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29. Juli 2018

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- Schüler suspendiert, Ermittlungen laufen: Drogen-Alarm und Polizeieinsatz an Grazer Schule - Caritas: Betreuung von Flüchtlingen steht vor dem Aus - Workout für Rollstuhlfahrer im Augarten - Nach Überfall in Graz: Die ÖBB verstärken die Streifen

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8 Sanierung graz www.grazer.at 29. JULI 2018 Überwachung Diese Straße hat eine Sanierung nötig. ➠ Diese sehr schmale Einbahnstraße wird immer wieder als Abkürzung und Parkmöglichkeit genutzt. Wirklich instand ist sie aber nicht mehr. KK „Straße ohne Namen“ verfällt seit Jahren TRAGISCH. Einer Straße in Eggenberg wird keine Aufmerksamkeit geschenkt. Seit Jahren verkommt sie und hat nicht einmal einen eigenen Namen. Von Valentina Gartner valentina.gartner@grazer.at Im Bezirk Eggenberg gibt es tatsächlich eine Straße ohne Namen! Aber nicht nur das, in den letzten Jahren hat sie auch so einiges mitgemacht und verfällt von Tag zu Tag. So kann das nicht weitergehen, findet auch Bezirksvorsteher Robert Hagenhofer. Diese Straße befindet sich vom Annaplatz weggehend und wird lediglich so gefunden, da sie am Annaplatz 4 beginnt und mit der Göstinger Straße 25 endet. „Einen tatsächlichen Namen hat das Zwischenstück nicht“, so Hagenhofer. „Vor geraumer Zeit wurde ein Teil des Annaplatzes zur Bergstraße asphaltiert, auf die ‚Straße ohne Namen‘ wurde dabei aber vergessen. Obwohl eine Sanierung dringend nötig wäre“, klagt der Bezirksvorsteher. Eine Anfrage an die zuständige Abteilung der Holding steht. Müllabfuhr fährt nicht In dieser dreieinhalb Meter breiten Straße befindet sich auch die Firma S.O.L. Hammer, die mit der starken Befahrung der kaputten Straße zu kämpfen hat. „Wenn die Ampel am Annaplatz auf Rot schaltet, nehmen viele die Straße als Abkürzung. Auch zugeparkt wird sie ständig, weil sich in der Nähe das UKH befindet“, beschwert sich Heidelinde Hammer, Seniorchefin der Firma. „Es fährt beispielsweise nicht einmal mehr die Müllabfuhr, weil sie einfach nicht durchkommt“, erzählt Hammer. Sogar einbrechen sollen Teile der Straße schon, da die geschätzt 350 Jahre alte Straße nicht erneuert wird. R. Hagenhofer will das Problem behoben haben. STADT GRAZ/ PACHERNEGG Herbert Hofer (ÖBB) will den Security-Streifendienst noch stärker sensibilisieren. Der Hauptbahnhof soll absolut sicher sein. ÖBB, WEGSCHEIDER Nach Überfall: Die ÖBB verstärken die Streifen VORSICHT. Nach einem Raubüberfall im öffentlichen WC des Grazer Hauptbahnhofes verstärken die ÖBB nun den Streifendienst ihrer Security. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Ein 18-jähriger Grazer erstattete dieser Tage bei der Polizeiinspektion am Hauptbahnhof die Anzeige, dass er von zwei Unbekannten im Bereich der öffentlichen WC-Anlage am Hauptbahnhof überfallen worden war. Nachdem nach vielen Vorfällen der Hauptbahnhof zu einem beliebten Hotspot für Drogensüchtige, Alkies und Obdachlose geworden ist, sich gewalttätige Vorfälle mehrten, haben sich die Österreichischen Bundesbahnen dazu entschlossen, selbst eine Security aufzustellen, die in regelmäßigen Abständen Kontrollstreifen im Bahnhofsgelände durchführt. Derzeit ist Hochsaison am Hauptbahnhof, tausende Reisende und andere Besucher halten sich täglich am Bahnhof auf. Das ist natürlich die ideale Zeit für Taschendiebe. Herbert Hofer, Pressesprecher der ÖBB für Kärnten und die Steiermark: „Es stimmt, wir haben Hochsaison am Bahnhof. Es ist die Hauptreisezeit. Drei Security-Mitarbeiter, zwei davon sind mit Body-Cams ausgestattet, führen 24 Stunden, also rund um die Uhr, eine Bestreifung des Bahnhofs durch. Es gibt auch immer wieder gemeinsame Schwerpunktaktionen mit der Polizei. Die WC-Anlage, in der der Überfall stattgefunden haben soll, wird ebenfalls in den Streifendienst der Security einbezogen. Und außerdem kontrolliert dort in regelmäßigen Abständen auch unser Reinigungspersonal. Das war Pech für den Betroffenen, dass gerade niemand die WC-Anlage im Blick hatte.“ Auch die Polizei bestätigt, dass sich jetzt Delikte wie Sachbeschädigungen, Körperverletzungen und andere strafrechtlich relevante Vorfälle häufen. „Die Polizeiinspektion am Grazer Hauptbahnhof ist eine der arbeitsintensivsten. Da ist immer viel los“, heißt aus dem Polizei-Dauerdienst.

