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31. März 2021

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- Vorerst kein strenger Lockdown für die Steiermark - FPÖ startet Kampagne gegen die Krise - Neue Studie zeigt: Viele erleben Gewalt im Grazer Gefängnis

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2 graz www.grazer.at 31. MÄRZ 2021 Vorerst kein Lockdown für die Steiermark Informierten: Gerald Ortner, Juliane Bogner-Strauß, Hermann Schützenhöfer, Doris Kampus, Anton Lang und Karlheinz Tscheliessnigg (v.l.) LAND STEIERMARK/STREIBL UPDATE. Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer lud angesichts der steigenden Corona-Zahlen und Unsicherheiten zur Pressekonferenz. Ein strenger Lockdown wie in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland sei in der Steiermark momentan nicht begründbar. Die Sorglosigkeit bereite ihm jedoch Sorge. Von Verena Leitold verena.leitold@grazer.at Aufgrund der stark steigenden Corona-Infektionszahlen – die Sieben-Tages- Inzidenz liegt steiermarkweit aktuell bei 195,0 pro 100.000 Einwohner – luden Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer und Vize Anton Lang zusammen mit Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß und Soziallandesrätin Doris Kampus sowie KAGes-Vorstand Karlheinz Tscheliessnigg und Landespolizeidirektor Gerald Ortner heute zur Pressekonferenz. Schützenhöfer sprach von Zeiten der Unsicherheit und Sorge, was das Infektionsgeschehen, Impf- Stoffe aber auch parteipolitische Machtspiele betrifft. Der Ruf, wieso nicht auch in anderen Bundesländern geschlossen würde, sei zuletzt immer lauter geworden. „Aus heu- tiger Sicht brauchen wir keinen strengen Lockdown, er wäre auch nicht begründbar“, so Schützenhöfer. Denn die Steiermark steht unter den neun Bundesländern mit heutigem Tag nach Vorarlberg am zweitbesten da. Spitalsauslastung „Ich möchte es in meiner Amtszeit nicht erleben, dass wir einem älteren Menschen im Spital sagen müssen, geh nach Hause sterben, wir haben kein Bett für dich“, betonte Schützenhöfer. „Die britische Mutationsform hat uns gezeigt, dass sich Menschen leichter mit dem Virus anstecken, sie in Krankenhäusern oft länger intensivmedizinische Betreuung benötigen und vor allem mehr jüngere Menschen davon betroffen sind. Es ist daher von Bedeutung, dass mit den vorhandenen Ressourcen gut und verantwortungsvoll umgegangen wird, damit keine Patientin und kein Patient bei der Behandlung zu kurz kommt. Bei der Intensivmedizin gibt es vier Auslastungsstufen – aktuell befinden wir uns am Übergang von der zweiten auf die dritte Stufe“, erläutert KAGes- Vorstandsvorsitzender Karlheinz Tscheliessnigg. „Meine größte Sorge ist die Sorglosigkeit der Menschen“, gab der Landeshauptmann im Hinblick auf Bilder von Menschenansammlungen aus dem Grazer Stadtpark, dem Kaiser-Josef-Platz und den Lendplatz zu. Deshalb solle es jetzt auch verstärkt Kontrollen geben. „Seitens der Polizei Steiermark werden aktuell umfassende COVID-19-Kontrollen durchgeführt. Dabei erfolgen Schwerpunktkontrollen im engen Zusammenwirken mit den Gesundheitsbehörden, etwa bei beliebten Ausflugszielen oder Beherbergungsbetrieben. Jede und jeder Einzelne ist gefordert, bei der Bekämpfung der Pande- mie mitzuhelfen, denn nur gemeinsam können wir diese überstehen“, so Landespolizeidirektor Gerald Ortner. Das Testangebot werde außerdem laufend ausgebaut. Bis Ende April sollen alle Über-65-Jährigen in der Steiermark geimpft werden. Sonderregelungen Im Bezirk Murau, wo die Sieben- Tages-Inzidenz mit 359,4 Fällen pro 100.000 Einwohner momentan am höchsten ist, soll es schärfere Maßnahmen geben. Einzelne Schulen, in denen vermehrt Cluster aufgetreten sind, bleiben nach Ostern geschlossen und stellen auf Fernunterricht um. Außerdem könne man sich regionale Abriegelungen und Ausfahrtskontrollen etwa in St. Ruprecht und Stadl an der Mur vorstellen, sollte die Inzidenz eine Woche lang die 400er-Grenze überschreiten.

