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3. November 2019

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- Vorbereitung auf das Sportjahr 2021: 240.000 Euro für neue Sportanlagen - Zu wenige Anästhesisten am LKH Graz? - Gestaltung der Wiese beim ORF-Park gestartet - Merkur Arena: Kind im Rollstuhl wurde aus VIP-Bereich geworfen - Mobbing: Zahl der Opfer hat sich verdoppelt - Kaiser-Josef-Platz wird „lendiger“ - Gastro: Aus Steki wird Half Moon - 15 Jahre Behindertenschutz in der Steiermark - Weltspartag 2019

32 viva graz

32 viva graz www.grazer.at 3. NOVEMBER 2019 Valentina Gartner 32 valentina.gartner@grazer.at Jeder hat die gleiche Würde und die gleichen Menschenrechte.“ So Tamara Eckl, Ärztin für Allgemeinmedizin, bei der Eröffnung ihrer neuen Ordination in der Triester Straße 375 in Graz-Puntigam KARL HEINZ WAGNER Entscheidung leicht gemacht STUDIE. Eine Studie belegt, dass das Gehirn täglich 35.000 Entscheidungen trifft. In den nächsten Jahren sogar mehr. Demnach fällt es immer schwerer, eine Entscheidung zu treffen. Experten geben Tipps. Von Valentina Gartner valentina.gartner@grazer.at Wer kennt es nicht: chinesisch oder italienisch? Schwarz oder weiß? Strandurlaub oder Städtetrip? Entscheidungen zu treffen, ist manchmal gar nicht so einfach. Laut aktuellen Studien wird es für uns sogar immer schwieriger, sich schnell und gewissenhaft für etwas zu entscheiden. Rund 35.000 Entscheidungen trifft das menschliche Gehirn täglich. Durch die Digitalisierung – und den damit verbundenen Informationsüberfluss – hat sich diese Zahl in den letzten Jahren stark erhöht. Im Jahr 2050 sollen es allein 5000 Anzeigen sein, die jeder Mensch täglich zu Gesicht bekommt, prognostiziert die neue Studie. Damit wird man schwer überfordert und tut sich bei meist einfachen Entscheidungen schwer. „Die vielen Annehmlichkeiten des modernen Lebens führen dazu, GETTY dass man immer mehr Entscheidungen treffen muss – egal ob es darum geht, welches Joghurt man kauft oder welchen der vielen Nachrichten auf Social Me­ dia man Beachtung schenkt oder für welches Urlaubsangebot man sich entscheidet. Und wir machen uns die Entscheidungen selbst schwer“, so die Grazer Psychotherapeutin Maria Kubin. „Egal ob bei der Bewegung, der Ernährung oder der Entspannung: Jeder Mensch hat individuelle Bedürfnisse, und diese gilt es herauszufinden. Im stressigen Alltag nimmt man sich oft nicht die Zeit dazu, und damit verlernt man, auf sich zu hören. Das führt auch dazu, dass man sich schlechter entscheiden kann“, weiß auch Diätologin Veronika Schöngrundner. Die beiden Expertinnen geben Tipps, wie man sich einfacher entscheidet: Auf sich hören ✏ Aufs Bauchgefühl hören! Meist weiß man intuitiv, was richtig ist. Daher sollte man auf das erste Bauchgefühl hören. Das kann man üben, indem man sich öfter kleine Ja/ Nein-Fragen stellt – und das Bauchgefühl antworten lässt. Dazu muss man aber entspannt sein. Stichwort Entspannung: ✏ Mit bestimmten Entspannungsübungen kann man das trainieren. Auch die Wirkung des richtigen Atmens wird unterschätzt. „Wenn du dich auf das Atmen konzentrierst, holst du dich zurück ins Jetzt. Das kostet nichts und ist überall einsetzbar“, weiß die Diätologin. Auch das bewusste Spüren und Wahrnehmen – zum Beispiel beim Essen – sei wichtig. ✏ Keine Angst vor der Entscheidung haben! Im schlechtesten Fall ist man um eine Erfahrung reicher und hat für die nächste Entscheidung etwas gelernt. ✏ Helfen kann auch, sich im Kopf die beste und die schlechteste Konsequenz der Entscheidung vorzustellen. ✏ Eine Nacht drüber schlafen! Gerade bei großen Entscheidungen sollte man nicht aus seiner Emotion heraus agieren und sich zuerst in Ruhe Gedanken machen und eben darüber schlafen. ✏ Last but not least: Pro- und Contra-Listen schreiben! Manche Entscheidungen klingen auf beiden Seiten logisch. Da hilft es, die Vor- und Nachteile beider Möglichkeiten abzuwägen. „Eigentlich haben wir ein Luxusproblem. In Zeiten, wo alles immer individueller wird und die Zahl der Möglichkeiten steigt, dürfen wir uns zwischen vielen guten Optionen entscheiden“, schmunzelt die Grazer Psychotherapeutin. Dank der Tipps der Expertinnen dürfte es demnächst aber leichterfallen, sich für etwas zu entscheiden.

3. NOVEMBER 2019 www.grazer.at graz viva 33 ➜ IN GETTY (2) Andre Millan, Amra Midzan, Cesar Millan, Michael Midzan, Calvin Millan (v. l.) KK Entspannen Entspannungsübungen zu machen, ist gut für die Gesundheit, den Schlaf und die Konzentration. Bild für den guten Zweck ■■ Der Grazer Verein „Ein Herz für Hunde“ setzt sich tagtäglich für Straßenhunde in Bosnien ein, rettet sie von der Straße und versorgt sie mit Futter und ärztlicher Hilfe. Für den guten Zweck wird nun ein Bild des Grazer Künstlers Art Gunn verkauft, und der gesamte Erlös kommt dem Verein zugute. Der berühmte US-amerikanische Hundetrainer Cesar Millan und seine beiden Söhne Andre und Calvin signierten es noch dazu bei ihrer aktuellen Europa-Tour „It’s All About Family“ in München. Interessenten für den Kauf des Bildes werden jetzt noch gesucht. Anfragen unter info@ einherzfuerhunde.com. Anspannen Immer unter Stress und Druck zu stehen, schlägt auf den Körper – vor allem bekommt man Verspannungen. Erfolgreiches Sportprojekt ■■ Das Projekt des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger und des Sportministeriums mit den Dachverbänden ASKÖ, ASVÖ und Sportunion zeigt Wirkung. Der Erfolg von Bewegt im Park zeigt: „Sport auf Krankenschein“ wirkt! Die Gesamtteilnehmeranzahl im Jahr 2019 beträgt 69.490 Menschen. Damit hat sich die Zahl der Teilnehmer gegenüber dem Start im Jahr 2016 mehr als verfünffacht. GETTY Wenn es früher dunkel wird, steigen auch die Gefahren. OUT ➜ Kindersicher, auch im Winter GETTY ■■ Über 3000 Kinder müssen jährlich nach Unfällen im Krankenhaus behandelt werden. Der Verein „Große schützen Kleine“ informiert in Vorträgen über aktuell zunehmende Gefahren wie beispielsweise im Straßenverkehr. Der nächste Vortrag findet am kommenden Dienstag um 19 Uhr im Gemeindesaal von St. Marein bei Graz statt.

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