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29. April 2021

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- KAGes zieht nach einem Jahr Corona Bilanz: 1230 Tote in der Steiermark - 156 Millionen Kilo Müll in Graz - Mehr grün für Spor- und Hofgasse - April-Gemeinderat: Was heute in Graz alles beschlossen wurde

2 graz www.grazer.at

2 graz www.grazer.at 29. APRIL 2021 Die Corona-Zahlen in Graz sind seit gestern wieder abgesunken. GETTY Corona-Zahlen in Graz und GU ■ Die Grazer Corona-Zahlen sind seit gestern weiter gesunken. Die Sieben-Tages-Inzidenz liegt aktuell bei 172,8 Fällen pro 100.000 Einwohnern (gestern: 186,9) – 140,3 in Graz-Umgebung. Der Steiermark-Durchschnitt beträgt 168,8. Das höchste Infektionsgeschehen hat der Bezirk Voitsberg mit 258,6 – das niedrigste Bruck-Mürzzuschlag mit 90,2. Bisher sind 288 Menschen in Graz im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben, in Graz-Umgebung sind es 240. Die Landesräte Hans Seitinger und Barbara Eibinger-Miedl. MARIJA KANIZAJ Investition in den Klimaschutz ■ Die Landesregierung um wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl und Wohnbaulandesrat Hans Seitinger hat heute eine Sonderförderung für die thermische Sanierung von Mietwohnungen im Eigentum gemeinnütziger Bauvereinigungen beschlossen. Ingesamt werden dafür acht Millionen Euro in die Hand genommen, Förderanträge können bei der SFG gestellt werden. Die Maßnahme soll den Klimaschutz vorantreiben und ein Konjunkturimpuls für die heimische Bauwirtschaft sein. Ein Jahr nach Beginn der Corona Pandemie zieht die KAGes Bilanz. So mussten in der Steiermark insgesamt rund 4400 Patienten stationär behandelt werden, 568 davon intensivmedizinisch. 1230 Menschen starben daran. KANIZAJ KAGes zieht Bilanz JAHRESTAG. Die KAGes zieht nach einem Jahr Corona Bilanz. Dabei kam heraus, dass rund 4400 Patienten, die an Corona erkrankt waren in der Steiermark stationär behandelt werden mussten. Es gab über 1000 Todesfälle. Von Nina Wiesmüller nina.wiesmueller@grazer.at Die steirische Krankenanstaltengesellschaft KAGes zog nun über ein Jahr nach Beginn der Corona–Pandemie Bilanz. Im Konkreten ging es dabei um die Behandlungserfordernisse in den steirischen Landeskrankenhäusern von Anfang März 2020 bis Ende März des laufenden Jahres. Hierbei konnten einigen spannende Rückschlüsse gezogen werden. Demnach mussten in diesem Zeitraum 4399 Patienten stationär wegen COVID behandelt werden. Nicht eingerechnet sind bei diesen Zahlen Infizierte, die hauptsächlich wegen anderer Erkrankungen der Spitalsbehandlung bedurften. Interessant ist die Verteilung der Patienten: So trug das LKH Graz II, welches ja der absolute Corona- Hotspot war, natürlich auch die Hauptlast. Immerhin ein Viertel aller steirischen Patienten wurde hier versorgt. Danach folgt das LKH Hochsteiermark, welches 560 behandelt hatte, gefolgt von dem LKH Murtal und dem LKH- Universitätsklinikum Graz, die jeweils rund 430 COVID–Kranke versorgten. 68 Kinder behandelt Immerhin 68 Kinder und Jugendliche bis zum Alter von 18 Jahren mussten in steirischen Krankenhäusern aufgrund von Corona stationär behandelt werden. Ansonsten birgt die statistische Auswertung nach Altersgruppen wenig Überraschungen. Laut dieser war knapp ein Drittel zwischen 80 und 89 Jahren alt, ein Viertel zwischen 70 und 79 Jahren. Weitere 14 Prozent entfielen auf die Altersgruppe der 60 bis 69jährigen gefolgt von jeweils 11 bzw. 10 Prozent der über 90 Jahre alten Menschen und der 50 bis 59jährigen. Aber immer noch 187 Steirer zwischen 40 und 49 Jahren und 84 in ihren 30ern bedurften seit Beginn der Pandemie stationärer Behandlung. Exakt 568 Patienten mussten auf der Intensivstation behandelt werden. Viele Vorerkrankungen Rund drei Viertel, nämlich 73 Prozent aller stationär aufgenommen Patienten litten an einer Vorerkrankung wie Adipositas, Bluthochdruck, Diabetes und/ oder Herzschwäche. In der Steiermark starben 1230 Menschen, die mit dem Corona–Virus infiziert waren. Die KAGes weist in diesem Zusammenhang jedoch ausdrücklich darauf hin, dass hier alle Patienten erfasst sind, die zum Zeitpunkt ihres Todes infiziert waren und nicht – wie zuvor – nur jene mit der Hauptdiagnose COVID.

