7 TAGE SONNTAG

Aufrufe
vor 7 Monaten

3. Mai 2021

- Uni-Studie: Zwei Drittel sind im Homeoffice produktiver - Baustellen im Überblick - Sportmontag geht in die zweite Runde - Kllima-Experte Karl Steininger im Interview - Proteste gegen Skate-Verbot

4 graz www.grazer.at

4 graz www.grazer.at 3. MAI 2021 Home-Oce Studie der Uni Graz: Zwei Drittel sind daheim produktiver 50 Prozent der in einer aktuellen Studie befragten steirischen Arbeitnehmer wünschen sich auch in Zukunft Home-Office an einigen Wochentagen. GETTY ZUKUNFT. Laut einer aktuellen Studie wünschen sich viele Menschen auch in Zukunft Home-Office, viele Firmen wollen das auch ermöglichen. Vorteil: Produktivität. Nachteil: fehlender sozialer Kontakt. Von Fabian Kleindienst fabian.kleindienst@grazer.at Was vor etwas über einem Jahr für viele noch undenkbar schien, gehört mittlerweile zum Alltag: Videokonferenzen, Laptop am heimischen Schreibtisch und die tägliche Arbeit von Zuhause aus. Eine aktuelle Studie der Universität Graz zeigt: Auch jetzt beschäftigen 30 Prozent der steirischen Betriebe ihre Mitarbeiter zumindest teilweise noch im Home-Office. Gut die Hälfte plant, auch in Zukunft mehr Home-Office zu ermöglichen. Das wünschen sich auch rund 50 Prozent der Beschäftigten, allerdings nur an einigen Tagen und möglichst nach freier Wahl. Produktivität steigt „Etwa zwei Drittel der Beschäftigten berichten, dass sie zuhause fokussierter und produktiver sind, 80 Prozent können sich ihre Zeit flexibler einteilen“, erzähl Renate Ortlieb vom Institut für Personalpolitik der Uni Graz. Gemeinsam mit ihrem Team hat sie zwischen November 2020 und Februar 2021 sowohl Personalverantwortliche in 300 Unternehmen als auch rund 250 Arbeitnehmer mit Home-Office-Erfahrung befragt. Gleichzeitig würde vielen der persönliche Kontakt fehlen, manchen falle es außerdem schwerer, Feierabend zu machen. Privates und Berufliches verschwimmen zunehmend. Belastet von der Situation zeigen sich vor allem Eltern. Viele waren hier in den Hochphasen der Pandemie durch fehlende Kinderbetreuung und geschlossene Schulen massiv überlastet. Probleme gab es laut der Studie für Arbeitgeber wie Beschäftigte gleichermaßen hinsichtlich Dienstzeiten, Verfügbarkeiten und die Bewertung der geleisteten Arbeit. Die Mischung macht‘s Gezeigt hat sich außerdem, dass überall dort, wo die Beschäftigten in Entscheidungsprozesse über die Tätigkeiten im Homeoffice eingebunden waren, auch längerfristig ein größeres Interesse an dieser Arbeitsform besteht. Um das für alle Seiten vorteilhaft zu gestalten, erarbeitete die Forschungsgruppe konkrete Handlungsempfehlungen. Ortlieb: „Aufgaben, Ziele, Termine und Zeiten der Erreichbarkeit müssen klar definiert sein. Außerdem braucht es Regeln und Gelegenheiten zur Kommunikation im Unternehmen.“ Dazu dienen Videokonferenzen oder Chatgruppen. „Sofern es die Infektionslage und die persönliche Situation zulassen, sollten Teammitglieder die Gelegenheit haben, mindestens ein bis zwei Tage in der Woche an ihren üblichen Arbeitsplatz zu kommen. Das fördert den Austausch und erhöht die Zufriedenheit“, ergänzt sie. Sicherheit Zentral sei außerdem die technische Ausstattung. Ein wichtiger Punkt ist dabei die Datensicherheit, wie Stefan Thalmann vom Business Analytics and Data Science Center der Uni Graz ergänzt. „Wir haben in einer Umfrage festgestellt, dass ein Großteil der steirischen Unternehmen während der Pandemie Angriffen über das Internet ausgesetzt war und dass Homeoffice-Situationen oft gezielt ausgenutzt wurden“, so der Wissenschafter. Nur gut die Hälfte der Beschäftigten verfüge über ein ausreichendes Bewusstsein für Cybersecurity. Daher empfiehlt Thalmann in Zukunft regelmäßige Informationsoffensiven und Awareness-Schulungen – mit besonderem Bezug zur Arbeit von zu Hause aus. derGrazer IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10 | GESCHÄFTSFÜHRUNG/ REDAKTION: Gerhard Goldbrich | ASSIS TENZ: Jasmin Strobl (0664/80 666 6695) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Verena Leitold (Leitung E-Paper & Online, 0664/80 666 6691), Vojo Radkovic (0664/ 80 666 6694), Valentina Gartner (0664/80 666 6890), Fabian Kleindienst (0664/80 666 6538), Julian Bernögger (0664/80 666 6690), Nina Wiesmüller (0664/80 666 6918), Redaktion -Fax-DW 2641, redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6891), Selina Gartner (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6848), Robert Heschl (0664/ 80 666 6897), Mag. Eva Semmler (0664/80 666 6895) | OFFICE MANAGEMENT: Pia Ebert (0664/80 666 6490) | PRODUKTION: Burkhard Leitner | VERBREITETE AUFLAGE PRINT: 175.928 (Der Grazer, wö, ÖAK 2.HJ 2020). | OFFENLEGUNG: Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.

