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30. Mai 2021

- Grazer Gastro im Sicherheits-Check - Wirbel um Tweet von Judith Schwentner - 1. Grazer Stadtpokal für Fußballvereine - ÖBB-Lärm geht weiter - „der Grazer“ sucht Ferienpaten - Einblicke ins neue Lokal „Moin“

23. MAI

23. MAI 2021, AUSGABE 21 22 graz www.grazer.at 30. MAI 2021 Neustart I S E R V I C E Leser Briefe redaktion@grazer.at Selbstüberschätzung Zum Interview „Nur ein grüner Anstrich reicht mir nicht“: Das „Grazer“-Interview mit Grünen- Chefin Judith Schwentner ist so was von putzig. Wie schon das Bild der Dame eine maskenbildnerische Überhöhung gegenüber jener Frau Schwentner ist, die man normal auf der Straße sieht, so ähnlich kommen ihre blauäugig-naiven Aussagen daher. Politisch ist was anderes, bodenständige Kommunalpolitik erst recht. Wenn Frau Schwentner etwa zur Grazer Polit-Realität sagt, „Lippenbekenntnisse sind das eine, aber man muss das erst einmal umsetzen“, darf ich ihr in Erinnerung rufen: Im September 2019 (!) hatte sie vollmundig die „Grüne Meile für jeden Grazer Bezirk“ ausgerufen. Konzept legte sie jedoch keines vor. Ein solches machte zum Beispiel die BIA-BürgerInitiativeAndritz, stellte es Fr. Schwentner durch Altstadtschützer Peter Laukhardt auch persönlich vor. Ihre Schrecksekunde dauerte mehr als eineinhalb Jahre, ehe sie Anfang Mai 2021 mithilfe eines Architekten ein Rendering mit praktisch denselben Inhalten wie im Bürgerkonzept enthalten im „Grazer“ vorstellte. Ohne Realisierungs-Angaben. Das zum Thema Lippenbekenntnis und Umsetzung. Wenn sie zur Frage, woher sie den Mut nimmt, Bürgermeisterin werden zu wollen, sagt: „Ich will, dass die Leute wissen, dass ich mir das zutraue, dass ich das kann …“, kann man als langjähriger Aktivbürger ob dieser Selbstüberschätzung rein gar nix mehr sagen … Erich Cagran, Graz * * * Gösting: Enteignung! Zu den Berichten über die Burgruine Gösting: Diese wurde im Mittelalter mit dem Geld (Zins) und der Arbeitskraft (Robot) unserer herrschaftsuntertänigen, bäuerlichen Vorfahren erbaut. Dies wurde jahrhundertelang durch ein unmenschliches, ausbeuterisches, adeliges Feudalsystem ermöglicht! Ab 1925 war es die heimatverbundene Bevölkerung, welche aus dem damaligen, von Wald überwucherten Schutthaufen in unzähligen, freiwilligen Arbeitsstunden dieses landschaftsgestaltende Bauwerk neu erschuf, so, wie wir alle die Burgruine Gösting heute kennen und lieben. Dazu wurden von den Mitgliedern des „Burgvereines Gösting“ Tonnen von Bauschutt händisch entfernt und nicht nur einsturz-und abrutschgefährdete Mauerteile der ehemaligen Palasgebäude mühsam konserviert, sondern auch der nur mehr als Stummel vorhandene Bergfried, der Fünfeckturm, das innere Burgtor und die großartige romanische Doppelkapelle nach alten Vorbildern wieder aufgebaut und unter Dach gebracht. Deshalb sollten nicht Millionen an Steuergeldern für eine befristete Pachtung und zur weiteren Bereicherung des derzeitigen Großgrundbesitzers verschwendet werden, sondern ein Enteignungsverfahren mit oder ohne Entschädigung angestrebt werden. Gerhard Maurer, Graz * * * Long-Food-Restaurants Nun gibt es keine Fast-Food-Restaurants mehr in Österreich. Fast Food, wie der Name schon sagt, nimmt man meist ein, wenn es schnell gehen soll, man nur zwischendurch Zeit hat. Nun wird von der Regierung ein Long-Food-Restaurant draus gemacht. Ich muss das Essen zwischendurch nun auch planen, indem ich einen Termin vorab für einen Corona-Test ergattern muss. Mario Allesch, Graz * * * Gefährliche Situation Am Ende der Ferdinand-Prirsch- Straße/Kreuzung Martinhofstraße (8054 Graz) zeigt die Straßenbezeichnung in die falsche Richtung, sodass es für einen von Süden Richtung Norden kommenden Verkehrsteilnehmer nicht ersichtlich ist, dass es sich hier um eine öffentliche Straße mit Vorfahrtsrecht des von rechts Kommenden handelt. Ich hoffe, dass das Straßenamt den Missstand behebt, bevor ein Unglück geschieht. Meinrad Kraner, Graz Am 19. Mai kehrte die Gastronomie zurück. Wir haben einen Rundgang durch zahlreiche Lokale gemacht. 20/21 Verhandlungen ziehen sich Neustart II Der „Grazer“ hat im Sportjahr den ersten Stadtpokal ins Leben gerufen, um kleine Fußballvereine zu unterstützen. 36/37 Ruine Gösting noch mindestens ein Jahr gesperrt Mühsam. Die Stadt will die baufällige Ruine Gösting sanieren und wieder zum attraktiven Ausflugsziel machen. Die Verhandlungen mit dem Besitzer Hubert Auer gestalten sich aber nach wie vor schwierig. In diesem Jahr wird die Ruine geschlossen bleiben, man hofft auf den Sommer 2022. SEITEN 4/5 Sorgt für Aufregung: die gesperrte Burg Gösting. KK * * * Größter Aschenbecher Zum Bericht „Ein Tschick reicht!“: Zu Ihrem Artikel über Zigarettenstummel möchte ich noch eine „zum Himmel stinkende“ Sache beitragen. Im Durchgang durch den Schlossberg (Schlossbergplatz – Aufgang Schlossberg vom Karmeliterplatz) befindet sich im Bereich um den Dom im Berg der wohl größte Aschenbecher der Stadt! Unter den Weg-Gittern liegen Unmengen von „Tschick“ und der Tunnel stinkt auch entsprechend. Wahrscheinlich fällt das mir als Nichtraucherin besonders auf. Vor einigen Jahren habe ich schon die Stadt darauf aufmerksam gemacht und die Antwort bekommen, dass man sich darum kümmern wird. Ich weiß nicht, ob man vielleicht wirklich einmal etwas entfernt hat, jedenfalls hat sich meiner Meinung nach nicht viel getan. Vielleicht wäre eine Anregung, dass beim Zigarettenkauf verpflichtend eine kleine Metallbox (zumindest einmalig) mitgekauft LUEF, STFV, KK werden muss, in der der Zigarettenrest bis zur Entsorgung aufbewahrt werden muss. Wir möchten doch alle eine halbwegs „abfallfreie“ Umwelt und dass sich jede/jeder bewusst ist, dass man durch kleine Gesten selbst etwas dazu tun kann. Christa Wiener-Pucher, Graz ÖBB-Lärm ein Lüfterl Bezüglich des Artikels über ÖBB- Lärm in Gösting und noch zu Lend gehörig, sende ich Ihnen meinen Mailverkehr mit der Volkanwaltschaft und den ÖBB-Meldungen. Bei uns in der Resselgasse ab Hausnummer 2 und der Plabutscher Straße ab Hausnummer 17 wird seit Jahren darüber ein Kampf ausgetragen. Leider wird man von den zuständigen Stellen im Magistrat mit Worten wie „Ziehen Sie einfach um“ und dergleichen belächelt. Also, da gibt es diesbezüglich kein Entgegenkommen. Das war so um 1990. Da ja auch die Schienenanlagen in unserem Bereich erneuert und groß umgebaut wurden, es kamen etliche Weichen bei den Durchfahrgleisen dazu, wurde der Lärm natürlich immer mehr. Dann wurde die Rampe der Railcargo errichtet. Und wenn erst die Koralmbahn in Betrieb geht, mag ich mir gar nicht vorstellen, welche Lärmentwicklung sich abzeichnen wird. Da ist der Lärm für die Frau Sabine Schuh ein Lüfterl! Helmut Stadler, Graz * * * Ein Bad verkommt Was war der Pfeifferhof für ein Wandertreffpunkt. Die Kinderfreunde hatten da einen schönen Stützpunkt im Wald. Dann wurde alles verkauft. Auch das zum Heim gehörende Freibad. Jetzt gibt es noch eine Schule und teure Wohnungen. Aber das Freibad verfällt langsam. Traurig! Anton Karner, Graz Trauriger Anblick mitten in schöner Landschaft: Sterbendes Freibad am Grazer Pfeifferhof. Keinen kümmert’s. KK

