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29. April 2018

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- Girardihaus: Keine Rettung in Sicht - Sozialamt: 20.000 Fälle für die neue Infostelle - Vize-Landeshauptmann Schickhofer ruft zum Cola-Boykott - Neue Straße für Puntigam - WK-Präsident Josef Herk und AK-Präsident Josef Pesserl im Interview - Vor Denkmalschutz: Seltener Baum in Graz gefällt - Nachbarschaftsterror: Bässe bringen Anrainer um den Schlaf - Designmonat - Lendwirbel

graz 4

graz 4 redaktion@grazer.at & 0316 / 23 21 10 Wenn wir die Unfallkrankenhäuser übernehmen, muss auch das Geld dafür mitwandern.“ Landesrat Christopher Drexler fordert vom Bund Geld, falls das Land die UKHs von der AUVA „erbt“. PACHERNEGG www.grazer.at 29. APRIL 2018 Girardihaus: Keine LH Hermann Schützenhöfer (l.) mit Kanzler Sebastian Kurz LAND STMK/FRANKL Kurz-Besuch in der Grazer Burg ■■ Bundeskanzler Sebastian Kurz war am Donnerstag bei Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer in der Grazer Burg zu Gast. Im Gespräch mit Schützenhöfer ging es unter anderem um die positive wirtschaftliche Entwicklung der Steiermark und die steirischen Reformen der letzten Jahre. „Der steirische Reformkurs dient bei unseren Vorhaben als gutes Beispiel“, sah Kurz die Steirer als bundesweites Vorbild. B. Papousek, W. Knaus und W. Ressi (alle Energie Graz) mit C. Purrer (v. l.) Ausgezeichnete Klimaprojekte ■■ Zum 17. Mal wurde am Mittwoch in der Alten Universität in Graz der Landesumweltpreis „Energy Globe Styria Award“ vergeben. Umweltlandesrat Anton Lang und Energie-Steiermark-Vorstand Christian Purrer überreichten die Auszeichnungen an steirische Initiativen, die sich für den Klimaschutz einsetzen. Einen Preis gab es unter anderem für das solare Speicherprojekt „Helios“ das von der Energie Graz eingereicht wurde. WERNER KRUG Das Girardi-Haus, einst ein Juwel der Leonhardstraße, heute ein Schandfleck mitten in der Grazer Innenstadt. derGrazer Und was würden Sie retten? „Definitiv die Bienen, weil sie so eine wichtige Rolle in unserem Ökosystem spielen.“ Christina Niederl, 21, Studentin „Ich bin immer für meine Familie da und würde sie, egal was passiert, auch immer retten!“ Hardy Macher, 60, Büroangestellter „Buchsbaumzünsler! Denn meiner Meinung nach hat jedes Tier ein Recht auf Leben.“ Julia Fliesser, 27, Studentin Blitzumfrage „Würde meinem Sohn etwas zustoßen, würde ich wirklich alles dafür tun, ihn zu retten!“ Andreas Weiler, 42, IT-Techniker ? LUEF ALLE FOTOS: DER GRAZER „Ich würde die Menschheit retten! Denn in der heutigen Zeit herrscht traurigerweise die Gewalt.“ Sandra Solderer, 35, arbeitslos

29. APRIL 2018 www.grazer.at graz 5 ➜ TOP THINKSTOCK, HOLDING GRAZ Aus für „Bienen-Killer“ Da freuen sich auch Grazer Bienen: Die EU verbietet europaweit drei als „Bienen-Killer“ geltende Pestizide. Farce um längere Bims Seit Jahren eiert die Stadt herum, Bims mit Mittelteilen zu verlängern. Die Zeit drängt, da der Hersteller viele andere Aufträge hat. FLOP ➜ Rettung in Sicht! Kurz gefragt … KURIOS. Am 20. April jährte sich der Todestag von Schauspiel- Legende Alexander Girardi zum 100. Mal. Und genau jetzt kommt für sein Geburtshaus in Graz das Todesurteil! Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Bauer Group in Voitsberg, Otto Roiss, scheint mit der Stadt Graz zu keiner Lösung zu kommen. Roiss: „Mit mir hat konkret auch noch niemand geredet. Ich weiß selbst nicht, was mit dem Objekt geschehen wird.“ Bei der Stadt Graz sieht man das anders, bereits 2015 hätte es Ankaufsverhandlungen mit Roiss gegeben, und dieser war nicht bereit, das Haus an die Stadt zu verkaufen. Vieles deutet darauf hin, dass der Eigentümer auf eine Abbruchgenehmigung wartet. Und die kann schneller kom- Dem denkmalgeschützten „Girardi“-Haus in der Grazer Leonhardstraße 28 kann man zur Zeit beim Verfallen zuschauen. Alle Rettungsversuche des kultigen Gebäudes sind in den letzten Jahren ins Leere gegangen. Traurigerweise könnte somit der 100. Todestag des Grazer Schauspielers Alexander Girardi zum Todesjahr seines Geburtshauses, in dem er 1850 auf die Welt kam, werden. Der derzeitige Besitzer des Hauses, der Geschäftsführer der international erfolgreichen Charta von Granada ■■Charta von 1985: In diesem „Abkommen zum Schutz baugeschichtlichen Erbes Europas“ ist die „unbedingte Erhaltungspflicht“ des Eigentümers, die bei Vernachlässigung des Denkmals bis zur Enteignung führen kann (finanzielle Entschädigung für den Eigentümer), festgelegt. ■■Österreich hat die Charta mit sechs weiteren Staaten nicht ratifiziert. men als die Retter denken. Altstadtschützer Peter Laukhardt: „Ein Abbruchantrag wegen Gefahr im Verzug oder wegen wirtschaftlicher Unzumutbarkeit der Sanierung kann in kürzester Zeit hergestellt werden. Ein Starkregen oder Sandler, die im Haus leben, würden die Gefahr im Verzug beschleunigen. Und, da Österreich die Charta von Granada, die Enteignungen von denkmalgeschützen Gebäuden ermöglicht, nicht unterzeichnet hat, gibt es keine Möglichkeit, den Eigentümer zu einer Sanierung zu zwingen.“ Die Stadt will jedenfalls hier nicht viel Geld investieren müssen. Stadtrat Günter Riegler: „Eine staatliche Bezuschussung eines privaten Immobilienprojektes kann keinesfalls das Ziel sein.“ Übrigens, 1896/97, als das überdimensionale Eckhaus Leonhardstraße 30 gebaut wurde, hätte aus dem Girardi-Haus auch so ein „Hochhaus“ werden sollen, doch der Schauspieler konnte den Abbruch seines Geburtshauses verhindern. ... Günter Riegler 1 Warum kauft die Stadt das Girardihaus nicht ? Riegler: Ein Ankauf kann nur dann sinnvoll sein, wenn das Gebäude einer ertragswirksamen Nachnutzung zugeführt werden kann und der Kaufpreis dem desolaten Zustand und dem Aufwand der Renovierung entspricht. 2 Wäre ein Museum für Girardi und Robert Stolz eine sinnvolle Nachnutzung? Riegler: Derzeit laufen Planungen ein Robert-Stolz-Museum im Areal der gleichnamigen Seniorenresidenz zu errichten. 3 Soll der Staat denkmalgeschützte Objekte enteignen dürfen? Riegler: Die derzeitige Gesetzeslage erscheint mir ausreichend. Der Denkmalschutz ist die ideale Schutzmaßnahme.

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