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31. März 2019

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34 viva www.grazer.at 31. MÄRZ 2019 Grabdenkmäler müssen BEHUTSAM. Umwelteinflüsse beschädigen Grabsteine. Um das hinauszuzögern, muss man sich regelmäßig um die Denkmäler kümmern. Verschiedenste Umwelteinflüsse können den Grabdenkmälern über die Jahre hinweg ziemlich zusetzen. GETTY Da ein Grabstein über Jahre im Freien steht, ist er einer Reihe von Einflüssen ausgesetzt, die das Gestein belasten können. Moose, Algen, Flechten, Bakterien und Pilze scheiden Stoffe aus, die den Stein angreifen. Luftverschmutzungen durch Abgase und Staub schaden dem Grabstein ebenfalls, weil sich Partikel auf dem Stein absetzen können. An allen Stellen um uns herum finden wir niedere Lebewesen (Mikroorganismen) wie Algen, Schimmelpilze und Bakterien sowie die bekannten Flechten und Moose (eine Lebensgemeinschaft = Symbiose zwischen Algen und Pilzen) vor. Sie werden mit dem Wind übertragen. Sie benötigen für ihr Wachstum ein wenig Feuchtigkeit wie z.B. Nebel, Kohlenstoff auch aus organischen Stoffen wie Staub, Stickstoff (Vogelkot) und die Algen noch Licht (Photosynthese). Moos Insbesondere bei bewaldeten und beschatteten Friedhöfen durch große Bäume und Hecken bildet sich aufgrund der Luft-

31. MÄRZ 2019 www.grazer.at viva 35 ständig gepflegt werden feuchtigkeit und Sporen schon nach kurzer Zeit anfangs im unteren Bereich des Grabmals und später auch auf der Oberseite grünes Moos. Insbesondere bei porösen Natursteinarten wie Sandstein, Travertin oder Findlingen mit natürlichen Oberflächen tritt dieser Bewuchs aus. Flechten Flechten sind Erstbesiedler, die sehr anspruchslos sind und auch an trockenen und sonnigen Standorten die Oberfläche des Grabsteins besiedeln können. Sie werden durch Sporen mit dem Wind übertragen. Sie wachsen wegen ihrer speziellen Wuchsform quasi in den Stein hinein. Je dunkler die Farbe, desto schwerer sind sie entfernbar. Pilze Auch Pilze können unschöne Verunreinigungen herbeiführen. Übertragen durch den Wind ist man ihnen als Grabnutzer schutzlos ausgeliefert. Sie zeichnen sich durch einen dunklen, fast schon wie Ruß anmutenden Film aus, der sich über die gesamte Oberfläche des Grabmals legen kann. Ruß und Staub Friedhöfe in den Städten sind oftmals an Hauptstraßen gelegen und dauerhaft von Autoverkehr umgeben. Abgase und der Abrieb der Reifen verursachen ständig feinste Verunreinigungen, die sich im Laufe der Zeit auf den Grabmalen absetzen können. Auch Industrieabgase und die Abgase von umliegenden Kaminheizungen verursachen eine Feinstaubbelastung der Luft. Die gute Nachricht ist: Wenn man den Grabstein pflegt und regelmäßig reinigt, ist eine professionelle Reinigung nicht unbedingt nötig, auch wenn sich eine professionelle Reinigung bzw. Restaurierung immer empfiehlt. Leichte und normale Verschmutzungen kann man mit einfachen Mitteln selbst entfernen. Die Oberfläche eines Grabsteins ist entweder glatt oder rau. Je nachdem, welche Oberfläche der Stein hat, sollte man die Reinigung unterschiedlich angehen. Es ist auf eine schonende Reinigung zu achten, da die Natursteinoberflächen nicht zerkratzt werden dürfen. Es bieten sich hierfür zwei Möglichkeiten an: Die Reinigung mit Putzmitteln und Bürsten oder die chemische Reinigung mit einem Schmutz lösenden Mittel ohne physische Einwirkung. Dabei stellen Grabsteine mit rauer Oberfläche etwa aus Sandstein eine besondere Herausforderung dar. In diesem Fall benutzt man zuerst eine harte Bürste, um groben Schmutz zu entfernen. Mit einer weicheren Bürste kann man dann tief sitzenden Schmutz lösen. Um die Inschrift zu säubern, benutzt man am besten einfach eine weiche Zahnbürste.

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