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3. Juni 2018

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- Rauschverbot: 300 Euro Strafe für betrunkene Jugendliche - Kastner-Dach: Auch nach acht Jahren kein geeignetes Material - Plus 30 Prozent: 2017 wurden wieder deutliche mehr Radfahrer in Graz gezählt - 2-Sterne-Koch Tim Raue: „In Graz gibt‘s das weltbeste Hotdog!“

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6 graz www.grazer.at 3. JUNI 2018 KOMMENTAR Ein rauschiges Prost auf das Rauschverbot Von Tobit Schweighofer tobit.schweighofer@grazer.at W enn sie wollen, dann kommen Jugendliche an Alkohol. Das war schon immer so, und das wird wohl auch immer so sein. Im Jahr 2016 etwa verkauften im Rahmen eines breit angelegten Testkaufes 38 Prozent der getesteten Betriebe Alkohol an Jugendliche unter der rechtlichen Altersgrenze. Mit dem neuen Jugendschutzgesetz (siehe Seiten 4/5) dürfen Jugendliche von 16 bis 18 weitertrinken. Nur dürfen sie jetzt halt nicht betrunken werden, sonst wird’s teuer ... Nun gut, das wird nicht klappen. Wenn man sich in so einen Jugendlichen hineindenkt, der mit seinen Jugendfreunden die ersten alkoholischen Gehversuche wagt, dann ist das eine geradezu unerhörte Erwartung, dass dieser das nächste Gläschen dankend ablehnt, nur weil er den Spitz schon kommen spürt. Die Polizisten sollen im Fall der Fälle intuitiv handeln und die rauschverdächtigen Partylöwen mit auf die Wache nehmen, um sie dort ins Röhrl blasen zu lassen. Nur weiß dann erst wieder niemand was, denn Promillegrenzwerte werden im neuen Gesetz keine festgelegt. Willkür und Chaos ist da leider vorprogrammiert. Kastner-Dach Auch nach acht Jahren kein geeignetes Material KURIOS. Nach mittlerweile acht Jahren ist das Kastner-Dach noch immer silber statt bronze und passt damit eigentlich nicht in die UNESCO-Welterbe-Richtlinien. Der Grund: Die Verantwortlichen haben noch kein geeignetes Material gefunden. Von Verena Leitold verena.leitold@grazer.at In der Gemeinderatssitzung im April stellte Grünen- Klubobmann Karl Dreisiebner die Frage an Bürgermeister Siegfried Nagl, wann mit einer Fertigstellung des Kastner&Öhler-Dachausbaus gemäß dem Ergebnis des Architekturwettbewerbs und den Vereinbarungen mit UNESCO und Altstadtsachverständigenkommission zu rechnen sei. Rechtzeitig zum heutigen Welterbetag kam jetzt die Antwort. Allein: Für Altstadtschützer ist sie nicht besonders zufriedenstellend. „Die Materialsuche stellt sich leider schwieriger dar als anfangs erwartet“, heißt es in Nagls Antwort. Ein breit angelegtes Auswahlverfahren habe 2016 und 2017 stattgefunden, aber zur endgültigen Entscheidung „wird von Experten noch eine weitere Beobachtung der Oberflächenveränderung für sinnvoll erachtet bzw. empfohlen“. Um absolute Sicherheit in Bezug auf das Erscheinungsbild garantieren zu können, das auch bei Ver- witterung erhalten bleibt, soll im Frühjahr eine weitere große Musterfläche angelegt werden (eine kleine Testfläche besteht schon an der Westseite der Freiblick-Terrasse). Von der Kastner-Geschäftsführung wurde gegenüber Bürgermeister Nagl und Stadtbaudirektor Bertram Werle noch einmal bekräftigt, dass sich an der Zusage vor mittlerweile acht Jahren nichts geändert habe und man auf alle Fälle versuche, das Dach entsprechend den vereinbarten Vorgaben zu