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28. März 2021

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- Corona: der Jugend geht die Luft aus - GU-Gemeinden investieren in Millionenprojekte - Ärger über Klinik-Müll - Nagl ist längstdienender Bürgermeister - Regeln für das Osterfest - Café Wifi: Chancen der Digitalisierung

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28 eco graz www.grazer.at 28. MÄRZ 2021 Zu einem qualitativ hochwertigen Stadtteil gehört eine florierende und vielseitige Wirtschaft.“ Fabian Kleindienst Andrea Keimel, Leiterin der Wirtschaftsabteilung der Stadt, zur 28 fabian.kleindienst@grazer.at Mietförderung für Unternehmen in der Smart City. KERNASENKO „Die beste Zeit, um zu Für die Fruchtbrennerei Tinnauer regnete es Auszeichnungen. KK Steirer haben beste Brennerei ■ Die Fruchtbrennerei Tinnauer hat bei den World- Spirits Awards abgeräumt. Das steirische Familienunternehmen, das Franz Tinnauer gemeinsam mit Tochter Monika führt, wurde mit dem Titel „Distillery of the Year 2021 – Gold“ zur weltbesten Brennerei gekürt. Regelmäßig treffen sich über das Ideentriebwerk junge Menschen, um sich zu vernetzen. Aktuell online. WIMAIR.AT, IDEENTRIEBWERK Mit dem im November verabschiedeten Nachtragsbudget 2020 und dem Budget 2021 setzten wir in den für Kinder und Jugendliche so wichtigen Bereichen Bildung, Soziales und Sport finanzielle Schwerpunkte, indem wir die Günter Riegler, Finanzstadtrat jährlichen Teilbudgets signifikant erhöhten. So geben wir in der laufenden Gemeinderatsperiode allein im Bereich der Bildung rund 620 Mio. Euro für die Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen aus.“ Neue Förderungen NEU. Künftig unterstützt die Stadt Graz Unternehmen, die von Baustellen beeinträchtigt werden. Außerdem gibt es eine Mietförderung für Smart City. ■ Zwei neue Förderungen können seit vergangenem Freitag bei der Abteilung für Wirtschafts- und Tourismusentwicklung der Stadt Graz beantragt werden. Dazu zählt einerseits eine neue Baustellenförderung von bis zu 1500 Euro pro Unternehmen. „Es liegt in unserer Verantwortung als Stadt, die Infrastruktur zu erhalten und Mir ist es ein Anliegen, Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern aufzuzeigen, welche spannenden Berufschancen es in der Steiermark gibt. Wir tun dies in meinem Ressort beispielsweise, indem wir Schülerinnen und Schüler mit Unternehmen in den Regionen vernetzen und so Einblicke in die Barbara Eibinger-Miedl, Wirtschaftslandesrätin Arbeitswelt heimischer Betriebe ermöglichen.“ Unternehmen in Smart City können einen Mietzuschuss beantragen. KERNASENKO

