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31. März 2019

- Osterfeuer-Tourismus: Grazer pilgern nach Graz-Umgebung - Weniger Arbeitslose: Techniker und Arbeitslose fehlen in GU - Das sind die GU-Ortschefs: Nur 25 Jahre jung, seit 50 Tagen oder 22 Jahren im Amt - Blackout-Attacke? Keine Panik in Feldkirchen - Natur pur und gesundes Essen in Übelbach - Kalsdorf: Ortszentrum in neuem Design - Seiersberger Start-up will Frauen schneller schwanger machen

8 graz-umgebung

8 graz-umgebung www.grazer.at 31. MÄRZ 2019 Blackout-Attacke? Keine SICHER. Per Notfallplan reagiert man in der Gemeinde auf die Gefahr genereller Stromausfälle über lange Zeit („Blackout“). Von Philipp Braunegger philipp.braunegger@grazer.at „Feldkirchen will umfassend für einen etwaigen langzeitlichen Stromausfall gerüstet sein“, sagt Bürgermeister Erich Gosch. Mit einem Notfallplan werden alle Gemeindebürger informiert, was bei Bedarf zu tun ist. FELDKIRCHEN (2) Wie gefährlich ein sogenannter Blackout, sprich ein genereller Stromausfall, für eine Gesellschaft bzw. Kommune sein kann, bewies jüngst das Beispiel in Venezuela, aber auch in Österreich wurde breit darüber diskutiert, wie fit unser Land ist, falls es wirklich einmal „kracht“ und nichts mehr geht. Oder: falls es zu einem Terroranschlag auf unsere technische Infrastruktur kommt. Auch in der Gemeinde Feldkir- 30 Jahre Lesespaß in Raaba LESEFEST. Bürgermeister Karl Mayrhold feierte mit Landesrätin Ursula Lackner, zahlreichen Ehrengästen und Bürgern das 30-jährige Bestehen der Bibliothek Raaba-Grambach. Von Tobit Schweighofer tobit.schweighofer@grazer.at Bürgermeister Karl Mayrhold ist begeistert von „seiner“ Bibliothek in Raaba-Grambach: „Ein Projekt, das über viele Jahre so erfolgreich ist, kann nur mit viel Engagement, Einsatzbereitschaft und -freude gelingen. Ich möchte mich deshalb bei allen, die dazu beigetragen haben, dass wir heute 30 Jahre Bibliothek Raaba-Grambach feiern können, sehr herzlich bedanken. Allen voran bei der ehemaligen Bibliotheksleiterin Erika Gorbach sowie unserer aktuellen Bibliothekschefin Veronika Hausch und ihrem Team.“ Heute könne sich das Angebot der modernen Bibliothek wirklich sehen lassen, so der Ortschef weiter: „Seit der Gründung im Jahr 1989 hat sich sehr viel getan und so können wir hier in der Bibliothek neben den vielen Büchern auch Hörbücher, DVDs, Zeitschriften und viele Spiele zum Ausborgen anbieten.“ An den Feierlichkeiten nahm auch Ursula Lackner, Landesrätin für Bildung und Gesellschaft, teil, die in ihrer Rede die Wichtigkeit von Bibliotheken als Orte der Begegnung, Kommunikation und Bildung unterstrich. Sie führte weiters aus: „Lesen ist unerlässlich, um ein selbstbestimmtes Leben zu führen.“ Um den Anforderungen einer modernen Bibliothek genügen zu können, geht das Angebot weit über die reine Bücherentlehnung hinaus: 8911 Bücher, 245 Hörbücher, 225 DVDs, 131 Spiele und 23 laufende Zeitschriften-Abos können derzeit ausgeborgt werden. Bürgermeister Karl Mayrhold, Gründungsmitglied Erika Gorbach, Altbürgermeister Josef Gangl und Landesrätin Ursula Lackner (v.l.) feierten. RAABA-GRAMBACH

31. MÄRZ 2019 www.grazer.at graz-umgebung 9 Panik in Feldkirchen! Die Gemeinde wird bald durch eine weitere Parkanlage verschönert, die sich in das Gesamtbild von Feldkirchen entsprechend einfügt. STEIERMARK.COM/SCHIFFER chen war man hier nicht untätig und startete eine Initiative, um einem Stromausfall-Szenario zu begegnen, wie Bürgermeister Erich Gosch berichtet: „Zuerst muss man sich einmal eine Übersicht über die Lage verschaffen. Wir haben also erhoben, inwieweit wir gerüstet sind. Daraus wurde ein Notfallplan erarbeitet, in dem wir die Frage ,Was tun bei langem Stromausfall?‘ behandeln. Zudem steht in diesem Plan auch, an welche Institutionen – Polizei, Feuerwehr, Rettung – man sich wie wenden soll und wie man an die nötigen Informationen kommt, wenn kein Rundfunk ausgestrahlt werden kann.“ Ein ganz wesentliches Element ist auch das Notstromaggregat der Gemeinde mit 80 kVA bei der Feldkirchner Freiwilligen Feuerwehr, das monatlich hochgefahren wird. „Zu Testzwecken, ob im Notfall alles so funktioniert, wie es sein soll. Sprich schnell.“ Wichtig dafür: Es muss genug Diesel vorrätig sein. Gosch: „Das ist auch ein wichtiger Punkt: Unsere Landwirte stellen in so einem Fall Diesel zur Verfügung, falls nötig.“ Generell wird der Zusammenhalt ein wichtiger Punkt sein, sollte es zum Blackout kommen: „Wir informieren die Gemeindebürger da etwa auch, wo sie Lebensmittel bekommen, Brot zum Beispiel, also Essentielles.“ Kurz: In diesem Notfallplan wird alles drinstehen, was der Gemeindebürger wissen muss, um schnellstmöglich Information, Lebensmittel und Hilfe zu bekommen. „Als Zentrale könnte das Gemeindeamt fungieren“, sagt Gosch, der hofft „dass so ein Szenario nie eintritt. Aber falls doch, wollen wir nicht am falschen Fuß erwischt werden und eine verlässliche Maßnahmen- Abfolge zur Verfügung haben.“ Übrigens: Aktuelles Projekt Nummer zwei ist die Schaffung einer neuen, zusätzlichen Parkfläche! „Strauchgestaltung etc. übernehmen hierbei das Team der Gärntnerei Oliva bzw. die Familie Ertl.“ Die Anlage wird 2000 Quadratmeter haben. „Der Park wird sehr naturbelassen. Mit Ruheorten und schönen Foto- Ecken, wenn man so will“, so Bürgermeister Gosch. Hier will man in Zukunft u.a. klassische Konzerte abhalten, aber auch generell ein weiteres Angebot an die Feldkirchner richten, die Gemeinde als Wohlfühlbereich wahrzunehmen. Eröffnet wird der Park am 5. Mai in feierlichem Rahmen.

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