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30. Mai 2021

- Grazer Gastro im Sicherheits-Check - Wirbel um Tweet von Judith Schwentner - 1. Grazer Stadtpokal für Fußballvereine - ÖBB-Lärm geht weiter - „der Grazer“ sucht Ferienpaten - Einblicke ins neue Lokal „Moin“

6 graz www.grazer.at

6 graz www.grazer.at 30. MAI 2021 K O M M E N T A R von Verena Leitold ✏ verena.leitold@grazer.at Ganz logisch ist das bisher noch nicht E in Lokalaugenschein in der Grazer Gastronomie zeigt, die meisten Wirte halten sich an die von der Bundesregierung vorgegebenen Regeln im Kampf gegen die Corona-Pandemie (siehe Seiten 4/5). Die Fallzahlen sinken immer weiter, am Freitag wurden deshalb weitere Lockerungsschritte ab 10. Juni verkündet. Nur schade, dass man nicht nachgeschärft hat, was die Logik hinter manchen Regelungen betrifft. So wissen viele gar nicht, dass für Gäste der Antigen-Test von einer Teststraße zwei Tage und der Selbsttest nur einen Tag hält, während er für das Personal eine ganze Woche zu genügen scheint. Mitarbeiter in der Gastronomie müssen nämlich nur alle sieben Tage einen Test machen. Ebenfalls nicht weitreichend bekannt: dass man sich eigentlich erst nach 15 Minuten registrieren muss. 14 Minuten lang kann man unerkannt herumhusten, Kaffeehäferl ablecken, somit Tröpfchen und Aerosole verbreiten und dann unerkannt verschwinden. Der Wirt soll wohl an jedem Tisch die Stoppuhr bereithalten und die vollendete Viertelstunde mit einer Runde Registrierung einläuten. Man darf hoffen, dass in der Verordnung noch nachgeschärft wird. Sonst werden sich bald nicht mehr so viele Gastronomen vorbildlich verhalten. AUFREGUNG. Grünen-Chefin Judith Schwentner forderte Falter-Chefredakteur öffentlich auf, kritisch über Graz zu schreiben. Das sorgt für Wirbel. Von Tobit Schweighofer tobit.schweighofer@grazer.at Ein Tweet von Stadträtin Judith Schwentner sorgt derzeit für Aufregung im Rathaus. Die Grünen-Chefin kommentierte einen Beitrag von Falter-Chefredakteur Florian Klenk, in dem er sich über die langen Warteschlangen in Graz für die Corona-Testungen bei der Messe und die seiner Meinung nach schlechte Stadtverwaltung aufregte, mit folgenden Worten: „Ich würde mich freuen, wenn du über die Dinge schreibst, die wirklich nicht funktionieren in Graz!“ Ein absolutes No-Go für FP-Vizebürgermeister Mario Eustacchio: „Für Frau Schwentner hat der Wahkampf offenbar schon seit einiger Zeit begonnen. Anstatt in ihren Ressorts positive Akzente für unsere Heimatstadt zu setzen, verbringt sie die Zeit offensichtlich lieber mit parteipolitischem Geplänkel. Obwohl sie als Stadträtin mehr als genug Möglichkeiten hätte, konstruktiv mitzuarbeiten, beschäftigt sie sich lieber damit, Graz bei Wiener Journalisten anzupatzen.“ Auch der Grazer SP-Chef Michael Ehmann kann mit der Vorgehensweise nichts anfangen: „Dass mit Judith Schwentner ausgerechnet ein Mitglied der Stadtregierung via Twitter einen Journalisten derart auffordert, über ,die Dinge‘ zu schreiben, ,die wirklich nicht funktionieren in Graz‘, dafür fehlt mir jedes Verständnis. Ein wenig mehr Seriosität und Ernsthaftigkeit hätte ich mir von einer Politikerin, die sogar Bürgermeisterin werden möchte, schon erwartet.“ Für die Umweltstadträtin gäbe es sicher Die Warteschlangen vor der Messe animierten den Falter- Chefredakteur Florian Klenk zu einem Tweet. KK (2) Grünes Gezwitscher mehr zu tun, so Ehmann weiter. „Zum Beispiel könnte sie einen ,Masterplan Heizungsumstellungen‘ ausarbeiten und damit der Verunsicherung bei diesem Thema entgegenwirken. Damit wäre vielen tausend Menschen in unserer Stadt, Eigenheim- wie auch Wohnungsbesitzern, mehr geholfen als mit einem derartigen Posting.