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29. Juli 2018

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- Schüler suspendiert, Ermittlungen laufen: Drogen-Alarm und Polizeieinsatz an Grazer Schule - Caritas: Betreuung von Flüchtlingen steht vor dem Aus - Workout für Rollstuhlfahrer im Augarten - Nach Überfall in Graz: Die ÖBB verstärken die Streifen

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6 graz www.grazer.at 29. JULI 2018 KOMMENTAR Ein Joint macht noch keinen Junkie Von Tobit Schweighofer tobit.schweighofer@grazer.at D er Drogen-Einsatz der Polizei am WIKU Graz (siehe Seiten 4/5), bei dem gegen vier tatverdächtige Schüler ermittelt wird, lässt die Alarmglocken schlagen. Seitens der Schule wurde umsichtig und streng gehandelt – die Polizei wurde umgehend informiert, der Dealer vorerst suspendiert. Der Schluss aus der Misere: Man werde in Zukunft noch besser achtgeben. Nur wie soll das gehen? Vorbild sein alleine reicht nicht. Die Jugend und besonders die Pubertät ist eine Zeit der Veränderung und Neuorientierung. Werte und Verhaltensweisen der Eltern sind bekannt und daher meist wenig interessant. Das Motto heißt eher: „Was gibt es sonst noch im Leben?“ In dieser Phase stoßen junge Menschen häufig auf Drogen und es ist reizvoll, sie auch auszuprobieren. Die gute Nachricht ist: Auch das geht in der Regel bald vorbei. Wichtig ist – so der Rat der Gesellschaft für Suchtfragen –, dem Jugendlichen die Freiheit zu geben, sich zu erleben. Das ist ebenso wichtig, wie Grenzen zu setzen. Solange es nicht zu schlimm wird, sind panische Reaktionen und Verbote meist kontraproduktiv; wichtig ist es, im Gespräch zu bleiben, nur so wird man die heikle Phase gemeinsam gut überstehen. Caritas: Betreuung von Flüchtlingen steht vor dem Aus! DRAMATISCH. Wenn Land und Caritas sich nicht einigen, will die Caritas die Flüchtlingsbetreuung schließen. 60 Mitarbeiter wurden zur Kündigung angemeldet. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Wird der neue Auftrag für die Flüchtlings-Regionalbetreuung in der Steiermark nicht an die Caritas vergeben, ist eine Betriebsschließung notwendig, heißt es vonseiten der Caritas-Führung. Vorsorglich, so die Caritas in ihrer Stellungnahme weiters, wurden die 60 betroffenen Mitarbeiter der Regionalbetreuung und der Administration im Rahmen des Frühwarnsystems beim AMS zur Kündigung angemeldet. Nach Meldung an das AMS läuft eine Frist von 30 Tagen, in der keine Maßnahmen gesetzt, jedoch Gespräche geführt werden. Bis zum Ablauf der Frist wird klar sein, ob die Caritas zum Hearing eingeladen wird oder nicht. Die Mitarbeiter wurden bereits im Rahmen einer Informationsveranstaltung über diese Entwicklung in Kenntnis gesetzt. Zu wenig Geld! Mit 31. Oktober 2018 endet der Auftrag des Landes Steiermark, in dessen Rahmen die Caritas der Diözese Graz Seckau die Regionalbetreuung der Asylwerber in der Steiermark übernommen hat. Die neue Ausschreibung ist am 6. Juli 2018 unter, so die Caritas wörtlich, stark veränderten Rahmenbedingungen erfolgt. Vom Referat für Flüchtlingsangelegenheiten heißt es dazu, man habe sich vor allem sehr gewundert, dass die Caritas nicht die Option, die sie hatte, gezogen hat. In der neuen Ausschreibung, die Bewerbungsfrist endet am 14. August um 10 Uhr, ist auch der Betreuungsschlüssel geändert. Statt bislang ein Betreuer für 180 (!) Flüchtlinge heißt es künftig ein Betreuer für 140 (!) Flüchtlinge. Die Bezahlung für die Betreuungsorganisation ist gleich geblieben. Zurzeit werden in der Steiermark 5700 Flüchtlinge in der Grundversorgung betreut. Es gab Kündigungen Die Caritas musste bereits Mitarbeiter aus der Regionalbetreuung entlassen, weil die Zahlen der Menschen in der Grundversorgung in der Steiermark stark zurückgegangen sind. Die Caritas erklärt in ihrer Stellungnahme, dass sie ein Angebot zur Weiterführung der Betreuung abgeben möchte, mit der derzeitigen Kostenstruktur aber sei dies der Caritas jedoch nicht möglich. Die Verantwortlichen der Caritas prüfen nun, wie es unter den neuen Voraussetzungen möglich ist, sich trotzdem an der Ausschreibung zu beteiligen. Anfragen beim Land laufen. THINKSTOCK derGrazer IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER UND MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10 | GESCHÄFTSFÜHRUNG: Gerhard Goldbrich | ASSISTENZ: Silvia Pfeifer (0 664/80 666 6918) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Verena Leitold (0 664/80 666 6691), Vojo Radkovic (0 664/80 666 6694), Mag. Daniel Windisch (0 664/80 666 66 95), Valentina Gartner (0664/80 666 6890), Philipp Braunegger (0664/80 666 6600), Mag. Birgit Schweiger (Lektorat), Redaktion Fax-DW 2641, redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Reinhard Hochegger (Verkaufsleitung, 0 664/80 666 6491), Robert Heschl (0 664/80 66 66 897), Michael Midzan (0 664/80 666 6891), Selina Gartner (0 664/80 666 68 48), Mag. Eva Semmler (0 664/80 666 6895), Theresina Jürgens, MA (0 664/80 666 6892) | OFFICE MANAGEMENT: Pia Ebert (0664/80 6666 490) | PRODUKTION: Burkhard Leitner | HERSTELLUNG: Druckerei Carinthia, St. Veit/Glan | VERTEILUNG: redmail Logistik und Zustellservice GmbH (05/1795-0) | VERBREITETE AUFLAGE: 174.516 (Der Grazer, wö, ÖAK 2.HJ 2017). | OFFENLEGUNG: Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.