gestalten. Ruf zu verlieren Dreisiebner ist mit dieser Antwort freilich nur halb zufrieden. „Es ist ein bisschen wie ,Ewig grüßt das Grünen-Klubobmann Karl Dreisiebner drängt auf Fertigstellung.STADT GRAZ/PACHERNEGG ➠ Murmeltier‘. Scheinbar wird halt sehr ausgiebig getestet, das müssen wir zur Kenntnis nehmen. Man kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen sich wirklich darum kümmern und die Sache ernst nehmen. Schließlich haben wir einen guten Ruf als UNESCO- Weltkulturerbe zu verlieren. Von Bürgermeister Nagl wünsche ich mir, dass er wirklich alles ihm Mögliche tut, um endlich eine Fertigstellung zu erreichen. Aber wir bleiben dran. Im nächsten Jahr werden wir wieder fragen und dann die Antworten miteinander vergleichen!“ UNESCO-Weltkulturerbe Am 1. Dezember 1999 wurde die Grazer Altstadt von der UNESCO in die Liste von rund 900 Welterbestätten aufgenommen. 2010 kam das Schloss Eggenberg dazu. Die Auszeichnung bedeutet für Graz auch die Verpflichtung, das historische Erbe einer vielfältigen Baukultur von der Gotik bis zum 21. Jahrhundert zu erhalten und zeitgenössische Baukultur harmonisch einzufügen. THINKSTOCK derGrazer IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER UND MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10 | GESCHÄFTSFÜHRUNG: Gerhard Goldbrich | ASSISTENZ: Silvia Pfeifer (0 664/80 666 6918) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Verena Leitold (0 664/80 666 6691), Vojo Radkovic (0 664/80 666 6694), Mag. 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3. JUNI 2018 www.grazer.at graz 7 Glaube und Wissenschaft DEBATTE. Wissenschafter und Religionsvertreter diskutieren an der TU über Gemeinsamkeiten und Gegensätze. Was verbindet Wissenschaft und Glaube, was trennt sie? Diesem Fragenkomplex gehen am kommenden Mittwochabend hochrangige Vertreter aus Forschung und Religion an der TU Graz nach. „Wie hältst du’s mit der Religion?“ lautet der Titel der Podiumsdiskussion, zu der die ÖCV-Verbindung Carolina, die älteste und größte der sechs Grazer CV-Verbindungen, ab 18.45 Uhr lädt. Das Podium, das über Gemeinsamkeiten und Gegensätze von Glaube und Wissenschaft spricht, ist hochkarätig An der TU diskutieren Wissenschafter wie R. Taschner (kl. Bild) mit Vertretern von Christentum, Judentum und Islam. TU GRAZ, PARLAMENTSDIREKTION/PHOTO SIMONIS besetzt. Es diskutieren Imam Fikret Fazlic vom islamischen Kulturzentrum Graz, TU-Graz-Professor Johannes Khinast, Elie Rosen, Präsident der Jüdischen Gemeinde Graz, Nationalrats- abgeordneter und Mathematik- Professor Rudolf Taschner, Ex- Med-Uni-Rektor und Nationalrat Josef Smolle sowie Willibald Hopfgartner, Magister der Franziskanerprovinz Österreich. DAW „Helios“ liefert Fernwärme für das Grazer Netz. ENERGIE GRAZ/FISCHER „Helios“: Neue Energie für Graz ■■ Am Montag ist das solare Speicherprojekt „Helios“ der Energie Graz feierlich eröffnet worden. Das heuer bereits mit dem Energy Globe Styria Award ausgezeichnete Projekt kombiniert Wärme aus Sonnenenergie und Deponiegas mit einem Großspeicher und soll die Grazer Fernwärmeversorgung stärken. „Helios“ mit seinem 26 Meter hohen Wärmespeicher und seiner 2000 Quadratmeter großen Solarthermieanlage wurde auf dem Areal der „Altdeponie Köglerweg“ am Neufeldweg errichtet.

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