31. MÄRZ 2021 www.grazer.at Maßnahmen vorgestellt: graz 3 FPÖ-Kampagne gegen die Krise INITIATIV. Die FPÖ Steiermark stellte heute ein Arbeitsprogramm für die heimische Wirtschaft vor. Gefordert werden ein eigener „Steiermark-Plan“, öffentliche Investitionen und ein Handwerker-Bonus. Von Fabian Kleindienst fabian.kleindienst@grazer.at Aufgrund der anhaltenden Restriktionen hat die Wirtschaft keine Chance sich zu erholen“, betonte FP-Landesparteiobmann Mario Kunasek heute die Notwendigkeit eines konrollierten Wiederhochfahrens des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens. Um die heimische Wirtschaft zu unterstützen will die FPÖ nun im Rahmen der heute gestarteten Kampagne „Wege finden – Arbeit schaffen, Unternehmen retten!“ laufend neue Initiativen einbringen. Dabei könne man sich, wie Kunsek betonte, durchaus bei anderen Bundesländern etwas abschauen, wie beispielsweise im Burgenland, in Tirol oder auch in Oberösterreich. Ein Lösungsansatz soll die Ausarbeitung eines „Steiermark- Plans“ zur Unterstützung heimischer Wirtschaftsbetriebe sein, wie es ihn eben in Oberösterreich schon gibt. Daneben tritt die FPÖ für die Vorziehung öffentlicher Investitionen, die Schaffung zielgerichteter Direktförderungen für Unternehmen und die Sicherstellung eines Unterstützungspaketes für Gastro und Tourismus ein. „Im Fokus aller Anstrengungen muss der Kampf gegen Pleitewellen und Massenarbeitslosigkeit stehen. Es braucht endlich klare Perspektiven und wirksame Unterstützungsmaßnahmen, die auch bei den Menschen ankommen“, so Kunasek, der gemeinsam mit dem Fraktionsobmann der Freiheitlichen Arbeitnehmer Harald Korschelt und Erich Schoklitsch, Landesobmann der Freiheitischen Wirtschaft, auch einen Handwerkerbonus fordert. Mit der Förderung von Handwerksarbeiten in Privathaushalten, wie es sie im Burgenland gibt, sollen Impulse gesetzt und Arbeitsplätze geschaffen werden. Schoklitsch: „Wenn man nicht schleunigst entsprechende Maßnahmen setzt, ist eine große Insolvenzwelle zu befürchten.“ Vom Land wünscht sich Kunasek ein Bekenntnis, zwanzig Prozent mehr Lehrlinge auszubilden. Die FPÖ um Harald Korschelt, Mario Kunasek und Erich Schoklitsch (v.l.) präsentierte heute ihr Arbeitsprogramm im Bereich Arbeit und Wirtschaft. FPÖ STMK/WILFLING OSTERN FEIERN MIT VERANTWORTUNG • Vermeiden Sie Kontakte, feiern Sie Ostern im engsten Kreis. • Tragen Sie FFP2-Masken, um sich und ihre Nächsten zu schützen. • Halten Sie auch im Freien genügend Abstand zueinander. • Von 20–6 Uhr: Beachten Sie bitte die Ausgangsbeschränkungen. achtzigzehn/bezahlte Anzeige #zusammenhaltgraz graz.at/corona

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