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28. Oktober 2018

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- Alarm im Innenministerium: In Graz fehlen 130 Polizisten - Graz ist auch heuer Feinstaub-Hauptstadt - Radgipfel rollt in der Murstadt an - Forschungsprojekt: So sprechen die Grazer - Neueröffnungen in Graz: Vintage-Laden, Tattoo-Studio, Greislerei - Grazer Roncalli-Clown in Tim-Burton-Film

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8 graz www.grazer.at 28. OKTOBER 2018 Radgipfel rollt IM SATTEL. 2019 findet in Graz ein großer Radgipfel statt. Dessen Ziel ist die Förderung des Radelns. Praktisch für die „Tschick“-Pause am Schulhof: Diese Kaugummi- Zigaretten kann man in Liebenau kaufen. Scherer ist alarmiert. KK, LUEF Kaugummi-Tschick: Krebshilfe ist verärgert KRITIK. Der Umstand, dass man in Graz Kaugummi-Zigaretten kaufen kann, sorgt für heftige Kritik. Von Daniel Windisch daniel.windisch@grazer.at Graz wird im kommenden Jahr zum Schauplatz für ein großes nationales Gipfeltreffen. Von 27. bis 29. Mai 2019 findet nämlich der 12. österreichische Radgipfel in der Murstadt statt. Bis zu 300 Teilnehmer aus ganz Österreich werden zu dieser Großveranstaltung in Graz erwartet. Seit 2007 findet jährlich der Radgipfel statt, jeweils in einer anderen Gemeinde – heuer war die Stadt Salzburg an der Reihe. Der Radgipfel gilt unter Experten als die wichtigste einschlägige Veranstaltung zur Förderung des Radfahrens im Alltag. Und da Graz über viele Radfahrer verfügt und sich selbst vorgenommen hat, die sanften Mobilitätsformen wie das Radeln zu fördern, haben sich die Stadtverantwortlichen um Bürgermeister Siegfried Nagl bemüht, den Radgipfel nach Graz zu lotsen. Mit Erfolg: Die Murmetropole hat sich – gemeinsam mit dem Land Steiermark – im Frühjahr um die Abhaltung des Radgipfels 2019 beworben und unlängst den Zuschlag erhalten. Aus Grazer Sicht soll die Veranstaltung dazu genutzt werden, sich mit Verkehrsexperten auszutauschen, aber auch dazu, dem Radverkehr in Graz ein noch besseres Image zu verpassen. Außerdem soll der Radgipfel nach Überlegungen der Stadt ein Anreiz sein, sowohl in innovative Radprojekte als auch in neue Radinfrastruktur (Radwege etc.) zu investieren. Von Philipp Braunegger philipp.braunegger@grazer.at Dass mit solchen Produkten eine Strategie verfolgt wird, nämlich Menschen so früh wie möglich fürs Rauchen zu begeistern, ist eindeutig! Dass man so aber auch in Graz vorgeht, macht die Sache umso ärgerlicher“, ärgert sich Christian Scherer, Geschäftsführer der Steirischen Krebshilfe, über den Umstand, dass man in Graz wieder oder immer noch Kaugummi-Zigaretten erwerben kann. Aktuell ist dies nämlich bei „Nanu- Nana“ im Murpark, wo man u.a. Geschenksartikel bekommt. Statt „Marlboro“, „Memphis“ oder „Gauloises“ gibt’s „Baron“, „Race runner“ oder „Paradise“, und an der Stelle, wo bei normalen Tschick-Packerln die Gesundheitsgefährdung angegeben ist, steht hier im schwarzen Rahmen: „Blase in den Kaugummi-Stick und schau, was passiert.“ Darüber kann Scherer, wie eingangs erwähnt, nicht lachen. „Aus Sicht der Tabak- Industrie ist das ideal. Ohne hier jeman- dem etwas unterstellen zu wollen, aber unrecht wird es den Zigaretten-Herstellern sicher nicht sein, dass es so was gibt.“ Und weiter: „Konditionierung auf dieser spielerischen Ebene ist am gefährlichsten, da man im Kindesalter ja gewisse Dinge noch nicht so genau hinterfragt und es nach wie vor genug vermeintliche Vorbilder in den Medien gibt, wo Rauchen cool ist.“ Hauptproblem: „Bemühungen mit Aufklärungskampagnen in Schulen etc. werden so konterkariert!“ Grundproblem: Als man sich 2013 im EU- Gremium beim Erstellen der Tabakrichtlinie nicht darauf einigen konnte, welche Produkte mitaufgenommen werden sollten, rutschten Kaugummi- Zigaretten (und solche aus Schokolade) durch. Das EU- Parlament wollte nämlich auch sie nicht mehr zulassen. Im Text, verlautbart von der EU-Kommission, fehlte dieser Teil. Aber: Jedes EU-Land kann selbst ein Verbot aussprechen. Scherer: „Was uns bleibt, ist, die Forcierung einer rauchfreien Gesellschaft weiter zu verstärken. Vor allem bei Kindern.“ Das Gartensalettl wird von Ortweinschülern demontiert und hergerichtet. Planänderung für Salettl ■■ Ein historisches Gartensalettl wurde heuer vor dem Abriss gerettet (wir haben am 15. April darüber berichtet). Nun gab es aber Verzögerungen um den Erhalt des kleinen Häuschens in einem Innenhof in der Jakoministraße 21. Ursprünglich hätte die Gebäude- und Baumanagement GmbH (GBG) für das Demontieren, Restaurieren und Wiederaufstellen verantwortlich sein sollen. „Allerdings ist die GBG jetzt eine Dienstleistungs GmbH und für solche Anliegen nicht mehr zuständig“, so der Bezirksvorsteher von Jakomini, Klaus Strobl. Er hat weiterhin nach Lösungen gesucht, um das Salettl zu retten. „Dank Wetzelsdorfs Bezirksvorsteher Peter Sauermoser wurden wir auf die Ortweinschule, die immer wieder Projekte macht, aufmerksam“, freut sich Strobl. Die Schüler der Ortweinschule werden bis Jänner das Salettl demontieren und danach restaurieren. Das Gartensalettl soll weiterhin im Augartenpark aufgestellt werden. VALI VEREIN CAFÉ JAKOMINI

28. OKTOBER 2018 www.grazer.at graz 9 in der Murstadt an Graz (hier der Stadtpark) gilt als Stadt der Radfahrer, die Stadtverantwortlichen um Bürgermeister Siegfried Nagl (kl. Bild) wollen das Radeln aber noch weiter fördern. Dazu soll auch der Radgipfel beitragen. GRAZ TOURISMUS/SCHIFFER, LUEF Alina Kolar im Londoner Kulturinstitut mit der Straßenzeitung KK London: Grazerin kuratiert Schau ■■ Die Grazerin Alina Ana Kolar hat in London ihre erste Ausstellung kuratiert. Die Ausstellung mit dem Titel „100 Jahre Demokratie in Österreich“ wurde im Kulturinstitut in London präsentiert. Die 26-jährige Grazerin zeigt u.v.a. Werke von Catrin Bolt, Charlie Billingham, Eduard Freudmann, Markus Riedler, Guy Oliver. Der Ausstellung ist auch eine eigene Ausgabe der Straßenzeitschrift Arts of Working Class gewidmet.

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