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31. Juli 2022

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- Grazer Kinder werden immer dicker - Stadt hat neun Top-Jobs zu vergeben - Aufregung: keine großen Pflanzen in Grazer Gastgärten erlaubt - 286 Unfälle in Graz im ersten Quartal - Getränke um bis zu 50 Prozent teurer geworden - Interview mit dem Tennis-Shootingstar Filip Misolic

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20 eco graz www.grazer.at 31. JULI 2022 Die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern – und damit von internationalen geopolitischen Entwicklungen – ist fatal!“ 20 Fabian fabian.kleindienst@grazer.at Kleindienst Umweltlandesrätin Ursula Lackner betonte anlässlich des Rekords an Heizungstausch-Förderanträgen die Bedeutung derartiger Maßnahmen. Viele Steirer können sich Teuerungen & Co: Im ersten Halbjahr kam es besonders häufig zu Abweisungen von Insolvenzanträgen – mangels Masse. Franz Blantz GETTY, AKV ARG. Die Zahl der Insolvenzen steigt, immer mehr Verfahren werden aber abgewiesen. Und: Die Teuerungen plagen Schuldner zusätzlich. Von Fabian Kleindienst fabian.kleindienst@grazer.at Pandemiebedingt, durch staatliche Unterstützungen, gingen in den letzten Jahren die Insolvenzen zurück. Mit dem zunehmenden Auslaufen derartiger Maßnahmen zeichnet sich nun mehr und mehr eine Normalisierung ab. Laut dem Alpenlän- Jobs: Graz auf Platz 3 POSITIV. In einem Städteranking der besten Jobaussichten landet Graz mit 31.000 ausgeschriebenen Stellen auf Platz 3. Wien liegt vor Linz auf Rang 1. Das Team von „Sophia“ freut sich über den Zuschuss. RUPERT RECHNLING 100.000 Euro für Start-up „Sophia“ ■ Das Grazer InsurTech-Startup „Sophia“ will mit seiner gleichnamigen App den Umgang mit Versicherungen erleichtern. In der App kann man Versicherungen verwalten, den Bedarf analysieren und Optimierungsbedarf feststellen lassen. Eine digitale Versicherungsmaklerin, das Unternehmen erhält eine Provision. Nun wurde das Start-up in das Förderprogramm „Start!Klar“ des SFG aufgenommen. Das heißt: ein Zuschuss fast 100.000 Euro, den man für die Investorensuche verwenden will. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Von Jänner bis Juni 2022 schrieben die Arbeitgeber in Österreich fast 491.000 Stellen aus. Das entspricht einem Plus von mehr als 23 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2021 – und einer Steigerung von fast 57 Prozent im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des ersten Corona-Jahres 2020. Im ersten Halbjahr dieses Jahres schalteten Personaldienstleister im Branchenvergleich mit rund 142.000 Positionen die meisten Stellen. Die meistgesuchten Fachkräfte waren Bauarbeiter und Handwerker mit mehr als 97.000 veröffentlichten Jobs. Im Bundesland Wien gab es mit fast 127.000 Positionen das größte Stellenangebot. Das sind die zentralen Ergebnisse einer Stellenmarkt-Auswertung von index Research. Die „Wir suchen dich.“ Gute Mitarbeiter sind selten, offene Stellen gibt es immer mehr.GETTY Berliner Personalmarktforschung analysierte Stellenanzeigen in 24 Printmedien, auf 47 Online-Jobbörsen und rund 13.000 Firmenwebsites sowie im Stellenportal des AMS. Mit Blick auf die Berufsbilder gab es im ersten Halbjahr dieses Jahres das größte Stellenangebot für Bauarbeiter und Hand- werker (über 97.000 Positionen), technische Fachkräfte wie Ingenieure und Architekten (fast 86.000 Positionen) und Vertriebler (mehr als 85.000 Positionen). Im Städteranking liegen Wien (126.000 Positionen), Linz (mehr als 31.000 Positionen) und Graz (fast 31.000 Positionen) an der Spitze.

