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28. März 2021

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24 graz www.grazer.at 28. MÄRZ 2021 S E R V I C E Leser Briefe redaktion@grazer.at Bischofsplatz regt auf Zum Bericht über den Architektenwettbewerb zur Neugestaltung des Tummelplatzes: Es ist fein, wenn sich Architekten mit dem Tummelplatz beschäftigen dürfen. Viel wichtiger wäre es aber, den angrenzenden Bischofsplatz zu bearbeiten, der derzeit völlig von Autos zugestellt ist – ein Schandfleck mitten in der Innenstadt. Karl Reiter, Graz * * * Schandfleck in Eggenberg Ein offenbar unbewohntes Haus in Eggenberg (Adresse Vinzenzgasse 19) verkommt leider immer mehr zur Müllhalde, siehe auch die mitgesandten Bilder. Das Strauchwerk wächst schon fast einen halben Meter auf den Gehsteig. Es wäre schön, wenn sich hier mal wer zuständig fühlen würde ... Christoph Laposa, Graz * * * Klimawandel bekämpfen Bezüglich Corona und der Diskussion um die Maßnahmen möchte ich folgende Frage aufwerfen: Was würde passieren, würden wir den Klimawandel, ohne Rücksicht auf Verluste, auch so energisch bekämpfen wie Corona? Verantwortungsvoll sind Menschen und Regierungen, die das Gesamte sehen und nicht nur die Toten und positiv Getesteten. Andreas Ostermeier, Feldbach * * * Zu lange E-Bus-Tests Zum Bericht über E-Bus-Testfahrten der Holding Graz: Ich dachte, ich trau meinen Augen nicht, dass Graz noch immer nicht weiter ist bei der Buselektrifizierung. Habe vor Jahren die Kondensatortechnik verfolgt und dachte, das ist die Zukunft. Leider hat dann wieder wer ein Haar in der Suppe gefunden, weil es Probleme bei den Türen gab. Ich glaub, da geht es uns wie beim Impfen, die anderen ziehen uns einfach davon. Wir müssen nicht alles in langwierigen Testreihen selbst herausfinden, es gibt auf der ganzen Welt schon approbierte E-Bus- Technik. Bitte helfen Sie mit, diese aufzuzeigen. Heinrich Hofstätter, Graz * * * Architektin ist Nina Kuess Zum Bericht „Stadtbootshaus“: Ich stelle mir vor, dass es – wenn schon für Sie nicht – so doch für einige Leserinnen und Leser des „Grazer“ durchaus von Interesse gewesen wäre, auch zu erfahren, wer für den Entwurf des von ihnen beschriebenen Bauwerks verantwortlich ist. Leider sind Sie kein Sonderfall, denn das beharrliche Verschweigen oder überhaupt nicht Recherchieren der Urheberschaft von Architektur ist leider eine Unart hiesiger Berichterstattung. Übrigens auch die Verwendung von Bilddarstellungen. Hansjörg Luser, Graz P. S.: Die Architektin ist Nina Kuess mit ihrem Team aus Lieboch, der Baufirma Granitbau. Nina Kuess gewann den Architektenwettbewerb. So kommt das Rendering von Seite 1 von Kuess und das Foto auf Seite 5 von Fischer/ Stadt Graz (die Red.). * * * Kritisches zu Bus & Bim Zum Leserbrief „O-Bus, das ist die Lösung“ von Herrn Uttenthaler: Anlässlich vieler Berichte betreffend Planung öffentlicher Verkehrsmittel durch die neuen Wohnviertel bzw. in Graz überhaupt habe ich mir erlaubt, als Kenner der Materie der Abteilung für Verkehrsplanung eine Zusammenstellung der Vor- und Nachteile des Betriebes von Straßenbahnen und elektrisch betriebenen Autobussen zu übermitteln. Es konnte dabei festgestellt werden, dass seitens einer ökonomischen und ökologischen Betrachtungsweise und seitens Betriebsfreundlichkeit schienenungebundene Verkehrsmittel zu bevorzugen sind. Diese Zusammenstellung wanderte, nachdem man sich bei mir bedankt hat, offensichtlich auch geistig in den Papierkorb. Die Diskussion betreffend Ausbau der Tramlinien geht weiter und ich habe nicht gehört, dass es irgendwann eine ehrliche Erörterung geben wird. Karl Heinz Lassnig, Ing.-Büro für das gesamte Eisenbahnwesen, Hausmannstätten Der Gruberwirt SCHADE. Eines der letzten Traditions-Gasthäuser, der Gruberwirt in Mariatrost, sperrt zu. Das Wirtshaus gibt es seit 1870. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Der Gruberwirt in Mariatrost war eines jener Gasthäuser, die in Graz fast jeder kannte. Wirtshäuser, wo die Gasthaus- Kultur so hoch gehalten wurde wie in Mariatrost, gibt es kaum noch. Für Doris und Werner Gruber war es die schwerste Entscheidung ihres Lebens, dieses Gasthaus aufzugeben und zu schließen. Doris Gruber: „Ich will nicht Corona die Schuld geben, doch wegen dieser Pandemie haben wir die Entscheidung, zuzumachen, schneller getroffen. Ohne Corona – auch uns fehlen ja die durch den Lockdown weggebliebenen Gäste – hätten wir vielleicht noch eine Zeitlang weitergemacht. Aber das Gasthaus ist sehr groß, es ist so viel zu investieren, in der Küche, im Haus, in den Gästezimmern, die Kegelbahnen sind zu erneuern. Das ist nicht mehr finanzierbar. Wir waren immer gut gebucht, die Leute mochten unser Haus und den guten Preis.“ Das Gasthaus gibt es seit mehr als 150 Jahren, und die Grubers führten es in fünfter Generation. „Das ist keine Entscheidung, die man von heute auf morgen trifft.“ Das Wirtshaus, früher auch ein beliebtes Grazer Ausflugsgasthaus, wird vielen fehlen. Ex-Landeshauptfrau Waltraud Klasnic wollte hier ihren 75er feiern. Corona verhinderte das. Die Grubers verkaufen ihr Inventar. Doris Gruber: „Da kommen viele Stammgäste, Leute, die vor 50 oder 60 Jahren hier geheiratet haben, auf unserem Parkplatz ist mal ein Baby auf die Welt gekommen. Ja, das Haus hat Geschichte.“ Jetzt wird ein Bauträger was Neues hinstellen. Der Gruberwirt wird in den Erinnerungen weiterleben, und viele Grazer haben gute Erlebnisse im Kopf.

28. MÄRZ 2021 www.grazer.at graz 25 hört jetzt auf Inventarabverkauf steht auf einem typischen Wirtshausschild, und das bedeutet nichts Gutes. Der Gruberwirt und die Gruberwirtin hören auf. KK (2)

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