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31. Oktober 2021

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- Kabarett um das Grazer Budget - Graz ist nicht mehr Feinstaub-Hauptstadt - Kaiser-Josef-Platz soll plastikfrei werden - All-Gender-Toiletten an der TU Graz - Künstler Tom Lohner erobert New York und Dubai

6 graz www.grazer.at

6 graz www.grazer.at 31. OKTOBER 2021 K O M M E N T A R von Verena Leitold ✏ verena.leitold@grazer.at Beckenlage bleibt, Maßnahmen aber wirken D en Titel Feinstaub- Hochburg hat Graz Jahr für Jahr konsequent verteidigt. Seit 2011 sind wir jedes einzelne Mal an der Spitze der Tabelle mit den Überschreitungstagen gestanden. Heuer könnte es erstmals anders sein, denn aktuell liegen wir erstmals seit langem nur auf dem dritten Platz (siehe Artikel rechts). Jahrelang haben wir die schlechten Feinstaub-Werte auf die ungünstige Beckenlage geschoben. Der Tenor: Es ist, wie’s ist, es wird sich nichts ändern. Die Maßnahmen haben wir fast alibihalber der EU zuliebe eingeführt, wirklich an eine Veränderung geglaubt hat niemand. Und siehe da: Vor zehn Jahren hatten wir noch ganze 78 Überschreitungstage, mittlerweile liegen wir bei unter 20. Inzwischen gab es viele Maßnahmen – vom ungeliebten IGL-100er bis zu positiven Anreizen wie Förderungen zur Heizungsumstellung und dem Öffi- Ausbau –, die zeigen: Es bringt doch etwas. Denn die Beckenlage hat sich in den letzten zehn Jahren nicht verändert, wohl aber die Luftgüte in der Stadt. Der Positivtrend der vergangenen Jahre gibt uns Recht, zeigt aber auch, was Maßnahmen bringen und dass jeder Einzelne auch etwas tun kann, damit Graz wieder frei durchatmen kann. Graz könnte den Titel „Feinstaub-Hauptstadt“ heuer abgeben In Graz gab es heuer wenig Hochnebel. Bleibt die Wettersituation günstig, könnten wir die Feinstaub-Ziele wieder schaffen. TIEF EINATMEN. Aktuell liegt die zehnfache Titelverteidigerin Graz, was die Feinstaub-Überschreitungstage betrifft, hinter Wiener Neudorf und Köflach. Von Verena Leitold verena.leitold@grazer.at In den letzten zehn Jahren hat sich Graz Jahr für Jahr den unrühmlichen Titel „Feinstaub- Hauptstadt“ geholt. Nirgendwo sonst gab es so viele Überschreitungstage wie in unserer durch die Beckenlage beungünstigten Stadt. Heuer könnten wir erstmals seit langem nicht ganz an der Spitze landen, denn momentan sind wir hinter Wiener Neudorf und Köflach sogar nur auf Platz 3! In Graz gab es bisher „nur“ 14 Überschreitungstage (mehr als 50 µg/m³), im steirischen Köflach 22, im rund 9000 Einwohner starken Wiener Neudorf sogar 28. Zugegeben, der Grund dafür, dass wir nicht ganz oben am Stockerl stehen, ist nicht allein unsere Leistung. Sowohl in Wiener Neudorf als auch in Köflach befindet sich direkt neben der Messstation nämlich aktuell eine Baustelle, die durch den starken Aushub natürlich für eine verstärkte Belastungssituation sorgt. Begünstigt Trotzdem: Die Lage bessert sich von Jahr zu Jahr. Die Experten sind optimistisch, dass wir auch heuer sowohl die nationalen als auch die europäischen Vorgaben einhalten können. 2019 und 2020 ist uns das mit 15 und 17 Überschreitungstagen erstmals gelungen. „Wir sind in diesem Jahr wieder gut unterwegs. 2019 und 2020 gab es Ende Oktober ungefähr gleich viele Tage wie jetzt. 2018 waren es fast doppelt so viele“, weiß Andreas Schopper vom Referat Luftreinhaltung des Landes Steiermark. Im langfristigen Trend sieht er eine steigende Verringerung der Emissionen durch verschiedene Maßnahmen. „Es gibt immer weniger Ölheizungen und auch der Anteil der Diesel-Pkw mit Partikelfilter ist inzwischen sehr hoch. Man achtet auch im Winterdienst mehr auf die Umwelt und beginnt nicht schon Mitte September prophylaktisch Rollsplitt zu streuen.