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29. Juli 2018

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- Schüler suspendiert, Ermittlungen laufen: Drogen-Alarm und Polizeieinsatz an Grazer Schule - Caritas: Betreuung von Flüchtlingen steht vor dem Aus - Workout für Rollstuhlfahrer im Augarten - Nach Überfall in Graz: Die ÖBB verstärken die Streifen

eco Daniel Windisch 20

eco Daniel Windisch 20 daniel.windisch@grazer.at & 0664/80 66 66 695 Kreditverträge sind ja nicht unbedingt die beste Nachtlektüre.“ Steiermärkische-Boss Gerhard Fabisch kann den Kundenwunsch nach verständlich formulierten Verträgen nachvollziehen. STUWO www.grazer.at 29. JULI 2018 Das Ende des Höhenflugs ist in Sicht Die steirische Wirtschaft hat in den vergangenen zwei Jahren den Turbo gezündet. Ab 2019 dürfte es wieder in einem gemütlicheren Tempo dahingehen. THINKSTOCK S E R V I C E Kurz und bündig Flohmarkt All you need is Flohmarkt“: Unter diesem Motto lädt Jennifer Schober am kommenden Samstag, dem 4. August, zum Schauen, Stöbern und Kaufen nach Mariatrost ein. Von 7 bis 13 Uhr findet in der Mariatroster Straße 170 ein Flohmarkt statt, viele gute, alte Stücke warten hier auf neue Besitzer. Jennifer Schober lädt zum Flohmarkt nach Mariatrost. KK Auch ein Wettrennen mit Balance Boards wartet auf die Besucher.FOTOLIA Media Markt feiert Media Markt in der Shopping- City Seiersberg feiert den 15. Geburtstag. Gestartet wird morgen mit vielen Angeboten bei Media Markt in der ShoppingCity, von 2. bis 4. August gibt’s beim Glücksrad Tickets für die Play Days in Spielberg und viele andere Preise zu gewinnen. Zudem wartet das Trust Gaming Car auf Videospiel-Fans. In Kooperation mit dem Projekt Spielberg steigt am 3. und 4. August ab 14 Uhr ein „Balance Board Race“ für Erwachsene. Für die Besten gibt es neben Balance Boards auch Tickets für den Moto GP in Spielberg. Kunst aus Mexiko Noch bis September ist die Ausstellung „Mexiko“ im Hotel Schloss Gabelhofen zu sehen. Die kürzlich eröffnete Schau zeigt Besuchern eine andere, völlig neue Sichtweise auf die Kunstszene Mexikos. Die im Rahmen von „Die SamMlung“ in der Galerie des Hotels ausgestellten Werke stammen ausschließlich von mexikanischen Künstlern, deren Schwerpunkt auf figurativer Malerei liegt, darunter Demián Flores, Eric Pérez, Eugenia Martínez, Marco Rountree, Alma Sandoval oder Gabriel de la Mora. Dieses Werk von Demián Flores ist ebenfalls zu bewundern.PROJEKT SPIELBERG Am Dienstag fand der Spatenstich für den Wohnbau statt. VENTA Neues Wohnprojekt In der Heinrichstraße nahe der Karl-Franzens-Uni erfolgte am Dienstag der Spatenstich für ein neues Wohnprojekt der Venta Real Estate Group. Bis Herbst 2019 werden auf einer Grundstücksfläche von 2065 Qaudratmetern rund 50 Mietwohnungen auf vier Etagen errichtet. Die Wohnungen bieten Wohnflächen von 30 Quadratmetern aufwärts, außerdem verfügen alle Wohnungen über Gärten, Balkone oder Terrassen und einen Pkw-Stellplatz. Kellerabteile stehen ebenfalls zur Verfügung.

