Jetzt E-Paper-App downloaden

Aufrufe
vor 10 Monaten

31. Oktober 2021

  • Text
  • New york
  • Tom lohner
  • All gender
  • Plastikfrei
  • Feinstaub
  • Budget
  • Stadt
  • Graz
- Kabarett um das Grazer Budget - Graz ist nicht mehr Feinstaub-Hauptstadt - Kaiser-Josef-Platz soll plastikfrei werden - All-Gender-Toiletten an der TU Graz - Künstler Tom Lohner erobert New York und Dubai

10 graz www.grazer.at

10 graz www.grazer.at 31. OKTOBER 2021 Seit kurzem treffen sich Mütter in Hart bei Graz zum „Zwergerltreff“, am Freitag weihten Jugendliche den örtlichen „Jugendraum“ offiziell ein. KK (2) Hart bei Graz schaut auf Jugend und Kids TOLL. Am Freitag eröffnete ein Jugendraum, seit kurzem gibt es in Hart „Zwergerltreffs“. Insgesamt gibt es auf allen Campussen der Technischen Universität Graz sogenannte „All-Gender-Toiletten“. Nach einem Jahr wird evaluiert. TU GRAZ Mehr Diversität und Inklusion an TU Graz WICHTIG. An der TU Graz gibt es seit kurzem zehn „All-Gender-Toiletten“ für mehr Inklusion. Von Fabian Kleindienst fabian.kleindienst@grazer.at Die Jugend braucht ihren Platz. Gerade zu Corona- Zeiten wurde deutlich, dass jungen Menschen oft konsumfreie Räume fehlen, um sich zu treffen, auszutauschen – und einfach Zeit miteinander zu verbringen. In Hart bei Graz hat man sich nun entschieden, in Gemeinderäumlichkeiten – der „Villa Kunterbunt“ – einen „Jugendraum“ einzurichten, am Freitag wurde er offiziell eröffnet. „Wir wollten den Jugendlichen in unserer Gemeinde einen Platz geben, an dem sie sich treffen können und wo wir auch ihre Wünsche, Anregungen und Beschwerden in der Gemeinde sammeln können“, erzählt die Initiatorin, Gemeinderätin Yvonne Grössinger: „So wollen wir Jugendliche von der Straße wegholen und herausfinden, was die Jugend in Hart bei Graz braucht.“ Der Starttermin am Freitag war gut besucht, in den nächsten Wochen wird der Raum immer freitags von 16.30 bis etwa 19 Uhr von Grössinger und fraktionsübergreifend auch von anderen Gemeinderäten betreut, mittelfristig soll der Verein „Fratz Graz“ übernehmen. „Wir wollen die Räumlichkeiten zukünftig noch erweitern, das ist nur ein erster Schritt“, erklärt Grössinger. Auch bei den örtlichen Spielplätzen überlegt man, Räume für Jugendliche zu schaffen, eventuell mit Containern nach dem Grazer Vorbild EggenLend. Zwergerltreffs Ein weiteres neues Angebot in Hart widmet sich den kleinsten Gemeindebürgern – und deren Müttern. Ini tiiert von Grössinger werden seit 20. Oktober „Zwergerltreffs“ für Eltern und Kinder von 0 bis 6 Jahren veranstaltet, die jeden Mittwoch von 9 bis 12 Uhr im Gymnastikraum des Sportzentrums stattfinden sollen. Grössinger: „Damit wollen wir einerseits den Müttern einen Raum geben, um sich zu treffen und auszutauschen, andererseits auch Kindern vor dem Kindergartenalter die Möglichkeit geben, ihre ersten sozialen Kontakte zu knüpfen.“ Von Nina Wiesmüller nina.wiesmueller@grazer.at Die Technische Universität Graz setzt sich für einen inklusiven Hochschulbetrieb ein. Der Universitätscampus soll ein Ort sein, an dem sich alle Studenten, unabhängig von ihrer sexuellen und geschlechtlichen Orientierung, wohlfühlen können. Aufgrund dessen gibt es nun an allen drei Standorten der TU sogenannte All-Gender-Toiletten. Am Campus Alte Technik sowie Neue Technik gibt es jeweils drei Toiletten dieser Art, am Campus Innfeldgasse vier. Nach einem Jahr erfolgt eine Evaluierung; ist diese positiv, sollen weitere Toiletten folgen. „Diese Toiletten sind ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. 1,7 bis drei Prozent unserer Gesellschaft sind nicht-binär, das ist bei 50.000 Studierenden eine nicht so kleine Zahl“, freut sich Armanda Pilinger vom Büro für Gleichstellung und Frauenförderung der TU Graz. „Auf die Toilette zu gehen ist ein Grundrecht. Sind die passenden Toiletten nicht vorhanden, trauen sich die Betroffenen oft aus Angst vor Beschimpfungen oder Zwangsoutings nicht auf die Toilette“, so Pilinger weiter. Im schlimmsten Fall vermeiden die Betroffenen dann den ganzen Tag, zu essen oder zu trinken, oder meiden die Uni generell. Für alle Die neuen Toiletten sollen dem nun entgegenwirken und einen sicheren Ort für Personen jedes Geschlechts bieten. Dabei wurde auf viele kleine, aber wichtige Dinge geachtet, so gibt es zum Beispiel Ganzkörperspiegel. Diese sind vor allem für Transgenderpersonen wichtig, erklärt Pilinger. „Gerade Transgenderpersonen, die das noch nicht so lange ausleben, sind sich oftmals noch unsicher, was zum Beispiel den Sitz von gewissen Kleidungsstücken betrifft. So haben sie die Möglichkeit, alles in Ruhe nochmal zu überprüfen“, so Pilinger. Aber auch auf Barrierefreiheit wird geachtet, so gibt es höhenverstellbare Wickeltische.

