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29. November 2020

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- Graz im Sozialstadt-Check: Bürgermeister fordert mehr soziale Wärme - Großer Ausbau 2021: Fernwärme rückt in greifbare Nähe - Neuer Altar für den Grazer Dom - Quinoa-Bowls für die Grazer Innenstadt

6 graz www.grazer.at

6 graz www.grazer.at 29. NOVEMBER 2020 K O M M E N T A R von Vojo Radkovic ✏ vojo.radkovic@grazer.at Es ist nicht leicht, um Hilfe zu bitten M an hat es anschaulich bei der letzten Lichtins-Dunkel-Gala gesehen. Die Herzen der Menschen öffnen sich ebenso wie ihre Brieftaschen. Millionen an Euro kommen hier zustande. Abseits von Kamera und Blitzlichtern ist es schon schwieriger. Wir leben nach wie vor mitten in der Pandemie und da ist man sich meist selbst der Nächste. Andererseits, gerade jetzt brauchen viele Menschen Hilfe von jenen, die es sich leisten können, zu helfen, und davon gibt es zum Glück nach wie vor viele. Es ist gut, dass Städte wie Graz ein engmaschiges Sozialnetz geknüpft haben (siehe Seiten 4/5). Neben den offiziellen Stellen organisieren auch viele im privaten Bereich Hilfsaktionen für jene, die es nötiger haben als die, die da helfen wollen. Die wirtschaftliche Krise, die uns die unsägliche Corona-Pandemie beschert hat, trifft in erster Linie jene Menschen, die ohnedies schon am Rande des Abgrunds waren. Viele haben Ängste, fürchten um ihre Jobs. Da ist es schwer, die Menschen zur Hilfe für andere, fremde Menschen zu motivieren. Genauso schwer ist es aber für die anderen, um Hilfe zu bitten. Solidarischer Zusammenhalt ist hier das Zauberwort. Großer Ausbau 2021: Fernwärme rückt in greifbare Nähe Fernwärmeausbauten im Sommer 2020 im Bezirk Straßgang. Die FW-Erweiterung schreitet schnell voran. WÄRMEWENDE. Was 1963 begann, hat sich zu einer Erfolgsgeschichte ausgeweitet. Bald ist das ganze Stadtgebiet von Graz mit Fernwärme versorgt. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Dem Ziel, bis 2040 die gesamt benötigte Menge an Wärme im Großraum Graz zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen und Abwärme zu garantieren, kommt die Energie Graz Schritt für Schritt näher. Graz-Stadt selbst ist längst Vorzeigeregion für die Wärmewende. Umweltfreundliche Wärme kommt in Graz beispielsweise für den Bezirk Andritz aus dem Werk Sappi in Gratkorn (Abwärme) sowie von Solar Andritz. Verschiedene Grazer Stadtbezirke werden aus Mellach, Solarstationen, dem Fernwärme-Heizwerk Graz, dem Heizkraftwerk Puchstraße und der Großsolaranlage Helios versorgt. Auch das Energiemodell Reininghaus wird Fernwärme lie- fern. Der Betrieb der ersten Wärmetauschanlagen läuft seit Ende 2019. Für die nächsten Jahre geplant ist unter anderem ein Gemeinschaftsprojekt zwischen Holding Graz und Energie Graz, welches die Abwärmenutzung bei der Kläranlage Graz für Fernwärme bringen soll. Hannes Lindner, Kommunikationsleitung Energie Graz: „Im Jahr 2021 ist die forcierte FW- Netzverdichtung – sprich Steigerung der FW-Anschlüsse – im gesamten bestehenden Netzgebiet geplant. Zusätzlich sind für 2021 aktuell größere FW-Ausbauprojekte konkret in Planung, wobei weitere Projekte in Entwicklung und Ausarbeitung sind.“ Lindner zählt auf: Straßgang Süd – Fortsetzung des laufenden Projekts 2020. Liebenauer Haupt- straße startete ebenfalls schon in diesem Jahr. Völlig neu 2021 sind folgende Gebiete, die in Graz an die Fernwärme angeschlossen werden: Lastenstraße, Puntigamerstraße, Abstallerstraße, Zanklstraße, Herdergasse, Forstergasse und Arthur-Michel-Gasse. Fernwärme Fakten ■ Start: Im Herbst 1963 bauten STEWEAG (heute Energie Steiermark) und Grazer Stadtwerke (heute Holding Graz) das erste Fernwärmeheizwerk in Graz. ■ 2013–2018: Systemwechsel bei der FW-Aufbringung von drei Einspeisern auf über 15 Einspeiser. ■ Netzgebiet: Trassenlänge 412 km, 70.790 versorgte Wohnungen, 11.000 Gebäude. Wärmeaufbringung: 1099 Gigawattstunden (GWh) KK derGrazer IMPRESSUM:„der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz |HERAUSGEBER UND MEDIENINHABER:Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10 |GESCHÄFTSFÜHRUNG:Gerhard Goldbrich | ASSISTENZ:Jasmin Strobl (0664/80 666 6695) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Verena Leitold (0664/80 666 6691), Vojo Radkovic (0664/80 666 6694), Valentina Gartner (0664/80 666 6890), Philipp Braunegger (0664/80 666 6600), Fabian Kleindienst (0664/80 666 6538), Bernhard Sax (Lektorat, 0664/5113076), Redaktion -Fax-DW 2641, redaktion@grazer.at |ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at |VERKAUF:Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6891), Selina Gartner (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6848), Robert Heschl (0664/80 666 6897), Mag. Eva Semmler (0664/80 666 6895), Deborah Posadas-Saucedo (0664/80 666 6491), Helmut Koltai (0664/80 666 6892) | OFFICE MANAGEMENT: Pia Ebert (0664/80 666 6490) | PRODUKTION: Burkhard Leitner | HERSTELLUNG: Druckerei Carinthia, St. Veit/Glan | VERTEILUNG: redmail Logistik und Zustellservice GmbH (05/1795-0) | VERBREITETE AUFLAGE: 175.722 (Der Grazer, wö, ÖAK 1. HJ 2020). | OFFENLEGUNG: Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.

