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29. August 2021

- Klettersteig auf den Schloßberg geplant - Stadt Graz erobert und rettet Ruine Gösting - Baupreise erschweren Kindergarten- und Schulausbau in GU - Demonstration gegen ÖBB-Lärm in Gösting - Die Grazer Spitzenkandidaten im Sozial-Check

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28 eco www.grazer.at 29. AUGUST 2021 Arbeit in der Industrie: Beste In der steirischen Industrie entstanden in den letzten zehn Jahren insgesamt 13.437 neue Arbeitsplätze. GETTY SUPER. Über 30 Prozent der steirischen Arbeitsplätze liegen im Produktionssektor. Die Jobchancen sind gut, viele Firmen suchen neue Arbeitskräfte. In der steirischen Industrie arbeiteten im Jahr 2020 116.086 unselbstständig beschäftigte Personen. Im Produktionssektor (Industrie inklusive Bau) waren es rund 154.000. Damit waren über 30 Prozent der steirischen Arbeitsplätze im Produktionssektor beheimatet. Die Jobchancen in der Branche sind sehr aussichtsreich: In den letzten zehn Jahren sind in der steirischen Industrie 13.437 neue Arbeitsplätze entstanden. Im Produktionssektor sogar 17.830. So-

29. AUGUST 2021 www.grazer.at eco 29 Aussichten für die Zukunft mit ist jede dritte neu geschaffene Stelle in der Steiermark eine in der Produktion. Außerdem kommen noch fast 15.000 Leiharbeitsstellen hinzu, die vorwiegend im Bereich der Produktion liegen. Gutes Gehalt Angestellte in der Industrie verdienen sehr gut: Im Jahr 2019 betrug das mittlere steirische Bruttoeinkommen 2698 Euro pro Monat. Die höchsten Bruttomedianeinkommen gab es in den von der Industrie geprägten Bezirken Bruck- Mürzzuschlag (3075 Euro) und Leoben (2932 Euro). „Dieser Zusammenhang zwischen hohem Industrieanteil in der Beschäftigung und hohem Einkommen ist Beleg für die guten Einkommen, die von den Mitarbeitern der Industrie erzielt werden“, erklärt Gernot Pagger, Geschäftsführer der steirischen Industriellenvereinigung. Außerdem gibt es in der Industrie einen hohen Anteil an Vollzeitstellen. Auch Lehrlinge profitieren bereits in ihrer Ausbildungszeit von der guten Bezahlung in der Industrie: In manchen Branchen verdienen Lehrlinge im vierten Lehrjahr schon über 1800 Euro im Monat. Arbeit mit Zukunft Die steirische Industrie hat auch gute Aussichten für die Zukunft: „Digitalisierung und neue Arbeitsplätze sind kein Widerspruch. Unsere Statistiken zeigen, dass gerade Unternehmen, die auf Hightech und Digitalisierung setzen, auch nach zusätzlichen Arbeitskräften nachfragen. Digitalisierung und Automatisierung sind Impuls und nicht Bremsklotz für den Arbeitsmarkt“, sagt Gernot Pagger. Was sich in Zukunft auf jeden Fall ändern wird, sind die Qualifikationsanforderungen an Menschen, die in der Industrie tätig sind. Die „klassischen Fähigkeiten“ für fachliche Kompetenzen in der jeweiligen Branche sowie persönliche und soziale Kompetenzen sind die Basis und werden das auch bleiben. Hinzu kommen vor allem „digital skills“ und damit verbundene Kompetenzen im Bereich Data Science, Cyber Security, Cloud Computing, Software Engineering, Robotik sowie Elektronik und Mechatronik. Digitale Kompetenzen werden in der Industrie immer wichtiger. GETTY

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