29. JULI 2018 www.grazer.at graz 9 Schulstart für junge Grazer „Oranjes“ ORANGE. Zitten, zeer goed – setzen, sehr gut! Niederländisch-Schule startet in Graz und lehrt Sprache und Kultur. Von Philipp Braunegger philipp.braunegger@grazer.at Ob die Schüler in oranger Schuluniform den Unterricht besuchen? Eher nicht. Dass sie sich auf die erste Niederländisch-Schule in Graz freuen, schon eher! Am 24. September startet das erste Schuljahr der holländischen Sprachschule, die nun einmal die Woche in die Volksschule Algersdorf einzieht. 25 Kinder aus der ganzen Steiermark kommen hier zusammen (landesweit gibt es etwa 700 Niederländer, 260 von ihnen leben in Graz), um Kompetenzen in Sprache, Kultur und Tradition zu erlangen. „Wir fassten in unserer Niederländer-Gruppe schon vor Ankelien van den Brink (l., Schulleiterin Oberstufe) und Deirdre List (Unterstufe) werden unterrichten. Tieleman (kl. B.) freut sich auf den Start. KK (2) vier Jahren die Organisierung einer eigenen Schule für unsere Kinder ins Auge. Jetzt geht es endlich los. Die Kinder werden von zwei Lehrerinnen in zwei Gruppen unterrichtet“, erklärt Vincent Tieleman, Vorstandsvorsitzender der steirischen Niederländer-Gruppe, die sich über Facebook auch unter dem Namen „Steirerdutchies“ organisiert. „Wir orientieren uns dabei am Schulsystem unserer Heimat, daher können schon Vierjährige bei uns die Schule besuchen. Die Ältesten sind 14 Jahre alt.“ Die Schule wird vom niederländischen Staat gefördert, daher sind auch die Leistungsnachweise gegenüber diesem zu erbringen. „Geprüft wird je einmal am Beginn und am Ende des Schuljahrs.“ Ziel ist es, die Kinder auf die Sprachkompetenz gleichaltriger Niederländer zu bringen. Neben der Sprache in Wort und Schrift legt man auch viel Wert auf die Vermittlung der Landeskultur. „Wir feiern jährlich ‚Koningsdag‘, den Nationalfeiertag, oder Sinterclaas in der Weihnachtszeit. Diese Feste feiern wir schon seit Jahren in unserer Niederländer-Gruppe. Auch Schulfeste aus der Heimat, wie der ‚Lesetag‘, werden wir begehen. Da bekommen wir extra Bücher aus den Niederlanden geliefert“, sagt Tieleman. „In Sachen Sportunterricht werden wir Eislaufen gehen, eine Volkssportart.“ In Zukunft können sich auch Erwachsene an Tieleman und Co (Kontakt: www.nederlandseschool.at) wenden, wenn sie Niederländisch lernen wollen. Tipp zum Üben vorab: Kommenden Mittwoch werden hunderte von Tielemans Landsleuten in Graz sein. Die Fans von Ajax Amsterdam begleiten ihr Team zum Spiel gegen den SK Sturm. Nach der Ausmessung wurde das erste „30er“- Schild bereits montiert. KK (2) „Raserhölle“ entschärft! ■■ So schnell kann’s gehen! Die Geschichte über die verkehrsgeplagten Anrainer am Messendorfberg in unserer letzten Ausgabe hat für selbige positive Folgen. „Endlich!“, wie Angelika Kobath, selbst Anrainerin, betont. „Es kommen sechs neue Tempo-30-Tafeln: drei gen Norden, drei gen Süden. Zwei neue Rechts-Vorrang-Schilder, etwa bei der Kreuzung Moosbrunnweg/Messendorfberg.“ Die Bewohner bedanken sich auch bei den Verantwortlichen, die auf den Artikel hin nun reagiert haben, wie dem Straßenamt. „Am 12. September wird es sogar eine eigene Begehung mit Verkehrsstadträtin Elke Kahr geben“, ergänzt Nachbarin Claudia Lichtenegger. Rechtzeitig zum Schulstart. Denn besondere Sorge macht man sich am Messendorfberg nach wie vor um die jüngsten Anrainer. „Daher hoffen wir nun weiters auf Schritttempo an den Gefahrenstellen bzw. auf die Errichtung von Aufpflasterungen entlang der Straße.“ Ziel aller: „Der Grüngürtel im Bereich unseres Messendorfbergs soll qualitativ hochwertiger Wohnraum sein.“ PHIL

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