28. MÄRZ 2021 www.grazer.at graz eco 29 ➜ TEURER GETTY (2), LUNGHAMMER, STADT GRAZ/FISCHER Zigaretten +3,6 % Rauchen lohnt sich noch etwas weniger als im Vorjahr. Zigaretten wurden nämlich etwas teurer. Mobiltelefonie -5,3 % In Zeiten körperlicher Abstandsregeln eine gute Nachricht: Mobiltelefonie wurde im Jahresvergleich billiger.. BILLIGER ➜ gründen, ist als junger Mensch“ TIPPS. Die Start-up- Szene boomt. Viele junge Menschen träumen von der Selbstständigkeit. Expertin Julia Schadinger gibt Tipps. Von Fabian Kleindienst fabian.kleindienst@grazer.at Eines der wichtigsten Dinge, in die junge Menschen investieren können, ist Persönlichkeitsentwicklung“, erzählt Julia Schadinger, Präsidentin des Grazer „Ideentriebwerks“, das es sich zum Ziel gemacht hat, die Start-up-Szene zu vernetzen. Schadinger selbst ist Gründerin des Unternehmens „Reeloq“ und weiß, wie man sich auf das Start-up-Leben vorbereitet. Klares Ziel „Man muss sein Ego überwinden“, rät sie. Egal, ob bei Produkten oder Dienstleistungen, man müsse immer nahe am Kunden arbeiten. „Und die werden nicht immer alles feiern, was man macht.“ Das bedeutet: „Man muss einerseits lernen, mit Kritik umzugehen, und andererseits so überzeugt von der Idee sein, dass man sich auch bis zu einem gewissen Grad unabhängig von der Meinung anderer macht.“ Klar ist, dass immer mehr Menschen den Weg in die Selbstständigkeit wagen – im Vorjahr waren es 1500 Grazer, mehr als 2019. „Man darf das Unternehmertum aber auch nicht glorifizieren. Es muss einem bewusst sein, dass es nicht nur Spaß, Abenteuer und der schnelle Weg zum Reichtum ist“, betont Scha dinger. Gleichzeitig zeigt sie sich froh, dass die Selbstständigkeit als mögliche Karriereoption immer sichtbarer wird: „Ich denke, als junger Mensch ist die beste Zeit, um zu gründen. Probieren würde ich es auf jeden Fall.“ Aber klar ist laut ihr: „Als Gründer muss man immer bereit sein, die Extrameile zu gehen.“ Weiß man, in welchen Bereich man gehen will, rät sie zu einem passenden Praktikum. Und wenn Julia Schadinger es schon eine konkrete Idee gibt? „Könnte man einen Business-Plan schreiben. Im schlimmsten Fall lernt man etwas und kann sich anschauen, was es für die Finanzierung braucht, wie es am Markt aussieht, ob es Konkurrenz gibt.“ Das Ideentriebwerk kann als erste Anlaufstelle dienen: „Das machen wir sehr oft, über Ideen sprechen, Feedback geben und hilfreiche Kontakte herstellen“, erzählt Schadinger. Denn: „Ein Netzwerk ist besonders wichtig.“ Dafür sind die vielen (Online-)Netzwerktreffen der Szene, wie sie das Ideentriebwerk veranstaltet, ratsam. Ein letzter Tipp: „Sucht euch Gründer- Vorbilder, schreibt ihnen, stellt ihnen Fragen. Die sind sehr offen und jeder gibt seine Erfahrungen gerne weiter!“ für Graz stetig zu verbessern. Von dazu nötigen Baustellen sind häufig kleine Handelsbetriebe und die Gastronomie massiv betroffen“, erklärt Bürgermeister und Wirtschaftsreferent Siegfried Nagl die Notwendigkeit der Maßnahme. Wer also mindestens zwei Wochen von Baustellen beeinträchtigt wird, kann künftig um Unterstützung ansuchen – unterstützt werden Betriebe mit maximal 50 Mitarbeitern. Die zweite neue Förderung betrifft den neuen Stadtteil „Smart City“. Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern, die sich hier ansiedeln wollen, können ab sofort für eine Mietförderung ansuchen, wie es auch schon bei den Reininghausgründen möglich ist. Fördernehmer erhalten drei Jahre lang einen degressiv gestalteten Mietzuschuss: 50 Prozent der Nettomietkosten im ersten Jahr, 40 Prozent im zweiten Jahr und 20 Prozent im dritten Jahr. Die Obergrenze beträgt 10.560 Euro pro Unternehmen. W I R T S C H A F T EcoNews fabian.kleindienst@grazer.at Jugend in Arbeit ■ Während der gesamte Arbeitsmarkt stark von der Krise betroffen ist, scheinen die Angebote für junge Menschen Früchte zu tragen: Laut aktuellsten AMS-Zahlen sind in Graz 170 Personen unter 19 Jahren arbeitslos – das sind immerhin 14 weniger als im Vorjahr. Anders sieht es schon in der Altersgruppe der 20- bis 24-Jährigen aus. Hier ist die Arbeitslosigkeit um 14,9 Prozent auf 1458 angewachsen. Der Rückgang bei der jüngsten Altersgruppe liegt interessanterweise vor allem an Frauen: Hier sind 22 weniger arbeitslos gemeldet als im Vorjahr, dafür acht zusätzliche junge Männer. In Graz-Umgebung ist es genau umgekehrt, aber auch hier gab es bei den unter 19-Jährigen einen leichten Rückgang. Gebrüder Weiss hat einen neuen Standort in Kalsdorf. GEBRÜDER WEISS / WOLFGANG CROCE Neuer Standort ■ Das Transport- und Logistikunternehmen Gebrüder Weiss hat in Kalsdorf einen neuen Standort eröffnet. Auf rund 70.000 Quadratmetern ist ein moderner Terminal entstanden, nach Investitionen von etwa 28 Millionen Euro ersetzt er nun die bisherige Logistikanlage in Graz. Dort waren die Kapazitätsgrenzen erreicht, wie Niederlassungsleiter Gerhard Haas erzählt: „Unsere 180 Mitarbeiter freuen sich darauf, die neuen infrastrukturellen Möglichkeiten auszuschöpfen.“ Insolvenzen sinken ■ Auch im ersten Quartal blieb die Zahl der Insolvenzen in der Steiermark niedrig. Das liegt laut René Jonke, Leiter des KSV1870 in Graz, an den künstlichen Eingriffen im Zuge der Hilfsmaßnahmen. Er warnt: „Je länger in finanzielle Schieflagen geratene Unternehmen künstlich am Leben gehalten werden, desto größer wird der gesamte volkswirtschaftliche Schaden sein.“ Irgendwann seien hier keine Sanierungen mehr möglich.

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