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30. Mai 2021

- Grazer Gastro im Sicherheits-Check - Wirbel um Tweet von Judith Schwentner - 1. Grazer Stadtpokal für Fußballvereine - ÖBB-Lärm geht weiter - „der Grazer“ sucht Ferienpaten - Einblicke ins neue Lokal „Moin“

8 graz www.grazer.at

8 graz www.grazer.at 30. MAI 2021 LK-STMK/DANNER/GRAFIK Die neue Teststraße am Hauptplatz neben der Trafik Neue Teststraße in Graz-Andritz ■ Die neue Antigen-Teststraße in Andritz war schon groß angekündigt, da sprangen die ursprünglichen Betreiber im letzten Moment ab. Nun macht es Bezirksvorsteher Johannes Obenaus selbst. Stellte die Teststation am Andritzer Hauptplatz neben der Trafik Wahlmüller auf die Beine, und seitdem geht es rund. Die Teststraße war für 192 Probanden gedacht, jetzt kommen an einem Tag 300 Testwillige. Die Tests sind gratis und haben 48 Stunden Gültigkeit. Mo. bis Fr., 10–18 Uhr. Andreas Klingbacher (r.) beim Aufstellen der Hinweisschilder Info-Tafeln auf Weiden & Wiesen ■ An Spazier- und Wanderwegen mit Wiesen, Weiden und Feldern stellen Bauern jetzt Info-Tafeln mit der Aufschrift „Tierwohl braucht Mitverantwortung – Hundekot und Müll im Futter gefährden die Tiere“ auf. Auf diese Art und Weise machen verzweifelte Bauern Hundebesitzer darauf aufmerksam, dass Hundekot und Müll im Futter die Gesundheit der Weidetiere gefährden. Landwirtschaftskammer-Direktor Werner Brugner appelliert daher an die Vernunft und Mitverantwortung der Hundebesitzer und Erholungssuchenden. KK LAUTES LEID. Die Menschen in Gösting sind entnervt. Der schrille Lärm, den ÖBB-Bremsen verursachen, kostet Kraft. Richtig leise wird’s aber erst 2024. Von Vojo Radkovic u. Tobit Schweighofer redaktion@grazer.at Die Geräusche von den Bahngeleisen im Großraum Gösting, die vor allem in der Nacht als schrilles Quietschen wahrgenommen werden, sind für viele Anrainer unerträglich geworden. Die ÖBB kennen die vielen Klagen und Beschwerden. Jetzt war auch ein Team von Peter Resetarits vor Ort, um das Lärmproblem für einen Beitrag für die Sendung „Bürgeranwalt“ aufzunehmen. Der Beitrag soll am Samstag, 5. Juni, um 18 Uhr ausgestrahlt werden. Die ÖBB sind dem Lärm seit mehr als zehn Jahren auf der Spur und suchen immer noch nach Lösungen. Stefan Angerbauer, ÖBB-Lärmschutzbeauftragter für die Steiermark: „Der als Quietschen wahrgenommene Lärm entsteht, wenn bei Verschubarbeiten der Waggon von der Lok auf den Rollberg hinaufgeschoben und dort dann entkoppelt wird. Beim Abrollen in Richtung Verschubgleise kommt es zu diesen Geräuschen, wenn dann gebremst wird. Ganz lautlos wird es nie werden. Aber wir forschen und versuchen alles, um die Geräusche zu dämmen. Richtig leise wird es dann ab 2024, da schreibt die EU vor, dass es nur noch leise Güterwaggons geben darf. Bis dahin müssen diese mit leisen Bremsen und Bremsbacken ausgestattet sein. Die Umrüstung ist bereits im Gange. Die Menschen haben das Quietschen in der Zeit des Lockdowns besonders arg wahrgenommen. Da waren mangels Verkehr die Umweltgeräusche nicht so vorhanden. Wir haben schon viel versucht. Vor allem bei den Kesselwaggons ist die Talbremse extrem laut. Das dürfte das Quietschen sein. Die ÖBB haben schon viele Lärmschutzmaßnahmen durchgeführt. Es wird jetzt mit Stadt, Land und Bund gemeinsam ein Weg zur Eindämmung des Lärms gefunden werden. Dazu sind die aufwendigen Schall- Es geht bei den Verschubarbeiten um die Talbremsen, und die verursachen vor allem bei den Kesselwaggons das laute Quietschen. Alle sind sich darüber einig: Es muss leiser werden. KK ÖBB-Lärm: Leise 2024 messungen enorm wichtig. Die Finanzierung dafür steht. Wir haben aber auch ein Forschungsprojekt an den Gleisbremsen gestartet. Ein Thema ist die enorme Verbauung des betreffenden Raums rund um die Bahn. Man hätte beim Bauen schon beachten müssen, dass der immer schon dagewesene Bahnverkehr Geräusche verursacht.“ Die Göstinger machen unterdessen mobil und wollen alles unternehmen, dass endlich Ruhe einkehrt und man nachts durchschlafen kann. Die betreffende Talbremse nach dem Rollberg gibt es schon seit zehn Jahren. Und erste Lärmbeschwerden gab es schon 1992. Der Ball liegt in erster Linie bei den Bundesbahnen. Besonders in der Nacht stört das nervige Quietschen die Anrainer. KK

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