29. APRIL 2021 www.grazer.at graz 3 156 Millionen Kilo Müll in Graz SAUBER. Die Klagen über den Müll in Graz nehmen zu. Der Grazer Albin Sampel ruft mit seiner Aktion „Thirty Dirty“ an jedem 30. im Monat zum Müllsammel-Spaziergang auf. Morgen ist die Premiere. Von Fabian Kleindienst fabian.kleindienst@grazer.at Der Müll in Graz nimmt immer weiter zu. Über 156 Millionen Kilogramm fallen im Jahr an – und nicht zuletzt im Zuge der Corona-Krise wird vieles davon nach draußen getragen. Müllberge im Stadtpark, verdreckte Murauen – das Thema regt aktuell wieder auf. Albin Sampel will die Grazer Naturflächen vom Müll befreien. Dafür hat er sich nun die monatliche Spazierserie „Thirty Dirty“ ausgedacht. KK Der Grazer Kulturvermittler Albin Sampel hat sich nun die Aktion „Thirty Dirty“ überlegt und sagt dem Müll in der Natur damit den Kampf an. Die Idee ist simpel: An jedem 30. eines Monats soll bei einem gemeinsamen Spaziergang für mindestens 30 Minuten Müll gesammelt werden. Der Startschuss fällt morgen um 17 Uhr beim Kalvarienberg, gesammelt wird direkt an der Mur. „Mir waren Mültrennung, Recycling und Müllvermeidung schon immer wichtig – und das Wortspiel Thirty Dirty ist mir schon länger im Kopf herumgegeistert“, erzählt Albin. Nun hat er sich entschlossen, es durchzuziehen. „Gedacht ist das Ganze als achtsamer Spaziergang, bei dem der Blick bewusst am Ufer hin und her wandert und Bewusstsein dafür entsteht, was für ein spannender Lebensraum ein Flussufer ist“, erklärt der Initiator. Dementsprechend wird auch der soziale und informative Austausch beim Spaziergang eine große Rolle spielen. Ein Biologie wird beispielsweise über den Lebensraum an der Mur informieren, aber jeder kann etwas beitragen. Vom regen Zuspruch auf den sozialen Netzwerken ist Albin trotz allem überrascht: „Das hätte ich mir nicht gedacht, es haben sich auch schon Organisationen gemeldet, die gerne Kooperationspartner wären.“ Gut für Kurzentschlossene: Müllsäcke und biologisch abbaubare Einweghandschuhe bringt Albin mit. Und im Mai soll schon der nächste Spaziergang gegen den Müll stattfinden – über den Ort wird noch diskutiert. Mehr grün für Spor- und Hofgasse FRÜHLINGSERWACHEN. Mitte Februar haben die Arbeiten zur Aufwertung der Sporgasse begonnen. Jetzt wurden die ersten Bäume in der Fußgängerzone gesetzt, Bänke und Poller folgen bald. Die Sporgasse entpuppt sich als gutes Pflaster, damit hier Bäume künftig gut verwurzelt sind. Mit der Bepflanzung der Sporgasse setzt die Stadt ein Zeichen für die Begrünung mit gewissen Extras inmitten des Grazer Weltkulturerbes. „Mit den sieben Scharlachkirschen – fünf in der Sporgasse und zwei in der Hofgasse – bringen wir noch mehr Grün in die Innenstadt“, freut sich Bürgermeister Siegfried Nagl über diesen Zuwachs. Die im Herbst neu eröffnete Fußgängerzone in der Schmiedgasse sei bei der Bevölkerung bereits sehr beliebt. Mitte Februar hatten die Arbeiten begonnen, um die Spor- gasse auf den neuesten Stand zu bringen. „Mit dem Zweck“, so Stadtbaudirektor Bertram Werle, „eine kontrollierte Zufahrt zur Fußgängerzone zu ermöglichen und somit für mehr Ordnung zu sorgen. In den nächsten Wochen werden zum gemütlichen Rasten noch Sitzbänke aus Lärchenholz montiert.“ In Arbeit sind gerade die Polleranlagen in Sporgasse und Hofgasse, von denen vier beweglich und fünf fix sind. Das Projekt ist eine Zusammenarbeit von Stadtplanung, der Abteilung für Grünraum-und Gewässer und dem Straßenamt unter der Projektleitung der Stadtbaudirektion. Mehr auf graz.at. Bürgermeister Siegfried Nagl (r.) und Stadtbaudirektor Bertram Werle freuen sich über den Baumzuwachs in Spor- und Hofgasse. STADT GRAZ/FISCHER NACHRICHTEN AUS DEM RATHAUS ENTGELTLICHE KOOPERATION

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