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29. September 2019

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- 121.062 Bewohner bereit für den Urnengang: Graz-Umgebung hat heute die Wahl - GUSTmobil: Ein Anruf genügt - Sensation bei Rüsthausbau der Feuerwehr Kleinstübing - Spiel, Spaß und Sport in Gratwein-Straßengel - Strom aus Mist in Eggersdorf - Neue Polizeiinspektion für die Gemeinde Deutschfeistritz - Traditionsgasthaus Urdlwirt in Unterpremstätten wurde zum Ristorante Italiano - „Das Harter“ hat neu aufgesperrt - Am Schwarzlsee werden Schlagerträume wahr - Oktoberfest-Zeit is! Wo in GU heuer o‘zapft wird

8 graz-umgebung

8 graz-umgebung www.grazer.at 29. SEPTEMBER 2019 Sensation bei Rüsthaus-Bau SPEKTAKULÄR. Im Zuge der Grabungsarbeiten für das neue Rüsthaus wurden 1800 Jahre alte Römerrelikte gefunden, darunter der „Eros von Kleinstübing“ aus Marmor. Kommandant Willibald Wurzinger mit Bürgermeister Michael Viertler und Kommandant-Stv. Andreas Teibinger beim Eröffnungsfest FF KLEINSTÜBING 103 Zentimeter hoch und 1800 Jahre alt: Eros von Kleinstübing FF Kommandant Willibald Wurzinger und Stv. Andreas Teibinger FF Von Svjetlana Wisiak svjetlana.wisiak@grazer.at Es war keine „leichte Geburt“ für die Freiwillige Feuerwehr Kleinstübing, ihre „Heimstätte“ auszubauen. Über Platznot hatten die 50 Feuerwehrmitglieder – 36 von ihnen aktiv – schon jahrelang geklagt. 2016 wurde schließlich ein Konzept für einen Zubau präsentiert. 2017 erfolgte der Baubeginn, 460.000 Euro wurden von der Gemeinde Deutschfeistritz über Förderungen getragen, die Feuerwehr trug aus der eigenen Kassa 90.000 Euro bei. Dank rund 7000 ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden konnte nach zwei Jahren schließlich Neueröffnung gefeiert werden. Feierlichkeiten Zu diesem Zweck durften Anfang September Abschnittsfeuerwehrkommandant Willibald Wurzinger und Landesbranddirektor Reinhard Leichtfried zahlreiche Ehrengäste willkommen heißen. Darunter Nationalratsabgeordneter Ernst Gödl, Landtagsabgeordneter Oliver Wieser, FPÖ- Klubobmann Stefan Hermann, Bürgermeister Michael Viertler, sein Vize Josef Fuchs und Helmut Gössler aus dem Gemeindevorstand sowie zahlreiche Kameraden aus anderen Feuerwehren. Das Programm bestand neben Frühschoppen auch in einem stimmungsgeladenen Musikprogramm der Flott’n Steira. Kostbare Fundstücke Anlass zum Feiern bot vor allem aber eine Entdeckung, die noch während der Grabungsarbeiten gemacht worden war. Die Arbeiten trugen eine etwa 103 Zentimeter hohe römische Marmorstatue zutage. Sie stammt aus der Römerzeit und ist damit 1800 Jahre alt. Sie stellt einen kindlichen Eros dar, der „Eros von Kleinstübing“ getauft wurde und vorerst Platz im Foyer des Feuerwehrhauses findet. Auch ein Bruchstück eines liegenden Löwen mit wallend-lockigem Fell konnte freigelegt werden – lediglich ein Teil des Körpers ist erhalten geblieben, Kopf, Beine und das Rückenende konnten nicht gefunden werden. Gemeinsam mit weiteren Fundstücken – darunter ein weiterer Tierkörper mit zugehöriger Schwanzflosse – sol- Die prominenten Gäste bewunderten die Eros-Statue aus Marmor, die ihren Platz im Foyer des Feuerwehrhauses gefunden hat. FF KLEINSTÜBING Rüsthaus: Historisch Zur Freiwilligen Feuerwehr in Kleinstübing Kleinstübing ist eine 750 Einwohner zählende Gemeinde, die Deutschfeistritz zugehörig ist und 17 Kilometer nördlich von Graz liegt. Historisch. Die Freiwillige Feuerwehr von Kleinstübing wurde 1912 gegründet. Der Einsatz- beziehungsweise Löschbereich umfasst eine Fläche von rund 20 Quadratkilometern. Somit werden rund 1100 Bürger geschützt. Auch das Freilichtmuseum Stübing und das SOS Kinderdorf fallen ins Einzugsgebiet der Einsatzkräfte. Truppe. Die Feuerwehr besteht aus 50 Mitgliedern. 36 von ihnen sind aktiv; sieben Jugendmitglieder und sieben Reservemitglieder zählen dazu, sechs Mitglieder sind Frauen. Einsätze. Jährlich rücken die Mitglieder zu rund 40 Einsätzen aus. Bis 2016 mussten die Kameraden mit einem zu kleinen Rüsthaus ohne Heizung und Duschen auskommen. Für Einsätze mussten sie sich in den Garagen umziehen. Das machte einen Neubau notwendig.

29. SEPTEMBER 2019 www.grazer.at graz-umgebung 9 der Feuerwehr Kleinstübing len die wissenschaftlichen Erläuterungen Interessierten weithin zugänglich gemacht werden. Grabung Hintergrund: In weiser Voraussicht hatte man noch während der Grabungsarbeiten für die neue Rüsthalle das Bundesdenkmalamt eingeschaltet. Immerhin war im Vorfeld bekannt, dass der Bereich ans Areal einer nahe dem SOS Kinderdorf gelegenen „Villa Rustica“ – eines römischen Gutshofs – angrenzt. Zuvor hatte man im Bereich rund um das Rüsthaus 1999 und 2003 kleinere Funde machen können. Auf „die Spuren der Römer“ können sich Interessierte übrigens weiter südlich in der Steiermark machen: Die „Flavia Solva“ (in Wagna an der B67 gelegen) ist die einzige und hoch kultivierte Römerstadt in der Steiermark und von außen ganzjährig und frei zugänglich. Die Kameradinnen können aufatmen: Nicht nur die Garagen sind groß und geräumig – auch eine eigene Garderobe für die sechs Feuerwehrfrauen wurde im neuen Rüsthaus untergebracht. FF KLEINSTÜBING

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