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30. Juni 2022

- Graz hat jetzt eine Fußgängerbeauftragte - Tätigkeitsbericht der Behindertenanwaltschaft: Stärker von Krisen betroffen - Münzgrabenstraße: Zebrastreifen an vielbefahrener Straße entfernt - steirischer herbst präsentierte Details für Festival 2022

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4 graz www.grazer.at 30. JUNI 2022 Zebrastreifen an vielbefahrener Straße entfernt nach dem Umbau vor dem Umbau Der Zebrastreifen in der Münzgrabenstraße wurde entfernt, wie ein Leser im Rahmen unserer Initiative „Schlau statt Stau“ gemeldet hat. KK (2) SCHLAU STATT STAU. Eine Gefahrenstelle für Radfahrer in der Münzgrabenstraße habe sich durch den Umbau im letzten Jahr noch verschärft, beschwert sich ein Leser. Der Grund: Fußgänger werden besser geschützt. VonVerena Leitold verena.leitold@grazer.at Der überwiegende Großteil der Einreichungen bei unserer Meldestelle für Verkehrs-Hotspots betrifft ohne Zweifel Anliegen von Radfahrern. So auch das von „Grazer“- Leser Markus Januschewsky, der auf ein Problem in der Münzgrabenstraße bzw. am Hafnerriegel hingewiesen hat. Die Situation habe sich seit dem Umbau im letzten Jahr noch verschlimmert. Die Kreuzung des Hauptradwegs über die vielbefahrene Münzgrabenstraße ist sogar seit vielen Jahren als „Gefahrenstelle“ auf der Radkarte der Stadt Graz markiert. „Vor dem Umbau im Jahr 2021 hat es dort einen Zebrastreifen gegeben, der ein Absteigen und Schieben des Ra- des ermöglichte. Das war umständlich, aber relativ sicher“, berichtet Januschwesky. „Nach dem Umbau wurde die Bodenmarkierung der Kreuzung erneuert, außer dem Zebrastreifen, der ist komplett verschwunden. Dadurch ist die, zuvor von der Stadt Graz als Gefahrenstelle eingestufte Kreuzung, für Radfahrer noch gefährlicher geworden. Wie kann das sein? Die Kreuzung ist mitten in einem Wohngebiet. Jenseits der Kreuzung ist einer der größten Naherholungsbereiche des Gebietes (Spielplatz, Tennisplätze, Fussballplatz etc). Wie kann es sein dass mitten in einem Wohngebiet an einer vielbefahrenen, aus Fussgängersicht ehemaligen Straßenquerung, der Zebrastreifen entfernt wird?“ Außerdem weist der „Grazer“- Leser auf die Mobilitätsstrategie der Stadt hin. Im Abschnitt 4 sei dort festgehalten: „Sicherheitsund Attraktivitätsansprüche des nichtmotorisierten Verkehrs sowie des öffentlichen Verkehrs haben im Konfliktfall Vorrang vor Ansprüchen der Leistungsfähigkeit und Schnelligkeit für den MIV.“ „Es ist offensichtlich dass es an der Kreuzung so einen Konfliktfall gibt, bei dem die Leitlinie ignoriert wurde. Die Tram mit 5 Minuten Intervallen kann hierfür kein Grund sein“, so Januschewsky. Schutz für Fußgänger Der Leiter der Verkehrsplanung Wolfgang Feigl erklärt die Gründe: „Der Zebrastreifen musste entfernt werden, da Übergänge, die Schienen kreuzen, inzwischen nur noch durch Druckknopfampeln gesichert werden. Radfahrer können aber nach wie vor queren, sie müssen auch nicht mehr schieben. Stadtauswärts beim Münzgrabengürtel wurde eine neue Druckknopfampel errichtet, dort könnte man auch hinfahren, wenn man sich so sicherer fühlt.“ Feigl weist vor allem auf die Sicherheit von Kindern hin. „Eine Straßenbahn hat immer Vorrang und muss vor einem Schutzweg nicht anhalten. Ein Kind könnte den Zebrastreifen sehen und im Glauben sicher queren zu können, in Gefahr geraten“. Sukzessive werden in Graz nun solche Situationen entschärft. Einen ähnlichen Fall gab es vor ein paar Jahren beispielsweise zwischen den beiden Straßenbahnhaltestellen in der Eggenberger Allee beim Billa Plus. derGrazer IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10 | GESCHÄFTSFÜHRUNG/REDAKTION: Gerhard Goldbrich |ASSISTENZ & MARKETING: Silvia Pfeifer (0664/80 66666 41) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Fabian Kleindienst (CvD Print, 0664/80 666 6538), Verena Leitold (CvD Digital, 0664/80 666 6691), Vojo Radkovic (0664/80 666 6694), Melanie Köppel (0664/80 66668 90), Redaktions-Fax-DW 2641, redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6891), Selina Gartner (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6848), Robert Heschl (0664/80 666 6897), Mag. Eva Semmler (0664/80 666 6895) | Victoria Purkarthofer (0664 / 80 666 6528 ) | OFFICE MANAGEMENT: Biljana Cosic (0664/ 80 666 6642) | PRODUKTION: Burkhard Leitner | VERBREITETE AUFLAGE PRINT: 176.193 (Der Grazer, wö, ÖAK 1.HJ 2021). | OFFENLEGUNG: Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.

