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3/2019

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- Tattoo-Legende Mario Barth im Exklusiv-Interview - Perle direkt am Fluss: In Budapest muss man sich einfach verlieben - Postkarten aus der Südsteiermark: Beste Ausblicke für perfekte Augenblicke - Extrem: Grazer fahren mit dem Rad nach Tokio - Lippen zum Knutschen: Alles rund um den perfekten Kussmund - Disney-Boom: Märchenhafte Mode - Ballkleid-Trends 2020: Der Teufel liegt im Detail - Pizzera & Jaus im Gespräch - Selbstliebe: Die Blogger-Community bestärkt ihre Follower

Extrem: „Wir fahren

Extrem: „Wir fahren mit dem Radl nach Tokio“ Text: Tobit Schweighofer Seit einem halben Jahr sind die beiden Freunde Fabio Trenn uns Elias Lang von Graz nach Tokio unterwegs. Und das auf dem Fahrrad! Derzeit sind sie schon in China angekommen und berichten von atemberaubenden Abenteuern, herzerwärmenden Begegnungen und ihrem Antrieb hinter dem Extremprojekt. Höhen und Tiefen Seit einem halben Jahr befinden sich Fabio Trenn (22) und Elias Lang (20) auf einer Reise von Graz in die japanische Hauptstadt Tokio. Sie fliegen nicht etwa mit dem Flugzeug. Nein! Die beiden Freunde haben sich für eine sehr unkonventionelle Art des Reisens entschieden. Sie legen die insgesamt 14.000 Kilometer mit dem Fahrrad zurück. Gemeinsam mit ihrem Hauptsponsor, der „Energie Steiermark“, haben sie schon einige Höhen und Tiefen durchgestanden. „Einmal ist uns in der usbekischen Wüste das Wasser ausgegangen. Auch das Überqueren des Pamir Highways, der zweithöchsten Gebirgsstraße der Welt, in Tadschikistan hat uns einiges abverlangt“, berichten sie erschöpft, aber gut gelaunt. Vor allem der höchste Pass, der Ak-Baital-Pass (4600 Meter), hat ihnen wortwörtlich den Atem genommen. Jetzt sind sie in China angekommen und haben schon etwas mehr als die Hälfte ihrer Strecke hinter sich. Neben den körperlichen Grenzgängen haben sie schon zahlreiche positive Erfahrungen gemacht. „Immer wieder wurden wir von Leuten eingeladen und durften Hilfsbereitschaft von anderen Menschen erfahren. Ein Umstand, der uns beide immer wieder sehr berührt und glücklich macht.“

19 PAUSE Nicht nur die fantastische Reise, auch die Ruhephasen genießen Fabio Trenn und Elias Lang in vollen Zügen. „Wir sind zwei Freunde, die sich seit dem Kindesalter kennen und gemeinsam die Schulbank gedrückt haben. Beide hatten wir schon immer den Drang, dem grauen Alltag den Rücken zu kehren und mehr von der Welt zu sehen. Unsere Leidenschaft besteht darin, neue Länder und Kulturen kennenzulernen. Wir sind zwar schon viel gereist, doch diese Reise wird die längste und abenteuerlichste, die wir je erleben werden. Wir waren schon immer auf der Suche nach der grenzenlosen Freiheit. Auf unserer Tour haben wir viele Leute getroffen, die uns immer wieder die gleichen Fragen stellen. ,Warum macht ihr so etwas?‘ ,Was ist euer Antrieb?‘ Wir wollen den Menschen aufzeigen, dass es essenziell ist, seine Träume zu verwirklichen.“ Profisportler sind beide nie gewesen, sondern nur zwei junge Grazer mit einem Traum. Denn „die meisten Strecken, die ich vorher gefahren bin, waren auf die Uni und wieder zurück“, berichtet Fabio Trenn. Die Idee für die sportliche Weltreise kam ihm beim Fernsehen: „Ich habe vor einiger Zeit eine Doku von Zwillingen aus Berlin gesehen. Die sind mit dem Rad von Berlin nach Shanghai gefahren. Da habe ich gewusst, das muss ich auch einmal machen, und sofort an den Elias gedacht.“ Und dieser war gleich mit von der Partie. „Wir sind beide Länderjunkies, und so war uns gleich klar, dass wir durch möglichst viele Länder fahren wollen.“ Fotos: KK, Getty Insider-Tipp PAUL GUSCHLBAUER Abenteurer, Extremsportler Planung ist alles, wenn man so ein Abenteuer eingehen will. Und es sollte vorab möglichst klar sein, was man will. Dann muss man die Basics herausfinden, die man können muss, um ein erfolgreiches Erlebnis zu haben. Das sollten aber nicht mehr als fünf Punkte sein, denn alles zu planen geht eh nicht. Als ich im Buschflugzeug Amerika überfliegen wollte, waren diese Punkte zum Beispiel mein fliegerisches Können, ich musste Spanisch lernen, genug Geld und die richtige Ausstattung haben. Und dann muss man einfach anfangen, denn wenn man darauf wartet, dass man bereit ist, startet man sein Abenteuer nie.

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