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28. März 2021

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- Corona: der Jugend geht die Luft aus - GU-Gemeinden investieren in Millionenprojekte - Ärger über Klinik-Müll - Nagl ist längstdienender Bürgermeister - Regeln für das Osterfest - Café Wifi: Chancen der Digitalisierung

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graz 4 graz www.grazer.at 28. MÄRZ 2021 4 redaktion@grazer.at & 0316 / 23 21 10 Das wirft gar kein gutes Licht auf unsere Familienarbeit.“ Bischof Wilhelm Krautwaschl ist enttäuscht, dass der Vatikan gleichgeschlechtlichen Paaren keinen Segen zugesteht. CHRISTIAN JUNGWIRTH Untersuchung: Den Künftig können Ärzte auf übriggebliebene Dosen zugreifen. GETTY Plattform für Corona-Impfstoff ■ Die Steiermärkische Landesregierung hat am Donnerstag, 25. März, eine Impfstoff-Plattform beschlossen. Mithilfe dieser Plattform soll die vollständige Corona-Impfstoffverwertung in der Steiermark gewährleistet werden. Restmengen, die von einem Impfarzt kurzfristig nicht benötigt werden, können auf der neuen Plattform eingetragen werden – andere dann nutzen. Ich verstehe, dass sich besonders Kinder und Jugendliche mit der aktuellen Situation sehr schwertun. Man vermisst die Freunde und sogar den normalen Schulalltag. Gemeinsam mit der Bundesregierung versuchen wir die Gesundheit aller Menschen zu schützen und das Virus möglichst schnell einzudämmen. Auch wenn es manchmal schwerfällt: Bitte halten wir uns weiterhin an die Sicherheitsmaßnahmen.“ Kinder und Jugendliche sind zwar solidarisch, aber bereits sehr erschöpft aufgrund der Corona-Beschränkungen. GETTY derGrazer Blitzumfrage Was fehlt in der Corona-Krise am meisten? ? ALLE FOTOS: DER GRAZER Hermann Schützenhöfer, Landeshauptmann „Ich vermisse das Lächeln der Leute in der Straßenbahn. Jetzt schauen alle Menschen immer grantig.“ Aljoscha Trummer, 20, Künstler „Mir geht es ab, meine Oma zu umarmen, ohne dass wir beide Angst haben müssen. Das ist sehr schade.“ Kerstin Dicketmüller, 26, Krankenpflegerin „Mir fehlt es sehr, neue Leute kennenzulernen und es fehlt mir auch, mich mit Fremden auszutauschen.“ Roland Woitischek, 23, IT-Techniker „Ich vermisse die Spritzer in den Grazer Bausatzlokalen. Die habe ich früher sehr gerne getrunken.“ Laura Oberguggenberger, 21, Studentin „Hauptsächlich geht mir der gemeinsame Sport mit Freunden ab. Generell sehr viele soziale Kontakte.“ Florian Stadler, 25, Student

28. MÄRZ 2021 www.grazer.at graz 5 ➜ TOP Schutz für Hunde Die Stadt setzt Maßnahmen gegen Hundevergifter. Unter anderem wird eine Tierschutzstreife geschult. GETTY Schon neun Drogentote Im Jahr 2021 gibt es bereits neun Drogentote in Graz zu beklagen. Darunter auch zwei Jugendliche. GETTY FLOP ➜ Kindern geht die Luft aus ALARMIEREND. Studien von Stadt und Jugendkulturforschung zeigen: Jugendliche leiden extrem stark unter der Pandemie. Von Tobit Schweighofer tobit.schweighofer@grazer.at Seit mehr als einem Jahr hält uns Corona fest im Griff. Die damit einhergehenden Enschränkungen treffen gerade Kinder und Jugendliche sehr hart, da sie sich in einer wichtigen Lebensphase befinden. Schon seit Beginn der Coronakrise beschäftigt sich das österreichweit tätige Institut für Jugendkulturforschung mit den Auswirkungen der Pandemie auf Jugendliche und junge Erwachsene. Nun wurde eine Studie zum Thema Freizeit im Corona-Lockdown veröffentlicht, an der 400 Repräsentanten der Altersgruppe von elf bis 17 Jah- ren teilnahmen. Die Ergebnisse zeigen einen klaren Trend: Die Jugend ist solidarisch, aber inzwischen stark erschöpft. Sport als Antwort Laut Jugendfreizeitstudie beschäftigen sich Jugendliche im Corona-Lockdown oft mit sportlicher Betätigung. Rund 30 Prozent gaben an, in ihrer Freizeit am liebsten Sport und Bewegung zu machen. Ein ähnliches Bild zeichnet eine Grazer Umfrage. Jugendliche in den Jugendzentren finden es gut, dass sie nun wieder mehr draußen sein können und so auch der manchmal dicken Luft zuhause entkommen können. Den Puls der Zeit trifft damit das Grazer Sportjahr 2021. „Dass die Jugendlichen zum Sport finden, ist eine positive Sache in einer schwierigen Zeit. Das Sportjahr ist damit ein wichtiger Impuls genau zur richtigen Zeit. Unser Ziel ist es, attraktive Angebote für die Jugendlichen zu schaffen und sie nachhaltig für den Sport zu begeistern“, erklärt Jugend- und Sportstadtrat Kurt Hohensinner. Als liebste Beschäftigung der Jugendlichen folgen auf den Sport laut Umfrage Unternehmungen mit Freunden (14 Prozent), kreative Aktivitäten wie Musik, Malerei oder Handwerken (9 Prozent), Chillen (9 Prozent) und Computerspielen (7 Prozent). Einige Grazer Jugendliche klagen darüber, dass Home Schooling und Distance Learning extrem fordernd waren bzw. sind. Deshalb nutzen sie ihre Freizeit gezielt zur Entschleunigung. Denn 66 Prozent der Befragten geben in der Jugendfreizeitstudie an, gern einfach mal nichts zu tun und zu relaxen. Während 2019 nur 3 Prozent der Jugendlichen Chillen als ihre Lieblingsbeschäftigung angegeben haben, sind es nun 7 Prozent. Die Grazer Umfrage zeigt nämlich deutlich: Der Jugend gehen die Freizeitangebote ab. Auf die Frage, was sie brauchen würden, damit sich ihre aktuelle Situation bessert, bezogen sich Antworten häufig auf fehlende Freizeitgestaltungsmöglichkeiten. Freizeit-Aktivitäten ■ Sowohl in der Umfrage der Stadt Graz als auch in der Jugendfreizeitstudie erkennt man, dass soziale Kontakte für Jugendliche essenziell sind, wie die Antworten auf die Frage: „Was machst du in deiner Freizeit gerne?“ zeigen: ■ mit Freunden etwas gemeinsam unternehmen – 82 Prozent ■ einfach einmal nichts tun/ relaxen – 66 Prozent ■ mit der Familie Zeit verbringen – 62 Prozent ■ meinen Hobbys nachgehen – 59 Prozent ■ mit Freunden zusammensitzen und einfach nur tratschen – 55 Prozent ■ Sport oder Fitnesstraining machen – 41 Prozent ■ shoppen gehen – 35 Prozent ■ lesen – 29 Prozent ■ auf Partys gehen – 27 Prozent ■ mit Freunden gemeinsam kochen – 26 Prozent

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