30. JUNI 2022 www.grazer.at graz 5 C H R O N I K Blaulicht Report ✏ lia.remschnig@grazer.at Schwer verletzt: Verkehrsunfall ■ In der Nacht auf den heutigen Donnerstag kam es in Übelbach im Bezirk Graz-Umgebung zu einem schweren Verkehrsunfall. Ein 40-Jähriger erlitt dabei lebensbedrohliche Verletzungen. Gegen 1 Uhr fuhr der Mann von einer Berghütte weg und eine Straße hinunter. Wahrscheinlich aufgrund seiner starken Alkoholisierung, fuhr er mit seinem Auto durch einen Zaun und somit einen 200 Meter steilen Hang hinab. So wurde der Mann aus dem Fahrzeug geschleudert und schwer verletzt. Ein Nachbar, der unmittelbar vor dem 40-Jährigen weggefahren war, bemerkte den Unfall und verständigte die Rettungskräfte. Die Bäume, die beim gestrigen Unwetter in Hart umgestürzt sind, mussten von der FF Hart geräumt werden. Niemand kam zu Schaden. FF HART BEI GRAZ Diese konnten den Verunglückten bergen und brachten ihn ins UKH Graz. Der genaue Unfallhergang ist Gegenstand laufender Ermittlungen. Bäume bei Gewitter in Hart umgestürzt ■ Gestern Abend stürzten bei einem kurzen schweren Gewitter in Hart bei Graz Bäume um und blockierten so die Straße. Die Freiwillige Feuerwehr Hart wurde etwa gegen 21 Uhr in die Lustbühelstraße zur Baumbergung gerufen. Mit Motorsägen zerkleinerten die Einsatzkräfte die morschen Holzstücke, um so die Straße wieder öffnen zu können. Nach rund neunzig Minuten Einsatzzeit konnte die FF Hart wieder zurück und ins Feuerwehrhaus einrücken. Grabfiguren wurden bei Graz gestohlen ■ In Kalsdorf bei Graz wurden in der Nacht auf Mittwoch mehrere Grabfiguren von unbekannten Tätern entwendet und offenbar für mögliche Diebstähle deponiert. Die Polizei ist nun auf der Suche nach Zeugen sowie Geschädigten. Gegen 9.30 Uhr erstattete eine 68-Jährgie Anzeige bei der Polizei, dass Unbekannte die Metallstatue ihres Familiengrabes am Friedhof in Kalsdorf augenscheinlich mutwillig entfernt hatten. Dabei fand die Frau die Figur in der Nähe des Grabes an einem Gehweg. Auch andere Figuren waren dort zusammen, offenbar zur Abholung, deponiert worden. Die Polizei stellte die Grabfiguren vorerst einmal sicher. Die Höhe des entstandenen Schadens steht bisher noch nicht fest. Die Polizeistelle Kalsdorf sucht nach Zeugen sowie auch Geschädigten unter der Telefon-Nr. 059133/6142.

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