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30. Juni 2022

- Graz hat jetzt eine Fußgängerbeauftragte - Tätigkeitsbericht der Behindertenanwaltschaft: Stärker von Krisen betroffen - Münzgrabenstraße: Zebrastreifen an vielbefahrener Straße entfernt - steirischer herbst präsentierte Details für Festival 2022

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2 graz www.grazer.at 30. JUNI 2022 Klubchef Hannes Schwarz (l.) und Landesrat Hans Seitinger. BINDER Bauförderung wird erhöht ■ Die Landesregierung hat heute im Zuge des steirischen Anti-Teuerungspakts die Erhöhung der Wohnbauförderung beschlossen. ÖVP- Wohnbaulandesrat Hans Seitinger und SPÖ-Klubobmann Hannes Schwarz betonen, dass durch die Anhebung der Baukostenobergrenze sowie die Erhöhung der förderbaren Kosten Wohnen leistbar bleibt. Graz hat jetzt eine Fußgängerbeauftragte Judith Schwentner, Renate Platzer und Wolfgang Feigl (v.l.) gehen auf Interessen von Fußgängern ein. STADT GRAZ/FISCHER PRIORITÄT. Renate Platzer wird sich ab sofort um die Interessen von Fußgängern in Graz kümmern. Sie sollen in Zukunft in der Verkehrsplanung klar bevorzugt werden: vor Radfahrern vor Öffi-Nutzern vor Autofahrern. Die Zahlen sind im Steigen begriffen: Viele Tests sind positiv. KK Corona-Zahlen in Graz und GU ■ Österreichweit steigen die Infektionszahlen an: Heute wurden ganze 12.506 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden vermeldet. In Graz liegt die Sieben-Tage-Inzidenz aktuell bei 708,6 Fällen pro 100.000 Einwohner (gestern: 703,8). In Graz-Umgebung beträgt der Wert 579,0 (gestern: 560,0). Der Steiermark- Durchschnitt liegt bei 528,1. Die niedrigste Inzidenz gibt‘s im Bezirk Murau mit 338,8. Von Verena Leitold verena.leitold@grazer.at Die Autofahrer, die Radfahrer, die Öffi-Nutzer – sie alle haben eine starke Lobby, die sich für ihre Interessen einsetzt. Die Fußgänger sind da bisher immer ein bisschen zu kurz gekommen. Dabei ist zu Fuß gehen das demokratischste Verkehrsmittel, es schließt auch Kinder und ältere Menschen sowie sozial Schwächere mit ein. Aus diesem Grund setzte sich auch der Menschenrechtsbeirat für eine eigene Anlaufstelle und Interessenvertretung für Fußgänger in Graz ein. „Wir lösen nun eine jahrelange Erwartungshaltung und auch ein Versprechen ein“, so Vizebürgermeisterin Judith Schwentner, die heute zusammen mit Verkehrsplanungschef Wolfgang Feigl die erste Fußgängerbeauftragte der Stadt präsentierte: Renate Platzer wird sich fortan um die Interessen der Fußgänger kümmern. „Neben meiner fachlichen Qualifikation kenne ich als aktiv mobile Mutter von zwei Kleinkindern die alltäglichen Herausforderungen in unserem Fußwegenetz“, so Platzer. „Fußgän- ger sind umwegempfindlich. Wir müssen direkte Wege schaffen!“ Zu ihren Aufgaben zählen die Fußgängerinfrastruktur, die ausgebaut werden soll. Sprich: das Schaffen von neuen Gehwegen, die Verbreiterung von bestehenden, die Ausweitung von Fußgänger- und Begegnungszonen, das Augenmerk auf Barrierefreiheit usw. Neben infrastrukturellen Maßnahmen geht es aber abteilungsübergreifend auch viel um andere Parameter: etwa die Beschattung von Gehwegen durch Bäume, die Aufenthaltsqualität durch Bänke zum Ausrasten, und und und. Bis zum nächsten Jahr soll ein „Masterplan Gehen“ erarbeitet werden. „Auch bisher wurden die Fußgänger natürlich bei großen Projekten immer mitbedacht. Aber wir dürfen nicht wild drauf los arbeiten an einzelnen Ecken, sondern brauchen endlich ein strategisches Konzept für den Fußverkehr, der ganz klare Priorisierungen festschreibt“, erklärt Platzer. Einen Schwerpunkt will man auch auf die Sicherheit von Schulwegen legen. Demnächst soll mit einer Pilotschule gestartet werden. Auch soll eine Anlauf- stelle für die Grazer Bevölkerung geschaffen werden. Bis dahin kann man die Fußverkehrsbeauftragte per Mail unter fussverkehr@stadt.graz.at erreichen. Beispiele Auf konkrete Stellen angesprochen, gibt Platzer schon einen kleinen Einblick in künftig mögliche Maßnahmen. ☞ Gemischter Geh- und Radweg, beispielsweise entlang der Mur: „Es kommt auf die Frequenz an. Oft sind Radfahrer da sicher dominant, was wiederum Auswirkungen auf die Sicherheit von Fußgängern hat. Das um und auf ist die ausreichende Breite, das sollten schon etwa drei Meter Platz sein“, so Platzer. ☞ Schmiedgasse: „Wenn Radfahrer in Fußgängerzonen normal rücksichtsvoll fahren, sollte das kein Problem sein. Aktuell ist es auch kein Thema die Schmiedgasse für den Radverkehr zu sperren. Im Zuge der Innenstadtentflechtung und der Umgestaltung der Neutorgasse, bei der es ja auch Radwege geben wird, könnte das dann aber vielleicht Thema werden“, überlegt die Fußgängerbeauftragte.

