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31. März 2019

- Stadt Graz baut Augartenbad und Co aus: Badespaß mit Spielarealen und Public-Viewing-Zone - Mindestsicherung: Graz unterstützt Reformpläne - Jeden Mittwoch soll Graz fleischlos essen - Alexa, was sind meine Grazer Nachrichten? Neuer Amazon Echo Skill vom „Grazer“ - Familienpass: Mehr Ermäßigung in Grazer Öffis - Rattenköder am Spielplatz wurden entfernt - Café Clawecki heißt jetzt Café Loma

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16 graz www.grazer.at 31. MÄRZ 2019 S E R V I C E Leser Briefe redaktion@grazer.at Bauwut in Graz Ich kann der Kritik von Stefanie Werger an der Grazer Bauwut einiges abgewinnen. Wenn unser Bürgermeister meint, Graz müsse so rasant wachsen, so frage ich mich, wieso? Wer oder was zwingt Graz dazu zu wachsen, auch auf Kosten der Lebensqualität und oft entgegen der Interessen der Grazer Bürger, die schließlich die Stadt ausmachen? Wenn es heißt, der Grünraum in Graz bleibe erhalten, so mag das für den offiziell in der Raumplanung ausgewiesenen Grünraum stimmen, der private „Grünraum im Siedlungsraum“ ist aber ebenso wichtig, und davon wurden in den letzten Jahren Dutzende Hektar vernichtet! Privatgärten, landwirtschaftliche Flächen, Kleingärten, Flächen von Baumschulen und Gärtnereien sind für die Lebensqualität in Graz genauso wichtig, werden aber von unserem Bürgermeister ignoriert! Warum werden nicht zuerst die über 3000 leerstehenden Wohnungen in Graz reaktiviert und stillgelegte Industrie- und Gewerbeanlagen bebaut, und wer kann sich überhaupt die sündteuren neuen Wohnungen leisten? Leider habe ich den Eindruck, dass die Grazer Stadtregierung in den letzten zwei Jahrzehnten aus unerfindlichen Gründen sich allein den wirtschaftlichen Interessen der Immobilien- und Bauwirtschaft ausgeliefert hat, ohne ein gutes ganzheitliches Konzept für die Stadtentwicklung zu haben! Peter Krbez, Graz * * * Rauchen am Spielplatz Nur eine kleine Änderung im Tabakgesetz wäre ein großer Fortschritt im NichtraucherInnenschutz. Im konkreten Fall: „Schutz der Kinder“. Die Änderung im Tabakgesetz, dass auf Freiflächen von Kindereinrichtungen nicht geraucht werden darf, hätte den Gemeinden und Ländern ermöglicht, dass sie auf ihren Spielplätzen ein Rauchverbot aussprechen können. Leider wurde der Antrag der Nationalratsabgeordneten Karin Greiner abgelehnt. Das heißt im konkreten Fall, dass Kinder weiterhin nicht vor gesundheitsschädigendem Zigarettenrauch auf Spielplätzen beschützt werden. Besonders für Kinder ist Zigarettenrauch schädlich, dies beweisen viele wissenschaftliche Studien. Auch im Freien nehmen die Kinder die Giftstoffe von rauchenden Erwachsenen auf. Kinder sagen: „Der Rauch stört mich, es stinkt und ist ungesund.“ Liebe Erwachsene! Spielplätze sind die Orte von Kindern und nicht die von rauchenden Menschen. Lassen Sie uns Vorbilder für unsere Kinder sein! Heidi Jursitzky, Kinderbüro, Graz * * * Bildungsverlust droht Was denkt sich die katholische Kirche, wenn sie beschließt, mit Jahresende das weit über die steirischen Grenzen hinaus bekannte „Bildungshaus Mariatrost“ zu schließen? Meint sie etwa, man könne ein Haus, das vom Geist von Persönlichkeiten wie Anselm Grün, Painadat, Schalom, Ben Chorim, Professor Götschl, Martin Gutl und vielen anderen geprägt ist, einfach in andere Vortragssäle versetzen? Das kommt mir vor, als würde man Mariazell, wenn es einen großen Brandschaden erleiden würde, in die Mariahilfer Kirche verlegen. Der Geist dieses Hauses ist unersetzbar. Erst kürzlich im heurigen März erlebte ich eine Vortragsreihe über das Judentum in der Steiermark von den Babenbergern über Habsburger, die Schoah bis heute mit bisher noch nie gehörten interessanten Aussagen. Gerade diese spirituelle, ökumenische und vielseitige Programmgestaltung macht dieses Haus zu einer in der Steiermark unverwechselbaren Bildungseinrichtung. Sowohl junge Menschen, die sich noch kein Auto leisten können, als auch Alte wie ich, die kein Auto mehr haben, können diese im Stadtgebiet von Graz liegende Bildungsstätte leicht mit Öffis erreichen. Das Ordinariat sagt: Wir haben halt keine Mittel dafür. Ja, dann muss man halt woanders sparen bzw. wie es andere Einrichtungen verstehen. Oskar Fleischer, Graz Downhill statt LOB UND TADEL. Im Ökopark in der Pomisgasse kann man wieder flanieren, das freut. Am Plabutsch müssen Wanderer Downhill-Bikern weichen, das ärgert. S E R V I C E Grazer Hotline Mo bis Fr von 8 bis 16 Uhr Wenn Sie sich über etwas in der Stadt ärgern oder wenn Sie etwas loben wollen, greifen Sie zum Telefon! Wir hören Ihnen zu und versuchen Ihnen zu helfen. Rufen Sie einfach die Grazer-Hotline 0 316/23 21 10 Park ist gepflegt + Der Ökopark in der Pomisgasse ist eine grüne Oase – doch sie ist in den letzten Jahren stark verwildert. „Es wurde seit acht Jahren nicht mehr gemäht“, sagt Leser Hannes Hainz, Ex-Bezirksamtsleiter von Gries. Er drängte bei der Stadt darauf, dass der Park wieder gepflegt wird. Mit Erfolg: Jetzt können Spaziergänger wieder flanieren, auch Rollstuhlfahrer, wie Hainz selbst einer ist, können wieder in den Park.

31. MÄRZ 2019 www.grazer.at wandern Unterm Uhrturm graz 17 www.grazer.at Wanderer sind ausgesperrt – Für die Errichtung von zwei neuen exklusiven Mountainbike-Strecken am Plabutsch haben die Freizeitbetriebe der Holding Graz zwischen Gaisbergsattel („Herrgott auf der Wies“) und Gaisberg einen bestehenden Wanderweg, der auch Teil des Plabutschkamm- Höhenweges ist, für Downhill- Zwecke „beschlagnahmt“, ärgert sich der Leser Viktor Pölzl. Wanderer, so Pölzl, werden per Beschilderung ausgesperrt. Pölzl: „Das verstößt gegen die im Forstgesetz normierte Wegefreiheit für Fußgänger und wird in der Praxis nicht funktionieren, zumal es keine brauchbare Alternative für Wanderer gibt. Die Situation ist sehr gefährlich und bedarf einer unverzüglichen Bereinigung.“ Für Wanderer (siehe Bild unten) gibt’s Verbotsschilder in beide Richtungen, für Radler ist bergauf gesperrt. KK, GETTY

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