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29. November 2020

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- Graz im Sozialstadt-Check: Bürgermeister fordert mehr soziale Wärme - Großer Ausbau 2021: Fernwärme rückt in greifbare Nähe - Neuer Altar für den Grazer Dom - Quinoa-Bowls für die Grazer Innenstadt

10 graz www.grazer.at

10 graz www.grazer.at 29. NOVEMBER 2020 Graz Regional www.grazer.at Sophie Reinisch produziert handgefertigten Schmuck.NADINE GEUTER PHOTOGRAPHY Heuer Regionales zu Weihnachten ■ Weihnachten steht vor der Tür und viele „Christkinder“ legen auf Nachhaltigkeit, Regionalität und ökologische Aspekte zunehmend mehr Wert. Ein Produkt, das alle diese Eigenschaften vereint, ist handgefertigter Schmuck aus Holz. Beim jungen Team von Holzschmuck Astwerk in Trahütten bei Deutschlandsberg werden dabei zum Beispiel die Ideen von Schmuckdesignerin Sophie Reinisch umgesetzt. Daraus entstehen handgefertigte Schmuckstücke. Eine Aktion lädt zur Klimawache an der Fensterbank. UNIVERSALMUSEUM JOANNEUM/J.J. KUCEK Ein Licht auf die Klimakrise ■ Am 12. Dezember ab 18 Uhr findet die Aktion „Klimawache an der Fensterbank“ des Naturkundemuseums des Universalmuseums Joanneum mit führenden Persönlichkeiten und Institutionen aus der Klimaforschung statt. Mit Kerzen auf Fensterbänken soll die Klimakrise wieder mehr ins Licht rücken und ein Zeichen für Klima und Zusammenhalt gesetzt werden. Unter dem Hashtag #klimawache2020 kann man Bilder auf Facebook und Co. teilen und so ein Online-Lichtermeer erzeugen. Die Angebote an regionalen Lebensmitteln im Handel und bei Bauern sind reichhaltig vorhanden – und auch gesund.GETTY Regional einkaufen und gesund essen STARK. Regionale Lebensmittel werden streng kontrolliert. Viele kaufen sie daher auch, um sich gesund zu ernähren, lange Transporte vermindern Vitamine. In den letzten Wochen haben wir im Rahmen unserer Reihe einen genaueren Blick auf verschiedene positive Aspekte des Einkaufs regionaler Lebensmittel geworfen. Strengere Kontrollen hinsichtlich des Tierwohls, positive wirtschaftliche Effekte, Klimaschutz und Selbstversorgung in Krisenzeiten sprechen eine deutliche Sprache – gerade aktuell ist aber auch das Thema Gesundheit in aller Munde. Dabei spielen Ernährung und Einkauf natürlich eine wichtige Rolle – und das ist vielen auch bewusst, denn bei einer aktuellen Studie der Universität für Bodenkultur haben immerhin 67 Prozent angegeben, dass sie heimische Lebensmittel für gesünder halten als Importware. In der heimischen Landwirtschaft gelten besonders hohe Qualitätsstandards. So ist prophylaktischer Antibiotikaeinsatz bei Tieren verboten, gleichzeitig verhindern verbesserte Haltebedingungen Krankheiten und dementsprechend auch in weiterer Folge den Antibiotikaeinsatz. Auch insgesamt werde jeder bäuerliche Betrieb mindestens einmal im Jahr, meistens sogar öfter, von der Behörde oder von unabhängigen Kontrollstellen geprüft, heißt es aus dem Büro von Landwirtschaftslandesrat Johann Seitinger. „Die Steiermark ist eine kulinarische Schatzkammer, die von Obst und Gemüse bis zu Getreide und Fleisch alles bietet, was es für eine ausgewogene Ernährung braucht“, so der Landesrat. Vitamine sichern Kürzere Transportwege stellen auch sicher, dass weniger Vitamine verloren gehen, auch hier zeigt sich also ein klarer Vorteil regionaler Lebensmittel. Auch hinsichtlich des Pestizideinsatzes gibt es mit dem Pflanzenschutzmittelgesetz klare Vorgaben, in Bio-Landwirtschaften kommt man ganz ohne derartige Mittel aus. Dafür wird durchaus einiges an Aufwand betrieben, wie Manfred Hohensinner, Geschäftsführer des größten österreichischen Lebensmittelproduzenten Frutura, erzählt: „Wir bekämpfen die Schädlinge auf unseren Obst- und Gemüsepflanzen mit Nützlingen. Blattläuse finden sich zum Beispiel besonders gerne auf Paprikablättern, es gibt aber Nützlinge, die wiederum Blattläuse als Leibspeise haben. Da beschäftigen wir vier eigene Experten, die beobachten, welche Pflanzen noch weitere Nützlinge brauchen, um das Gleichgewicht herzustellen.“ Ein langer Transport und ein damit einhergehender Vitaminverlust erübrigen sich, wenn auf heimische Produktion gesetzt wird. Wer dabei sicher gehen will, kann auf die Gütesiegel achten, wie beispielsweise – und bekannt – das AMA Gütesiegel, das AMA Biosiegel oder auch das steirische „Genuss Region“-Gütesiegel. Das Angebot ist da, allein Spar hat 3800 steirische Produkte von 430 regionalen Produzenten im Angebot.

29. NOVEMBER 2020 www.grazer.at graz 11 ■ Dieser Advent wird anders als die, die wir bisher erlebt haben. Anstatt uns über fehlende Punschstandln und Shoppingmöglichkeiten zu ärgern, können wir das Ganze aber auch positiv sehen und uns über eine besinnliche Vorweihnachtszeit mit viel Zeit für einen selbst freuen. Zusammen mit Experten möchten wir deshalb jeden Advent, Advent, die erste Kerze brennt Sonntag eine kleine Aufgabe oder Übung für mehr Achtsamkeit, Selfcare und Selbstliebe im Advent vorstellen. Diese Woche rät Ingrid Jagiello, Vorstandsvorsitzende des Steirischer Landesverbands der Psychotherapeuten, sich folgende Fragen bewusst zu überlegen und eventuell auch schriftlich zu beantworten. Wie ist meine innere Einstellung zu Weihnachten? Was ist mir an diesem Fest eigentlich wichtig? Was bedeutet es mir, Zeit mit meiner Familie verbringen zu können? Wie kann das auch heuer gehen? Wie viel Zeit bringe ich selbst ein, nur weil ich denke, dass man es von mir erwartet? Trotze ich dem Erwartungsdruck von außen oder kann ich nicht standhalten? Wie kann das Weihnachtsfest eine Chance bieten, mir selbst eine Freude zu machen, und damit neue Kraft und Energie geben?

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