30. JUNI 2022 www.grazer.at Behinderte Menschen im Nachteil: graz 3 Stärker von Krisen betroffen INKLUSION. Die Anwaltschaft für Menschen mit Behinderung setzt sich für eine mannigfache Unterstützung für ebendiese ein. Heute wurde der bereits achte Tätigkeitsbericht präsentiert. Siegfried Suppan und Monika Klaffenböck präsentierten den Bericht. BINDER/STMK. Von Lia Remschnig lia.remschnig@grazer.at Die Maskenpflicht in der Öffentlichkeit, simple Botengänge zur Post oder Einkaufen: Was für den Großteil der Bevölkerung zur alltäglichen Normalität zählt, ist für viele Menschen mit Behinderung oft bereits eine Herausforderung aufgrund ihrer besonderen Bedürfnisse. Menschen mit Behinderung seien von Krisen viel stärker getroffen als der Rest der Bevölkerung, so Siegfried Suppan, Anwalt für Menschen mit Behinderung. Gemeinsam präsentierte er heute mit Monika Klaffenböck, Leiterin der regionalen Beratungszentren für Menschen mit Behinderung, den achten Tätigkeitsbericht. „Dieser Tätigkeitsbericht ist der zweite in einer von gesellschaftlichen Krisen geprägten Zeit. Menschen mit Behinderungen sind von den Auswirkungen und Folgen allgemein herausfordernder gesellschaftlicher Verhältnisse zuweilen deutlich stärker betroffen als viele andere Bevölkerungsgruppen. Für mein Team und mich war und ist es daher besonders wichtig, für die betroffenen Menschen unterstützend da zu sein“, betont Suppan. Rund 2800 Anliegen wurden in den letzten zwei Jahren bearbeitet. Seit über einem Jahr gibt es sieben Beratungszentren in der Steiermark, an die sich Menschen mit Behinderung, deren Angehörige, gesetzliche Vertreter und Interessierte mit all ihren Fragen zum Thema Behinderung wenden können. Geniale Schulschluss Aktion ZEUGNISAKTION. Alle Schüler, die am 8. Juli 2022 um 14 Uhr in die ShoppingCity Seiersberg kommen, können 1 von 300 Gratis-Thermen-Tickets, Goodie-Bags oder Eis-Gutscheine ergattern. Tschüss, Hausaufgaben! Baba, Schularbeiten! Nur ein Hauch von Abschiedsschmerz begleitet diesen großen Tag. Gewiss ist hingegen die zunehmende Hochstimmung, die der letzte Schultag und die Aussicht auf wochenlange Sommerferien mit sich bringen. Badespaß Das Schuljahr ist zu Ende und das feiert die ShoppingCity Sei- ersberg gebührend. Die ersten 300 Kids, die am 8. Juli 2022 ab 14 Uhr in das größte Einkaufs- zentrum im Süden Österreichs tigern, erhalten ein Gratis-Familien-Ticket für die H2O Ther- me in Bad Waltersdorf – gültig für 1 Kind und 1 Erwachsenen. Ganz egal, welche Wetterkapri- olen der Sommer bereithält, in der H2O Therme ist Bade- und Rutschspaß bei jeder Tempera- tur garantiert! Für alle, die kein Ticket ergattern, werden jede Menge Goodie Bags und Gut- scheine für Eiskugeln vom Café Gotthardt bereitgestellt. Wer dann noch nicht in Ferienlaune ist, taucht am 8. und 9. Juli 2022 ins PLAYversum ein. Zahlreiche Stationen entführen Jungs und Mädels auf eine spannende Reise in eine unterhaltsame Spiele- welt vom Buzzergame bis zum Puppen-Stylingstudio. Infos un- ter: https://www.shoppingcity- seiersberg.at/events/ Schnell sein lohnt sich, bei der ShoppingCity Seiersberg Schulschluss Aktion gibt es Gratis Thermen Tickets für die H2O Therme. H2O THERME NEWS AUS DER SHOPPINGCITY SEIERSBERG ENTGELTLICHE KOOPERATION

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