ist,“ so Zivilschutz- Bezirksleiter Peter Kirchengast. Corona-Pandemie Starkregenereignisse/ Überschwemmungen Längerer Ausfall der Stromversorgung Fremdbestimmung/Zwangsbeglückung Andere Krisen, welche die Menschen aktuell beschäftigen. Die Einsatzorganisationen seien jedenfalls gewappnet, wie Johann Masser von der Freiwilligen Feuerwehr Mellach festhält: „Die Feuerwehren halten mit Stromaggregaten ihre Einsatzbereitschaft aufrecht, um Menschen retten und Gefahren abwehren zu können.“ KEM-Managerin Claudia Rauner ruft auf: „Jede Person muss die Notversorgung und Vorräte für zwei Wochen sicherstellen.“ Veröffentlicht werden die Videos am 12. April auf den Kommunikationskanälen der Gemeinden. 0 100 200 300 400

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