29. NOVEMBER 2020 www.grazer.at graz 7 Neuer Altar für Grazer Dom SCHÖN. Die dritte Renovierungsphase des Doms wurde abgeschlossen: Der gesamte Altarraum wurde restauriert. Das Gotteshaus hat mit dem neuen Altar und Ambo aus dunklem Stein jetzt eine neue Mitte. Von Verena Leitold verena.leitold@grazer.at Seit Mai 2019 wird der Grazer Dom renoviert. Jetzt wurde ein wichtiger Meilenstein geschafft: Das zentrale Gotteshaus der Stadt hat endlich jetzt eine neue Mitte. Diese Woche wurden ein neuer Altar und Ambo (das erhöhte Rednerpult, von dem der Bischof spricht) aufgestellt. Gestaltet wurden sie von Bildhauer-Künstler Wilhelm Scherübl. Schlicht und einfach in der Formgebung, korrespondiert die dunkle Farbe des Seiser Basalts intensiv mit den beiden großen Seitenaltären des Kirchenschiffs und dem Steingefüge im Boden des Altarraums. Die Entfernung eines Teils des jüngeren Chorgestühls in unmittelbarer Nähe zum Altar öffnet den Raum für die Gestaltung der Feier. Zudem öffnet die Neupositionierung der Kommunionbänke eine befreite Sicht auf den gesamten Altarraum. Sie werden seitlich auf der ersten Stufe zum Hochaltar hin wieder aufgestellt. Auch die Lichtanlage wurde vollständig erneuert. Die Altarweihe findet am 13. Dezember um 10 Uhr statt. Jetzt folgt noch Orgel Trotz der zwei schwierigen Lockdownphasen konnte damit die dritte Phase der Renovierung ohne Verzögerung vorangetrieben werden. Die Kosten dafür betragen rund 1,5 Mio. Euro. Für den finalen Restaurationsschritt, der vor allem die Sanierung der Orgel vorsieht, sind im Jahr 2021 nochmals 1,3 Mio. Euro veranschlagt. Alle Fotos auf www.grazer.at Die Sanierung des Doms hat mit der Restaurierung des Altarraums vorerst einen Höhepunkt erreicht. Am 13. Dezember wird der neue Altar geweiht. BRUNNTHALER

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