anzeige 11 13 31. OKTOBER 2021 www.grazer.at www.grazer.at 31. OKTOBER 2021 Eine attraktive Standortentwicklung von Graz ist eine der herausragenden Aufgaben der zukünftigen Stadtregierung. SHUTTERSTOCK Wohin geht Graz? Gerade in diesen Tagen und Wochen zieht die Entwicklung des Großraums Graz neugierige Blicke auf sich. Türkise Mehrheiten in Puntigam, ein kommunistischer Bezirksvorsteher in Geidorf und eine Entscheidungsfindung zwischen Baustopp und Wohnbauinitiative machen Graz zu einem heiß diskutierten Pflaster im Bereich der Immobilienentwicklung. Ohne es werten zu wollen befindet sich Graz und der gesamte Ballungsraum rund um die Landeshauptstadt im Umbruch und man kann gespannt sein, welche Entscheidungen und Steuerungsinstrumente die Zukunft prägen werden. Stadt und Land Wer sich nach einem Urlaubsaufenthalt in Griechenland dem Flughafen Graz nähert, kann schon ab der Grenze ein einziges Häuserband der Verhüttelung und Zersiedelung beobachten, wodurch sich über Jahrzehnte eine einst ländlich geprägte Gegend in ein ausgedehntes Vorstadtambiente verwandelt hat. „Wollten noch vor zwei Jahren Alle auf Biegen und Brechen in Graz ihren Wohnsitz haben, so ist im Ausklang der Pandemie eine wahre Stadtflucht zu beobachten. Mehr und mehr Menschen möchten Platz für sich und Nähe zur Natur gegen eine meist knapp geschnittene Stadtwohnung tauschen“, weiß Gerald Gollenz als Obmann der Fachgruppe Immobilien- und Vermögenstreuhänder der WKO Steiermark den derzeitigen Trend zu deuten. Regionalentwicklung Und er macht auch gleich auf die damit verbundenen Probleme aufmerksam. „Wenn wir nicht aufpassen und uns nicht auf eine verantwortungsvolle Entwicklung der Regionen konzentrieren, werden die Immobilienpreise auch in Leibnitz, Weiz oder Gleisdorf bald nicht mehr leistbar sein.“, so Gollenz. Den Ball sieht er dabei nicht nur bei den zuständigen Behörden und Gemeinden, sondern auch bei der eigenen Branche. „Niemand weiß besser über die örtlichen Gegebenheiten Bescheid, als die ortsansässigen Immobilienmakler und Bauträger. Sie können durch ihr Know-how und die professionelle Markteinschätzung bei der Regionalentwicklung eine wichtige Rolle spielen.“ Natürlich müsse die öffentliche Hand dazu auch ihre Aufgaben machen und die Infrastruktur von Graz weiter in den Speckgürtel ziehen. Gemeinsame Ziele Graz als Platz für Menschen attraktiv zu halten ist also eine Herausforderung und ein intelligenter Ausgleich zwischen Stadtentwicklung und sinnvoller Anbindung an die Einzugsgebiete im Umfeld gehören zu jenen Herausforderungen, die von den zukünftigen Entscheidungsträgern in der Stadt und in den Umlandgemeinden gemeinsam in Angriff genommen werden müssen. „Graz und seine Umgebung muss ein verlässlicher Partner und ein verlässliches Pflaster für die Entwicklung von Immobilienprojekten bleiben. Die gewerblichen Immobilientreuhänder stehen dabei als Partner gerne zur Verfügung.“, so Gerald Gollenz abschließend. THOMAS FISCHER Immobilientreuhänder, Behörden und Gemeinden sollen gemeinsam an der Entwicklung der Stadt und der Regionen arbeiten, so Fachgruppenobmann Gerald Gollenz.

2022

2021