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29. April 2018

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viva mode • reise • gesundheit • wellness redaktion@grazer.at & 0 316 / 23 21 10 34 www.grazer.at 29. APRIL 2018 In Wahrheit droht die Zerschlagung eines der besten Systeme der Welt, es drohen Selbstbehalte und eine Privatisierungswelle.“ STGKK-Chef Josef Harb glaubt, dass die Reformpläne der Bundesregierung Folgen fürs Gesundheitssystem haben. STGKK Daryousch Parvizi (l.) mit Marketing-Experte Herwig ErlacherCONNY PAIL Praxiseröffnung ■■ Der plastische Chirurg Daryousch Parvizi hat am Donnerstag seine neue Praxis in Graz eröffnet. Die Räumlichkeiten befinden sich in der Opernpraxis am Kaiser-Josef-Platz. Hier bietet Parvizi verschiedenste chirurgische Schönheitsbehandlungen an, unter anderem Botoxbehandlungen und Eigenfettunterspritzungen. Als einziger plastischer Chirurg Österreichs führt Parvizi auch Nasenkorrekturen nach der Piezo-Methode durch. e-Medikation: Jetzt geht es los Welche Arzneimittel ein Patient einnimmt, können Ärzte und Apotheker anhand der e-Medikationsliste erkennen. THINKSTOCK

29. APRIL 2018 www.grazer.at viva 35 ➜ IN THINKSTOCK (2) In Bewegung bleiben Ob laufen, radeln, klettern oder schwimmen: Sportliche Aktivitäten halten Körper und Geist fit. Langes Sitzen Eine neue Studie zeigt: Schon Kinder sitzen zuviel vor PC und TV und riskieren Diabetes- und Herz-Erkrankungen. OUT ➜ NEU. Im Mai startet steiermarkweit die e-Medikation. Sie soll gefährliche Arznei-Cocktails verhindern – indem Ärzte, Apotheker und Patienten einen besseren Überblick über verordnete Medikamente bekommen. Wer mehrere Medikamente gleichzeitig nehmen muss, kann leicht den Überblick verlieren. Im schlimmsten Fall kann das aber gefährlich sein, denn manche Wirkstoffe harmonieren überhaupt nicht miteinander. Das gilt nicht nur für rezeptpflichtige Arzneimittel – auch bei rezeptfreien Produkten kann es zu Wechselwirkungen kommen. Besonders betrifft diese Problematik ältere und chronisch kranke Menschen, die oft eine Vielzahl von Medikamenten, die von verschiedenen Ärzten verschrieben wurden, einnehmen müssen. Doch sogar Kinder sind nicht vor unerwünschten Arzneimittelwirkungen gefeit: Da reicht schon ein harmloser Hustensaft, der sich mit einem Antibiotikum nicht verträgt. Solche mitunter gefährlichen Wechselwirkungen sollen bald weitestgehend vermieden werden – dank der neuen e-Medikation, einer Funktion der elektronischen Gesundheitsakte ELGA. Die e-Medikation werde die Sicherheit bei der Einnahme von Medikamenten deutlich erhöhen, erklärt Bernadette Matiz vom Gesundheitsfonds Steiermark. Starten wird das neue System demnächst flächendeckend in der gesamten Steiermark – ab 10. Mai wird die e-Medikation in Apotheken, bei niedergelassenen Ärzten, Krankenhäusern und anderen Gesundheitseinrichtungen zum Pflichtprogramm gehören. Das neue System soll Patienten, Ärzten, Spitälern und Apotheken einen aktuellen Überblick über verordnete und in Apotheken an Pa- tienten abgegebene Medikamente ermöglichen. Als „Schlüssel“ für die ELGA- und e-Medikationsdaten dient die e-card, auf der Karte selbst werden jedoch keine ELGA-Daten gespeichert. Behandelnde Ärzte können die elektronisch gespeicherte Medikamentenliste ihrer Patienten abrufen, anhand dieser Liste neue Rezepte auf unerwünschte Wechselwirkungen prüfen und die neu verordneten Medikamente in der e-Medikationsliste speichern. Der Patient erhält vom Arzt anschließend ein Rezept mit einem speziellen Code für e-Medikation. „Der Apotheker liest dann diesen Code auf dem Rezept ein“, erläutert Matiz. Sobald das geschehen ist, taucht das verordnete Arzneimittel in der e-Medikationsliste auf. Wenn in der Apotheke die e-card des Patienten ins Lesegerät gesteckt wird, kann der Apotheker ebenfalls die e-Medikationsliste einsehen. Dadurch können weitere, rezeptfreie Medikamente auf Wechselwirkungen überprüft und in die e-Medikationsliste eingetragen werden. Bürger haben Einblick Doch nicht nur Ärzte und Apotheker haben Einblick in die Patientendaten. Über das ELGA-Portal unter www.gesundheit.gv.at können auch die Bürger selbst ihre eigenen ELGA-Gesundheitsdaten (Befunde, Medikationsliste) einsehen. Voraussetzung dafür ist eine Handysignatur oder Bürgerkarte. Wer keinen Internetzugang hat, kann sich an die ELGA-Ombudsstelle bei der steirischen Patientenanwaltschaft wenden. DAW

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