3.MAI 2021 www.grazer.at graz 5 C H R O N I K Blaulicht Report ✏ nina.wiesmueller@grazer.at Arbeitsunfall bei Staplerarbeiten ■ In Graz-Eggenberg kam es Montagfrüh gegen 7 Uhr zu einem schweren Arbeitsunfall. Ein 43-jähriger Staplerfahrer aus Graz-Umgebung und ein 57-jähriger LKW-Lenker aus der Südoststeiermark führten in der Eggenbergerstraße auf einem Firmengelände Entladearbeiten von einem LKW durch. Im Zuge dessen wollte der 43-jährige mit einem Gabelstapler eine rund 2,5 Tonnen schwere Palette von der Ladefläche heben. Währenddessen befand sich der 57-jährige jedoch noch auf der Palette. Als diese 15 Zentimeter hoch angehoben war, verlor dieser das Gleichgewicht und Als sein Arbeitskollege eine Palette hochheben wollte, auf der sich der 57-jährige zu dem Zeitpunkt noch befand, kam es zu dem Unfall. GETTY stürzte auf die Ladefläche des Anhängers, wobei der Arbeiter sich eine schwere Schulterverletzung zuzog. Er wurde vom Rettungsdienst in das UKH Graz eingeliefert. Schulungs-Event von Polizei aufgelöst ■ Ebenfalls in Graz, diesmal im Bezirk Jakomini musste die Ge- sundheitsbehörde der Stadt Graz am Samstag, dem 1. Mai eine Schulungsveranstaltung auflösen, da sich die Teilnehmer nicht an die Corona-Maßnahmen hielten. So waren um die 50 Teilnehmer anwesend, von denen allerdings niemand eine Maske trug. Aus diesem Grund langte dann auch gegen 12.00 eine Anzeige bei der Polizei ein, dass in einem Bürogebäude in der Conrad-von-Hötzendorf-Straße in einem Bürogebäude eine nicht coronakonforme Veranstaltung stattfinden würde. Die Gesundheitsbehörde der Stadt Graz wurde daraufhin zur Amtsanhandlung hinzugezogen. Diese löste die Veranstaltung auf und übernahm die Anzeigeerstattung gegen die Teilnehmer und den Veranstalter. Einbruch in LKH ■ In Graz-St.Leonhard wurde ein 53-jähriger deutscher Staatsbürger nach einem Einbruchsdiebstahl am LKH Graz festgenommen. Er versuchte rezeptpflichtige Medikamente und medizinisches Material zu entwenden. Der Mann wurde vom Personal entdeckt und flüchtete in Richtung Leonhardplatz, wo er von der Polizei aufgegriffen und festgenommen wurde. Es stellte sich daraufhin heraus, dass der Beschuldigte in Deutschland 20 ähnliche Taten begangen haben soll.

2021