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3. Februar 2021

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- Bezirke treten im Sportjahr 2021 gegeneinander an: Graz startet Schritte-Challenge - 22. bis 26. September: Neuer Termin für die EuroSkills 2021 - Gesundheitsstadtrat Robert Krotzer im Interview

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6 graz www.grazer.at 3. FEBRUAR 2021 Die Krisen der letzten Zeit haben gezeigt, dass es dringend Alternativen zum Kapitalismus braucht.“ Für Stadtrat Robert Krotzer ist der kommunistische Grundgedanke aktueller denn je. Der gebürtige Oberösterreicher Robert Krotzer studierte zwar Deutsch und Geschichte auf Lehramt, fühlt sich jetzt mit dem Gesundheitsressort aber sehr wohl.SCHERIAU (2) Die Situation in Italien oder Spanien hat uns gezeigt, dass das gute österreichische Gesundheitswesen mit allen Mitteln erhalten – und in vielen Bereichen natürlich durchaus noch ausgebaut und gestärkt werden muss. Das ist das eine. Und das andere ist, dass 2020 klar wurde, dass vielen Berufsgruppen nicht die Anerkennung zuteil wird, die sie verdienen. Dass es oft Menschen sind, die wenig verdienen, die unsere Gesellschaft am Laufen halten. Auch wenn es um die politische Ressort-Verteilung geht, ist die Gesundheit ja oft nicht der Bereich, wo alle sofort aufzeigen. Wenn Sie sich nach der bevorstehenden Gemeinderatswahl eine Agenda aussuchen könnten, würden Sie bei der Gesundheit bleiben, oder hätten Sie lieber einen anderen Zuständigkeitsbereich? Krotzer: Ich hab tatsächlich eine sehr große Leidenschaft für die Themen Gesundheit und Pflege entwickelt in den letzten knapp vier Jahren. Es ist eh kein Geheimnis, dass ich aufgrund meiner Ausbildung und meines Berufs nicht unbedingt als Experte ein- gestiegen bin, aber mir ist das Feld sehr ans Herz gewachsen. Ich hab gut reingefunden und es gibt auch für die nächsten Jahre definitiv noch genug zu tun. Die Ideenpalette reicht auch über den Wahltermin hinaus. Dieser wird spätestens in einem Jahr sein, viele munkeln schon früher. Wann glauben Sie, dass in Graz gewählt wird? Krotzer: Diese Frage kann insbesondere der Herr Bürgermeister beantworten. Wir werden bis zum Schluss unsere Sachen abarbeiten und fürchten uns aber zugleich auch nicht vor einem vorgezogenen Wahltermin. Wären Sie für einen früheren Termin? Krotzer: Prinzipiell sehe ich keine Notwendigkeit dafür. Die Menschen haben, glaube ich, gerade auch anderes im Sinn, als einen Wahlkampf. Jetzt geht‘s einmal darum die Pandemie einzudämmen, mit dem Impfen voranzukommen, das Leben wieder in gewohnte Bahnen zu lenken und auch die Folgen der Krise zu überwinden. Wer wird der nächste Bürgermeister in Graz, wer wird Vize? Krotzer: Naja, der Titelverteidiger ist mit einem gewissen Vorsprung ausgestattet. Wie‘s letztendlich ausgeht, liegt bei den Grazerinnen und Grazern. Und die KPÖ würde sich ohne Vizebürgermeister-Sessel wohler fühlen? Krotzer: Der KPÖ als zweitstärkster Partei würde eigentlich ja der Posten der Vizebürgermeisterin zustehen. Bei uns zählen Inhalte und das, was man weiterbringt, aber mehr als Posten und Titel. Wenn Sie zum jetzigen Zeitpunkt ein einziges Wahlversprechen machen könnten, welches wäre das? Krotzer: Definitiv, dass wir als KPÖ unsere Gehaltsobergrenze beibehalten werden. Also, dass ich auch weiterhin zwei Drittel meines Einkommens weitergebe an Menschen, die in Notlagen sind. Wann folgen Sie Elke Kahr als KPÖ-Chef nach? Krotzer: Das ist im Moment kein Thema. Die Elke hat auch schon bekräftigt, dass sie bei der nächsten Wahl wieder als Spitzenkandidatin antritt, worüber ich sehr froh bin. Ich sehe es als unglaubliches Glück, mit jemandem wie ihr zusammenarbeiten und von ihren langjährigen Erfahrungen lernen zu dürfen. Ich hoffe, wir gehen noch möglichst lange als Duo ans Werk. Ist Kommunismus denn überhaupt noch zeitgemäß? Krotzer: In Anbetracht der vielen Krisen, die wir momentan erleben – ob das eine ökologische oder eine soziale Krise ist –, wird klar, dass es Alternativen zum Kapitalismus braucht. Die Grundgedanken, wie sie von Karl Marx angestellt worden sind, sind bis heute sehr brauchbar. Und so wird die KPÖ in Graz, glaube ich, auch von der Bevölkerung gesehen: dass wir für Menschen im Alltag da sein wollen – ob das der Mieternotruf ist, die Sozialberatungen oder die Gehaltsobergrenze. In Graz denkt man bei Kommunisten mehr an Ernst Kaltenegger und nicht an Mao Zedong.