“ Über die kurzfristigen, meteorologischen Gründe weiß ZAMG-Leiter Alexander Podesser Bescheid. „Es gab heuer eine bessere Durchlüftung und auch im Herbst eine recht günstige Wettersituation. Wir hatten kaum Hochnebel und relativ milde Bedingungen – viele haben die Heizungen noch gar nicht aufgedreht.“ Sollte der Dezember sehr kalt werden, mit wenig Wind, ist die Feinstaub-Belastung meteorologisch bedingt am höchsten. Die Feinstaub-Hochsaison ist in den Hochwinter-Monaten Dezember, Jänner und Februar. GETTY derGrazer IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10 | GESCHÄFTSFÜHRUNG/REDAKTION: Gerhard Goldbrich | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Verena Leitold (Leitung E-Paper & Online, 0664/80 666 6691), Vojo Radkovic (0664/80 666 6694), Valentina Gartner (0664/80 666 6890), Fabian Kleindienst (0664/80 666 6538), Julian Bernögger (0664/80 666 6690), Nina Wiesmüller (0664/80 666 6918), Birgit Schweiger (Lektorat, 0650/2540976), Redaktion -Fax-DW 2641, redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6891), Selina Gartner (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6848), Robert Heschl (0664/80 666 6897), Mag. 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31. OKTOBER 2021 www.grazer.at Bewerbung noch möglich: graz 7 Jugendrat Graz startet TOLL. Donnerstag ist der Kick-off zum heurigen Jugendrat. Letztes Jahr waren Grünraum und Öffi-Verkehr große Themen, eine neue Plattform entstand. Schon zum dritten Mal lädt die Stadt zum „Jugendrat Graz“ ein, bei dem Jugendliche zwischen 15 und 20 ihre Ideen und Anliegen für „ihre“ Stadt einbringen können. Am 4. November von 16 bis 19 Uhr findet im Rathaus das erste „Kick-off“-Treffen des Jugendrats statt. „Da machen wir eine erste Ideensammlung, was den Jugendlichen in Graz wichtig ist“, erzählt die Projektleiterin Eva Rosenkranz von beteiligung.st. Am 3. Februar sollen die Ergebnisse dann politischen Entscheidungsträgern präsentiert werden, die dann über eine mögliche Umsetzung beraten. Vor einem Jahr fand der Jugendrat coronabedingt online statt – dennoch wurden einige Themen aufs politische Tapet gebracht. „Konsumfreie Räume, mehr Grünflächen, legale Graffitiwän- de, Verbesserungen im Sportangebot, öffentliche Lernräume, bessere Anbindungen, mehr Barrierefreiheit im öffentlichen Verkehr und mehr Fahrradwege waren zentrale Themen. Da den Jugendlichen auch eine adäquate Information über Angebote wichtig war, entstand die checkit.graz- Online-Plattform“, erzählt Rosenkranz. Noch kann man sich unter jugendrat@stadt.graz.at für den Jugendrat und das Kick-off-Treffen am Donnerstag bewerben. FAB Beim Jugendtreff können Jugendliche ihre Ideen sammeln und einbringen.BETEILIGUNG.ST Nächsten Freitag wird „Wenn schon, denn schon“ gezeigt. Premiere in der Komödie Graz KK ■ Kommenden Freitag, 5. November, findet in der Komödie Graz in der Münzgrabenstraße 36 die Premiere von „Wenn schon, denn schon“ statt. Wo Verheiratete gelegentlich die Wahrheit fälschen, wird das Lügen zur Berufung. Zumindest dann, wenn jemand sowohl Ehemann als auch Politiker ist. Mit viel Humor wird gelogen, bis die Wahrheit der Intrigen ans Licht kommt. Karten gibt’s bei der Komödie Graz, bei ticketzentrum.at und im Zentralkartenbüro.

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