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4/2019

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Single Bells: Party-Lust

Single Bells: Party-Lust statt Festtags-Frust! Text: Philipp Braunegger Weihnachten gilt als Fest der Freude und des Zusammenseins. Aber: Auch Einsamkeit lauert unterm Christbaum. Trotzdem gilt zum Fest die Grundregel: Weihnachtsdepression? Sicher nicht! Schlechte Laune Weihnachten und schlechte Laune sind eine Kombination, die nicht nur bei „Weihnachtsmuffeln“ auftritt, sondern bei jedem Menschen zum Problem werden kann, der sich zu Weihnachten einsam fühlt. Eine unangenehme Situation, die viele kennen. „Es kommt tatsächlich nicht selten vor, dass es gerade zu Weihnachten zur Verstärkung von bereits bestehenden Problemen kommt, also zum Beispiel zu depressiven Verstimmungen. Manchmal berichten auch Menschen, die sonst keine Probleme mit der Stimmung haben, von einer Verschlechterung des psychischen Wohlbefindens rund um diese Zeit“, berichtet Gerlinde Klein, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin in Graz. „Das Wichtigste ist, sich nicht alleine zu Hause einzukerkern, wenn man sich einsam fühlt. Die eigenen vier Wände können dann schnell zu einer Falle werden. Besser ist es, Aktivitäten einzuplanen.“ Denn längst geht der gesellschaftliche Trend nicht nur in Richtung Familienfest, sondern auch schlicht Richtung - Party!

37 Initiative ergreifen Die Weihnachtstage müssen nicht gezwungenermaßen still und besinnlich ablaufen, bzw. sollte man sich solche Regeln schon von vornherein gar nicht auferlegen. Am besten überlegt man, was einem in dieser Zeit persönlich wichtig ist und wie man es erreichen kann. Es geht darum, sich von Konventionen und Verpflichtungen freizumachen und seine Zeit selbstbestimmt zu gestalten. Wem nach Feiern zumute ist, aber keine Einladung zu einer Feier oder Party hat, kann selbst aktiv werden und eine Weihnachtsparty organisieren. „Wenn es Freunde gibt, mit denen man feiern kann, sind selbst organisierte Weihnachtspartys eine gute Idee. Falls sich gerade niemand findet, ist das aber auch keine Katastrophe. Denn es gibt immer andere Aktivitäten, um unter Leute zu kommen“, weiß Klein. Eine Möglichkeit ist auch, spontan in die Stadt zu gehen und bei einem Spaziergang vielleicht eine Party in einem Lokal zu entdecken. „Auf jeden Fall etwas unternehmen!“, rät Klein. Und wer selbst nicht der große Party-Tiger ist, sondern eben familiär feiern will, kann selbst die Initiative ergreifen, um den womöglich zu geringen Kontakt unterm Jahr gerade zu Weihnachten wieder aufleben zu lassen: „Wenn möglich, sollten Familienbande ein ganzes Leben erhalten und gepflegt werden. Gerade Weihnachten bietet die Möglichkeit, wieder Kontakt zu Eltern, Geschwistern oder anderen Verwandten aufzunehmen. Dies sollte aber ohne jeden Zwang geschehen.“ Kleins wichtigster Tipp: Die Sache ganz cool angehen. „Weihnachten kann ein schönes Fest sein, es ist im Grunde aber nur ein Datum im Kalender. Auf keinen Fall sollte man sich irgendeinem Druck aussetzen, indem man zu hohe Erwartungen an sich selbst oder andere stellt oder vermeintlichen Verpflichtungen folgt. Einfach die Tage genießen, egal wie man sie gestaltet.“ GETTY (2), KK Insider-Tipp DR. GERLINDE KLEIN, FACHÄRZTIN FÜR PSYCHI- ATRIE UND PSYCHOTHERA- PEUTISCHE MEDIZIN Die Expertin erklärt den Grund, wieso viele sich zur Weihnachtszeit einsam fühlen. Unsere Lebensumgebung ist dabei entscheidend. „Tiefenpsychologisch bedeutet es eine Gefahr, nicht in einer Gruppe aufgehoben zu sein. Verstärkt wird das Problem, weil durch die Werbung und öffentliche Wahrnehmung ein unerreichbar perfektes Bild von Weihnachten gezeichnet wird, was den Druck erhöht“, so die Expertin. „Singles oder Menschen, die wenig Bezug zur eigenen Familie haben, spüren diesen Druck besonders stark. Wenn ein Stimmungsabfall droht, sollte man auf keinen Fall in eine Art untätige Starre verfallen.“

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