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31. März 2019

- Osterfeuer-Tourismus: Grazer pilgern nach Graz-Umgebung - Weniger Arbeitslose: Techniker und Arbeitslose fehlen in GU - Das sind die GU-Ortschefs: Nur 25 Jahre jung, seit 50 Tagen oder 22 Jahren im Amt - Blackout-Attacke? Keine Panik in Feldkirchen - Natur pur und gesundes Essen in Übelbach - Kalsdorf: Ortszentrum in neuem Design - Seiersberger Start-up will Frauen schneller schwanger machen

26 graz-umgebung

26 graz-umgebung www.grazer.at 31. MÄRZ 2019 Superfood für „Sumsi“ SUMMMM. Im eigenen Garten sollte neben „Superfood“ und Pflanzenpracht für uns auch an hungrige Bienen gedacht werden! Von Philipp Braunegger philipp.braunegger@grazer.at luft haben kann. Entsprechend gilt es also für jeden so weit vorzusorgen, wie es möglich ist. „Der Garten ist dafür eine ideale Plattform“, weiß Garten- Expertin, TV-Moderatorin und Autorin Angelika Ertl-Marko aus Feldkirchen. „Bienenpflanzen sind heuer der absolute Trend für unsere Gärten – denn es geht darum, den Bienchen Nahrung zu bieten. Je mehr unterschiedliche Blütenformen, umso besser für sie, denn so tragen sie im Garten zur Bestäubung bei.“ Welche Pflanzensorten sollte man denn nun setzen, um gleichzeitig für einen schönen Garten sowie ein reichhaltiges „Buffet“ für Sumsi und Co. zu sorgen? Ertl- Marko unterscheidet hierbei zwischen Balkon- und Gartenpflanzen, immerhin hat nicht jeder einen eigenen Garten daheim. „Zuerst die Balkonblumen: Bidens – die Balkonblume des letzten Jahres ist zum Beispiel so ein richtiger Bienenmagnet. Aber auch Cosmea, Wandelröschen und die wunderschöne Schneeprinzessin (Euphorbia) machen auf Balkon und Terrasse ordentlich Gartenfreunde können’s kaum mehr erwarten, in die florale Saison zu starten und das eigene Refugium wieder zu verschönern, sei es mit Blumen oder Gemüse und Obst in Hülle und Fülle. Alles andere als in Hülle und Fülle vorhanden sind allerdings unsere summenden Mitbewohner des Gartens – die Bienen. Die Tiere werden immer weniger, Klimawandel und chemische Substanzen auf Feld und Wiese setzen ihnen zu, „dank“ der Verbauung verlieren sie einen lebenswichtigen Raum für Bestäubungsvorgänge – was wiederum verheerende Folgen für uns Menschen und unsere Atemwas her und eignen sich als Nahrungsquelle für Bienen“, weiß die Expertin, die aktuell gerade mit ihrem neuesten Buch „Das große Boden ABC“ den deutschsprachigen Gartenbuch-Markt sprichwörtlich erfolgreich „umgräbt“. Wer einen Garten sein Eigen nennen kann, hat den Vorteil, großflächiger ansetzen zu können: „Sonnenblumen passen immer. Aber natürlich auch Lavendel und auf jeden Fall unterschiedlichste Salbeiarten.“ Was noch? „Auch Quendel ist ein Bienenmagnet. Darüber hinaus viele andere Kräuter wie Salbei, Ysop, auch das Strauchbasilikum ist ein Traum für jede Biene.“ Ebenso sind wilde Sträucher wichtig für die Natur im Garten und deren nützliche Bewohner. „Wie die Kornelkirsche, die reichlich blüht, und auch der Schmetterlingsstrauch zählt zu dieser Kategorie“, nennt Ertl-Marko weitere „Superfoods“ für Bienen. Superfood auch für uns Apropos: Nicht nur den Bienen bekommt solch Superfood richtig gut – auch wir Menschen können uns in Beet und Wiese so manches Schmankerl schaffen. Daher verrät uns Ertl-Marko auch Kräuter und Co., von denen wir selbst profitieren. „Unter heimisches Superfood fällt alles rund um die Wildkräuter. Die sind jetzt gerade brandaktuell. Aus dem Boden schießen Brennnessel, Vogelmiere, Spitzwegerich und Knoblauchsrauke. Sie alle haben Zink, Eisen und viele weitere antioxidative Komponenten in sich.“ Ideal, um in unsere Eintöpfe und Salate zu wandern, oder einfach nur aufs Butterbrot. „Tolles Gemüse aus dem Garten sind jetzt auch alle Wurzelgemüsearten, die saisonal die besten Nährstoffe beinhalten. Aus dem eigenen Garten die Kräuter, die man selbst setzen kann, wie zum Beispiel Petersilie, die blutreinigend wirkt, oder das wertvolle Basilikum, welches nährstoffreich ist und den Körper entgiftet.“ Die Pfefferminze darf nicht fehlen: „Sie kühlt den Körper und hat eine blutreinigende Wirkung.“ Obst? „Da sind eigene Obsthecken wahre Superfood-Spender: Ribisel, Stachelbeere und die Erdbeeren sind zeitlose Klassiker.“ GETTY (5)

31. MÄRZ 2019 www.grazer.at graz-umgebung 27 und für uns! Brennnessel-Spinat, ideal für die Fastenzeit und den kommenden Gründonnerstag! Zutaten: 600 g Brennessel (oberer Teil), 1 Stk. Zwiebel, Prise Salz, 1 Prise Pfeffer, 0,5 Tasse Obers, 1 EL Butter Zubereitung: Die Brennnesseln in eine Schüssel geben und kochend heißes Wasser darübergießen. Ins Sieb geben und abtropfen lassen. Zwiebel abziehen und in feine Würfel schneiden. Butter in einem Topf schmelzen lassen, die Zwiebelwürfel darin glasig dünsten. Brennnesseln in feine Streifen schneiden und zu den Zwiebeln rühren. Salzen und pfeffern und gut zehn Minuten dünsten, dabei hin und wieder umrühren. Alles mit dem Pürierstab zerkleinern und mit Obers verfeinern.

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