3. FEBRUAR 2021 www.grazer.at graz 7 C H R O N I K Blaulicht Report ✏ julian.bernoegger@grazer.at Lachgas inhaliert: 17-Jährige tot Eine 17-Jährige verstarb in Graz, nachdem sie Lachgas missbraucht hatte. Das Gas löst euphorische Zustände aus, kann aber sehr gefährlich sein. GETTY versorgung. Ob das Mädchen noch andere Drogen konsumiert hatte und ob es durch eine Überdosis oder einen Mischkonsum zu dem tragischen Vorfall kam, wird erst das toxikologische Gutachten klären können. Lachgas in Kapselform wird normalerweise zur Zubereitung von Schlagobers verwendet und ist in Österreich leicht erhältlich. Es wird zuweilen auf Partys oder im Privaten als Rauschmittel missbraucht und mit diversen Hilfs- ■ Heute wurde ein tragischer Todesfall bekannt: Eine 17-Jährige kollabierte Anfang der vergangenen Woche als sie zu Besuch bei einer Freundin in Graz war – zuvor dürfte sie mehrere Kapseln Lachgas inhaliert haben. Die junge Frau wurde von den Rettungskräften ins Krankenhaus gebracht, dort verstarb sie am folgenden Tag. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen fahrlässiger Tötung gegen Unbekannt: „Wir haben eine Obduktion und ein toxikologisches Gutachten angeordnet“, bestätigt Hansjörg Bacher, Sprecher der Staatsanwaltschaft Graz. Die vorläufige Todesursache: Sauerstoffuntermitteln inhaliert. Es bereitet dem Konsumenten einen flüchtigen Zustand der Euphorie. In hohen Dosierungen oder im Zusammenspiel mit anderen Drogen kann Lachgasmissbrauch extrem gefährlich sein. Streit endete mit Messerstich ■ In Lieboch endete ein betrunkener Streit gestern Nachmittag mit einem Krankenhausaufenthalt: Zwei 54-Jährige aus dem Bezirk Voitsberg gerieten sich in der Wohnung eines Bekannten aus Lieboch wegen einer Nichtigkeit in die Haare. Der Streit eskalierte schnell, einer der beiden Raufbolde zückte wohl ein Klappmesser und stach seinem Kontrahenten damit in die rechte Brust. Der Verletzte musste vom Notarzt behandelt werden und wurde ins UKH Graz eingeliefert. Der Mann ist außer Lebensgefahr. Der mutmaßliche Messerstecher wurde verhaftet. Grazer (44) betrog 18 Frauen um Geld ■ Seit 2018 soll ein 44-jähriger Grazer mehrere Frauen in verschiedenen Bundesländern auf Datingplattformen um teils hohe Geldbeträge betrogen haben. Der Mann bahnte im Internet den Kontakt an und täuschte seinen Opfern vor, in einer Notsituation zu sein und dringend Geld zu brauchen. Insgesamt soll er so 18 Frauen um rund 100.000 Euro gebracht haben. Runde zwei für Gründungsacademy KNOW-HOW. Nach einer erfolgreichen ersten Ausgabe starten die Online-Workshops der Stadt Graz für GründerInnen und Start-Ups unter dem Motto „Digital Trends“ in die nächste Runde. Wie schaffe ich als Gründerin oder Gründer das perfekte Fundament für mein Business? Die GRÜN- DUNGSACADEMY zeigt wie. In den Online-Workshops dreht sich alles rund um die wichtigsten Entwicklungen und Trends im digitalen Zeitalter. Expertinnen und Experten stellen ihr Wissen zu unternehmensrelevanten Themen bereit und bieten wertvolle Erfahrungen aus der Praxis an. Am 2. Februar startete die Gründungsacademy Vol. II mit dem Workshop „Kickstart für dein digitales Produkt“. Die Online-Workshops liefern vielfältige Inputs zu digitalen Trends, die bei der Entwicklung und Vermarktung eines Business mit den wichtigsten Grundlagen unterstützen. Die Programme und Themen sind dabei vielfältig: Vom optimalen Online-Auftritt über Online-Marketing bis zum Aufbau einer Community und unterschiedliche Content-Medien, wie Podcast und Video, reichen die Themen. Die Workshops finden 2021 monatlich statt und sind für Gründerinnen und Gründer kostenlos zugänglich. Am 16. Und 17. März geht es weiter mit dem Workshop „Mit der richtigen (Digital-)Strategie zum erfolgreichen Verkauf“. Die Plätze sind allerdings limitiert – also schnell sein! Nähere Informationen und die Anmeldung zu den Workshops unter wirtschaft.graz.at. Alles rund um die wichtigsten digitalen Trends und Entwicklungen erfahren die TeilnehmerInnen bei den Online-Workshops der Gründungsacademy. SCYTHER5 NACHRICHTEN AUS DEM RATHAUS ENTGELTLICHE KOOPERATION

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