29. JULI 2018 www.grazer.at graz 7 Workout für Rollstuhlfahrer FIT. Premiere für Graz: Im Augarten wird erstmals ein behindertengerechtesTrainingsgerät aufgestellt. Von Daniel Windisch daniel.windisch@grazer.at International gibt’s Streetworkout-Parks schon länger, vor vier Jahren begann auch die Stadt Graz damit, solche „Freiluft-Fitnessstudios“ zu errichten. „Unser Ziel war es von Anfang an, jedes Jahr eine neue Streetworkout-Anlage zu eröffnen“, so Sozial- und Sportstadtrat Kurt Hohensinner. Die bisher vier Anlagen im Volksgarten, Augarten, am Murbeach und in der Muchargasse „erfreuen sich nach wie vor größter Beliebtheit. Das heißt, der Trend zu diesen innovativen Outdoor-Fitnessanlagen hält ungebrochen an“, freut sich Hohensinner, dass heuer im Naherholungsgebiet Auwiesen bereits der fünfte städtische Streetworkout-Park folgt. Etwas fehlte bisher allerdings – und zwar barrierefreie Sportgeräte, an denen auch Menschen im Rollstuhl trainieren können. Doch das ändert sich im Herbst: Im Augarten wird ein behindertengerechtes Fitnessgerät aufgestellt. Für Hohensinner ist es „ein besonderes Anliegen, Barrierefreiheit in allen Bereichen auszubauen und zu forcieren. Deshalb freue ich mich, dass wir nun heuer auch erstmals ein rollstuhlgerechtes Trainingsgerät beim Streetworkout-Park im Augarten einsetzen werden.“ Die Trainingsmaschine im Augarten ist zunächst einmal als Pilotprojekt geplant. Wenn sich genügend Nutzer für das Gerät begeistern können, will die Stadt auch in anderen Parks solche Trainingsgeräte für Rollstuhlfahrer installieren. Stadtrat Kurt Hohensinner (r.) mit einem Trainingsgerät, wie es auch im Augarten aufgestellt wird. STADT GRAZ/FISCHER

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