“ Schwentner fühlt sich missverstanden: „Mir war es wichtig, mit diesem Tweet richtigzustellen, dass die Teststraßen in Graz sehr gut funktionieren und hier vorbildlich gearbeitet wird. Im Gegensatz dazu gibt es in Graz wichtigere Themen, über die wir sprechen sollten: den schleppenden Ausbau des öffentlichen Verkehrs, den schwindenden Grünraum oder den schamlosen Postenschacher in unserer Stadt. Darum ist es mir gegangen.“ derGrazer IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10 | GESCHÄFTSFÜHRUNG/REDAKTION: Gerhard Goldbrich | ASSIS TENZ: Jasmin Strobl (0664/80 666 6695) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Verena Leitold (Leitung E-Paper & Online, 0664/80 666 6691), Vojo Radkovic (0664/80 666 6694), Valentina Gartner (0664/80 666 6890), Fabian Kleindienst (0664/80 666 6538), Julian Bernögger (0664/80 666 6690), Nina Wiesmüller (0664/80 666 6918), Birgit Schweiger (Lektorat, 0650/2540976), Redaktion -Fax-DW 2641, redaktion@grazer.at | ANZEIGENAN- NAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6891), Selina Gartner (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6848), Robert Heschl (0664/80 666 6897), Mag. 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30. MAI 2021 www.grazer.at graz 7 „Maler und Landstreicher“ COOL. Tennisbegeisterte aus St. Veit malten auf Bezirkssportplätzen alle Linien neu. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Die Geschichte begann vor Monaten im Grazer Sportamt. Patrick Wretschitsch, Alexander Wolf und das Team aus St. Veit wollten, dass das Sportamt die Linien am Tennisplatz in St. Veit herrichtet. Sportamtschef Thomas Rajakovics fragte die Andritzer, ob sie denn nicht ein bisschen Zeit hätten. Nach dem Ja stellte Rajakovics den Tennisfreunden Kübel mit Farbe zur Verfügung und bat sie, die Linien am Platz selbst neu zu ziehen. Gesagt, getan. Die „Maler und Landstreicher“, wie sie sich fortan nannten, brachten die Tennisplätze in St. Veit Patrick Wretschitsch, Alexander Wolf und das St. Veiter Team auf Vordermann. Tennis macht einfach mehr Spaß, wenn man gepflegte Plätze vorfindet. Dann kam die Idee, gleich alle weiteren Tennisplätze der elf Grazer Bezirkssportanlagen auf regelkonformes Niveau zu bringen. Die „Maler und Landstreicher“ zogen los und optimierten die jeweiligen Tennisanlagen nach dem gegebenen Sanierungsbedarf. „Alles in allem war es eine keineswegs unanstrengende, aber dennoch lustige Tätigkeit, bei der wir pro Anlage jeweils einen sinnvollen Halbtag unter Gleichgesinnten in der Überzeugung verbracht haben, der Stadt Graz mit all ihren Sportbegeisterten einen guten Dienst erwiesen zu haben“, so einstimmig die „Maler und Landstreicher“ aus St. Veit. KK Alle Mitwirkenden freuen sich auf den Startschuss. UNI GRAZ/TZIVANOPOULOS Masterlehrgang für Journalismus ■ Die Universität Graz präsentierte heute den neuen Masterlehrgang „Inhaltliche Grundlagen für Journalismus und Medienarbeit“, welcher vier Semester dauert und berufsbegleitend ist. Er soll angehenden und bestehenden Journalisten qualitative Inhalte bieten. Die Anzahl der Studienplätze ist derzeit auf 25 limitiert. Die Ausbildungskosten betragen 13.500 Euro. Der Lehrgang startet im Oktober bei UNI for LIFE, der Weiterbildungsinstitution der Universität Graz. Bildunterschrift das ist Bildunterschrift das ist Bildunterschrift das ist Bild-

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