29. JULI 2018 www.grazer.at eco 21 ➜ TEURER THINKSTOCK (2) Diesel +16,0 % Im Juni zählten die Spritpreise zu den Hauptinflationstreibern: So legte Diesel im Vergleich zum Vorjahr kräftig zu. Schuhe –0,3 % Wer sich im Juni neue Schuhe zulegte, zahlte dafür im Durchschnitt etwas weniger als noch vor einem Jahr. BILLIGER ➜ ABKÜHLUNG. Nach jahrelanger Durststrecke ging’s für die heimische Wirtschaft in den letzten Monaten stetig bergauf. Doch die Zeit der hohen Wachstumsraten neigt sich dem Ende zu. Von Daniel Windisch daniel.windisch@grazer.at Seit zwei Jahren brummt der Konjunkturmotor international und auch im Steirerland auf Hochtouren. Nach kargen, von rapide steigenden Arbeitslosenzahlen geprägten Krisenjahren im Gefolge des weltweiten Finanzcrashs gibt’s nun Monat für Monat neue Beschäftigungsrekorde, während die Unternehmen über volle Auftragsbücher jubeln dürfen. Doch wie lange hält die Partylaune noch an? Die steirische Industriellenvereinigung warnte diese Woche davor, dass die Wirtschaft langsam an Schwung verliert: Eine Umfrage unter 57 Industriebetrieben mit 49.000 Beschäftigten zeige zwar, dass derzeit viele Indikatoren „noch im positiven Bereich“ seien – „wir müssen uns aber auf eine schwächere Dynamik der Industriekonjunktur einstellen“, so IV- Geschäftsführer Gernot Pagger. „Die Weltwirtschaft verlangsamt sich gerade wieder“, meint auch Ewald Verhounig, Leiter des Instituts für Wirtschafts- und Standortentwicklung (IWS) der steirischen Wirtschaftskammer. Das betreffe natürlich auch die stark exportorientierte steirische Wirtschaft. Bis etwa Jahresende wird aus Verhounigs Sicht der Höhenflug der Steirer-Betriebe anhalten – doch ab 2019 dürfte sich die Konjunktur merkbar abkühlen. Chaos-Brexit als Risiko Als das größte Risiko für das heimische Wirtschaftswachstum stuft WK bewirbt GUSTmobil ■■ Das vor einem Jahr eingeführte Sammeltaxi-System GUSTmobil soll jetzt auch gegen den Fachkräftemangel in der Region helfen. Daran glaubt jedenfalls Michael Hohl, Regionalstellenobmann der Wirtschaftskammer in Graz-Umgebung. Das GUSTmobil mit über 1800 Sammelpunkten in 29 Gemeinden sei nicht nur eine kostengünstige Ergänzung zum Öffi-Netz, sondern verkürze auch die Wegzeiten und erleichtere die Erreichbarkeit von Betrieben in entfernteren Lagen, argumentiert Hohl. Mussten Arbeitskräfte bisher nur mit den Öffis für relativ kurze Strecken oft lange Wegzeiten in Kauf nehmen, rücken Betriebe, deren Erreichbarkeit bislang als „unzumutbar“ eingestuft wurde, dank GUSTmobil in zumutbare Nähe. Hohl will nun mit einer Info-Offensive auf die Vorzüge des GUSTmobil aufmerksam machen, zumal laut einer Befragung nur etwas mehr als die Hälfte der Betriebe das GUSTmobil kennt. Hohl ruft aber auch das AMS auf, arbeitslose Fachkräfte besser zu informieren. Und auch „Unternehmen sind aufgefordert, potenzielle Bewerber bereits bei der Stellenausschreibung auf das Angebot von GUSTmobil hinzuweisen“. WK-Regionalstellenobmann Michael Hohl will das GUSTmobil bei Unternehmen und Arbeitskräften bekannter machen. KK Verhounig aktuell den womöglich im Chaos endenden Brexit ein. Für die gesamte europäische Wirtschaft sei zu hoffen, dass Großbritannien nach dem EU-Austritt „weiterhin im Freihandelsbereich bleibt“. Eine gewisse Gefahr ortet Verhounig auch in den von US-Präsident Donald Trump angedrohten Strafzöllen auf europäische Produkte, auch wenn diese Zölle momentan wieder etwas unwahrscheinlicher scheinen. „Strafzölle auf Autos wären schlimm“, sagt Verhounig. Zwar würden diese Zölle in erster Linie die deutsche Industrie treffen, doch die Steiermark mit ihren zahlreichen Zulieferbetrieben könnte ebenfalls unter die Räder kommen, befürchtet Verhounig. Und schließlich droht just der rasante Aufschwung der letzten Eine Grazer Hausverwaltung verwendete einen nicht präzisen Wertsicherungsrechner – ein falsches Ergebnis war die Folge. THINKSTOCK AK schützte Mieterin ■■ Wegen Unstimmigkeiten bei der Berechnung ihrer Mietzinserhöhung kam eine Grazerin zur AK. Ihr Mietzins war von 560 Euro auf 588 Euro angehoben worden. Laut Unterlagen hatte die Hausverwaltung das Überschreiten des 5-Prozent- Schwellenwerts im Rahmen der Wertsicherung mit Dezember errechnet. Mit dem AK-Indexrechner (www.akstm.at/rechner) konnte festgestellt werden, dass der 5-Prozent-Sprung Monate selbst zum Wachstumshemmnis zu werden. Denn durch die gute Wirtschaftslage gehen den Unternehmen nicht nur die Fachkräfte, sondern mittlerweile sogar die „normalen“ Arbeitskräfte aus. Verhounig nennt als Beispiel Branchen wie die Gastronomie, wo vielfach schon jetzt kein Personal mehr zu bekommen ist. Weniger Wachstum Trotz aller Risiken: Der IWS-Chef sieht zurzeit „keinen Anlass zur Panik“. Die Steiermark habe zuletzt ein überdurchschnittliches Wirtschaftswachtsum von drei bis vier Prozent jährlich gehabt, ab kommendem Jahr sei mit Wachstumsraten von zwei Prozent zu rechnen, so Verhounig: „Das ist noch immer nicht schlecht.“ richtigerweise aber erst im März eingetreten war. „Die Hausverwaltung verwendete offenbar einen Indexrechner, der sämtliche Werte kaufmännisch auf eine Kommastelle rundet“, erklärt AK-Konsumentenschützer Karl Raith. „Im Dezember hatten wir beim Verbraucherpreisindex VPI nur eine Steigerung von 4,96 Prozent. Durch die kaufmännische Rundung kamen 5 Prozent heraus. Die Mieterin bekam für die drei Monate eine Gutschrift.“ TS

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