31. JULI 2022 www.grazer.at graz eco 21 ➜ TEURER GETTY (2), MICHAEL SCHNABL Übernachtung im Ausland +17,5 % Nicht unbedingt ideal zur Urlaubszeit: Übernachtungen im Ausland sind im Schnitt klar teurer als vor einem Monat. Kristallzucker -8,9% Ein Hoffnungsschimmer für alle, die es etwas süßer mögen. Kristallzucker wurde im Monatsvergleich billiger. BILLIGER ➜ Insolvenz nicht leisten dischen Kreditorenverband (AKV) stiegen die Firmenpleiten in der Steiermark im ersten Halbjahr um 58,25 Prozent auf 163 Fälle an, bei Privatkonkursen zeichnet sich sogar ein Rekordjahr ab, 601 notiert der AKV bisher. Auch in Graz zeigt sich eine starke Entwicklung, von 27 Firmenpleiten im ersten Halbjahr 2021 auf 60 in diesem Jahr, von 101 Privatinsolvenzen auf 143. Trotz der starken Zunahme rechnet Franz Blantz, Leiter der AKV- Geschäftsstelle Graz, nicht mit einem „Sturm von Insolvenzen“ durch die aktuellen Krisen und die Teuerung. Allerdings gebe es doch beunruhigende Entwicklungen, denn: Die Menschen scheinen sich eine Insolvenz mehr und mehr nicht mehr leisten zu können. So zeigte sich in der Steiermark eine drastische Zunahme der Verfahrensabweisungen, von 38 auf 98 im ersten Halbjahr – eine Verdreifachung. Das bedeutet, dass die Unternehmen nicht einmal mehr über freies Vermögen von 4000 Euro verfügen, um etwa den Masseverwalter zu bezahlen. Das liegt, so Blantz, vor allem an Betrieben, die durch Unterstützungsmaßnahmen künstlich am Leben erhalten wurden – drei Viertel der Betroffenen sind Kleinstunternehmen. Eine solche Verfahrensabweisung hat dabei durchaus heftige Konsequenzen, den Unternehmern wird etwa das Gewerberecht entzogen. „Meist holen die Gläubiger sich dann die Mehrwertsteuer vom Finanzamt zurück, stellen ihre Forderungen auf Null und buchen aus“, erklärt Blantz. Im Regelfall würde auf eine Verfahrensabweisung später dann ein Privatkonkurs folgen. „Da meldet dann oft nur noch ein Drittel der betroffenen Unternehmen Ansprüche an“, so der Experte. Kein Geld für Schulden Die momentanen Teuerungen würden sich früher oder später laut Blantz wohl auch auf die Zahl der Konkurse auswirken, aktuell seien aber vor allem ältere, schon laufende Verfahren betroffen. Immer häufiger würden Schuldner um Stundungen ansuchen, weil sie nicht mehr in der Lage seien, ihre Zahlungsverträge zu erfüllen. Das Problem: Weil sich ihr Einkommen nicht verändert hat, sondern nur alles rundherum teurer wurde, haben sie rechtlich keine Grundlage, um neue Zahlungsvereinbarungen auszuhandeln. „In Beratungen geht es immer weniger um Schuldenregulierung, sondern um Existenzsicherung. Paradoxerweise könnten die Teuerungen also kurzfristig sogar zu einem Rückgang der Insolvenzen führen, weil die Menschen zu wenig Geld für ihre Altschulden haben und es für das alltägliche Leben brauchen“, schildert der Experte die mitunter dramatische Situation. Kann mit den Gläubigern keine außergerichtliche Lösung gefunden werden, können diese ihre Forderungen wieder im ursprünglichen Wert anmelden. Das heißt, was bisher im Insolvenzverfahren passierte, ist verloren, einer Entschuldung ist man keinen Schritt näher gekommen. W I R T S C H A F T EcoNews fabian.kleindienst@grazer.at Mehr Kündigungen ■ Der Arbeitsmarkt ist in Bewegung. Ende Juni vermeldete das AMS mit 553.000 unselbstständig Beschäftigten einen neuen Rekord, gleichzeitig suchen Firmen verzweifelt nach Mitarbeitern. Nun zeigt sich ein neuer Trend, die Beschäftigten scheinen immer wechselwilliger zu werden. Binnen eines Jahres stieg beim AMS Steiermark die Zahl der Bescheide für Selbstkündigungen um mehr als 50 Prozent – und das obwohl Personen, die selbst ihren Arbeitsplatz kündigen, für vier Wochen kein Arbeitslosengeld bekommen. „Das bestätigt klar die generelle Wahrnehmung, dass viele Beschäftigte jetzt ihren Job wechseln, weil sie entsprechende Angebote am Arbeitsmarkt vorfinden“, so AMS-Steiermark-Geschäftsführer Karl-Heinz Snobe. 60-Millionen-Ausbau ■ Der Gesundheitskonzern Fresenius Kabi produziert in Graz- Puntigam jährlich mehr als 160 Millionen Stück Arzneimittel, die in Werndorf in Graz-Umgebung verpackt werden. Es wird kräftig investiert: Bis 2023 sollen mehr als 60 Millionen Euro in die Erweiterung der Produktionskapazitäten und den Ausbau der Infrastruktur fließen. In Werndorf startete man nun eine neue Verpackungslinie, nach einer Projektdauer von zwei Jahren. Damit sollen künftig 8000 Stück pro Stunde verpackt werden. Der Gesundheitskonzern Fresenius Kabi baut in und um Graz aus. FRESENIUS KABI AUSTRIA Die Lush-Filiale in Graz wird umgebaut und erhält ein neues Design.LUSH Lush: neues Design ■ Jetzt dauert es nicht mehr lange: Am 5. August feiert die 2012 eröffnete Grazer Filiale der britischen Kosmetikmarke „Lush“ ihre Wiedereröffnung, mit neuem Retail-Design. Ab 9.30 Uhr werden kostenlose Workshops und Goodies für Kunden geboten. Durch das neue Design will man einen besseren Kundenservice garantieren. Insgesamt investiert das Unternehmen heuer 7,6 Millionen Pfund (mehr als 9 Millionen Euro) in Retail-Projekte in Europa. Business-Brunch ■ Am 23. Juli lud der WB Eggenberg im neuen Studio Lady-Shape von Rosemarie Schwab zum Business-Brunch ein. Der Einladung von Andrea Lepenik folgten etwa Nationalratsabgeordnete Martina Kaufmann, Anita Höller von Frau in der Wirtschaft und die Gemeinderäte Markus Huber und Georg Topf. Bezirksvorsteher-Stellvertreter Robert Hagenhofer hielt die Begrüßung, danach war Zeit zum Netzwerken. Taxi 878. www.878.at

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