30. MAI 2021 www.grazer.at graz 23 Trostloser Spielplatz in Graz ATTRAKTIVIERUNG. Grüne Gemeinderätin Manuela Wutte setzt sich für einen in die Jahre gekommenen Spielplatz in Andritz ein. Schon bald sollen ein Baumhaus und weitere Elemente vor Ort sein. Von Valentina Gartner valentina.gartner@grazer.at In Sachen Park- und Spielplatzattraktivierung ist die Stadt Graz vorne dabei – eigentlich. Denn beim Spielplatz Schöckelbachweg versucht man vergebens, ihn auf Vordermann zu bringen. Nahe der Haltestelle „Grazer Straße“ liegt der kleine, ziemlich in die Jahre gekommene öffentliche Spielplatz Schöckelbachweg. Durch die alten Bäume ist der Standort sehr schattig, was gerade in den Sommermonaten von Vorteil ist. In den umliegenden Siedlungen gibt es ansonsten nur sehr wenige Spielmöglichkeiten und Freiflächen für Kinder. Mögliches Baumhaus Der Spielplatz wird aufgrund der schon sehr alten, wenigen Spielgeräte kaum genutzt. Derzeit gibt es auch keinen Trinkbrunnen am Spielplatz. „Unter Einbeziehung des schönen, alten Baumbestandes würde sich beispielsweise die Errichtung eines kleinen Baumhauses oder anderer naturnaher Spielgeräte anbieten“, schlägt Grünen-Gemeinderätin Manuela Wutte vor. Wutte ergänzt auch, dass es wichtig sei, Familien und Kinder, die in unmittelbarer Nähe wohnen, nach ihren Wünschen zu fragen. Die Grünen – Alternative Liste Graz haben daher einen Antrag gestellt, dass die zuständigen Behörden einen Beteiligungsprozess mit den Anrainern zur Neugestaltung des Spielplatzes Grazer Straße starten. Wutte geht jedenfalls optimistisch an die Sache, „dass endlich einmal etwas passiert“. Trostlos: Beim derzeitigen Spielplatz beim Schöckelbachweg muss man nach den wenigen Spielgeräten erst suchen. Kaum einer nutzt den Park. KK

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