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28. März 2021

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20 graz www.grazer.at 28. MÄRZ 2021 Badminton: Mur: Ein Haus für die Jugend und die Fische VEREINSHAUS. Der Sport hat das Stadtbootshaus, die Fischer denken an ein Haus für Generationen. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Das erste Mal als Kind einen Fisch in der Hand zu haben, einen Fisch gefangen zu haben. Das vergisst man nie mehr im Leben. Dieses Erlebnis müssen wir auch kommenden Generationen ermöglichen“, sagt der Fischexperte Franz „Huchenfranz“ Keppel. „Der Huchen ist der wichtigste Fisch in der Mur und er steht auf der Roten Liste, das heißt, er ist gefährdet. Noch ist die Population groß, aber es wird dem Fisch das Überleben immer schwerer gemacht. Große Gefahr für den Huchen in der Mur sind die immer mehr werdenden Fischotter. Die stehen nicht auf der Roten Liste, also müsste man handeln, den Bestand regulieren, will man künftig noch die Fische in der Mur haben.“ Der Huchenfranz, dem vieles, was in der Mur passiert, gegen den Strich geht, will aber nicht nur kritisieren. Keppel: „Ich will für weitere Generationen etwas erhalten und einfordern. Ich will ein Fischerhaus, ein Vereinshaus für den Arbeiter-Fischereiverein, der hat rund 400 Mitglieder. In dem Vereinshaus sollen Kinder und Jugendliche mit dem Fisch vertraut Ein besonderes Erlebnis für Kinder: den ersten, selbst gefangenen Fisch in der Hand halten. PRIVAT werden, lernen, Respekt vor den Tieren zu haben, und lernen, wie man angelt. In dem Haus, das muss nicht so groß wie das Stadtbootshaus sein, könnten Vorträge und Workshops stattfinden.“ Das Interesse am Fischen in Graz ist groß. Die Fischereirechte für den Bereich ab Höhe Seifenfabrik bis runter zum Kraftwerk hat die Energie Steiermark. Hier kommt wieder Kritik vom „Huchenfranz“. Man bekomme keine Fischerkarten, sei vom Fischen ausgeschlossen, die Energie Steiermark gebe keine Karten her. Urs Harnik-Lauris, Leiter der Konzernkommunikation der Energie Steiermark: „Wir vergeben jedes Jahr 60 Fischerkarten. Für 2021 sind alle schon längst weg. Die Nachfrage ist zehnmal größer, aber wir müssen limitieren. Für 2022 aber kann man sich schon bewerben, da gibt es noch Karten.“ Ohne die Fischerkarte darf man in der Mur nicht fischen. Franz Keppel: „Der Fisch hat keine Lobby, und dass auch die Wasserkraftwerke den Lebensraum für Fische enger machen, ist eine Tatsache. Dabei geht es nicht nur um den Huchen, wichtig sind auch die vielen kleinen Fische, die dem Huchen als Futterfische das Überleben sichern.“ ERLEICHTERUNG. Die Gefahr ist gebannt, das Grazer Badminton Center in St. Leonhard bleibt bestehen und wird nicht abgerissen. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Das Schicksal des beliebten Attention Badminton Centers in der Koßgasse 12 in St. Leonhard schien schon besiegelt. Wieder drohten die Bagger aufzufahren, um die Halle abzureißen, und Bauträger hatten schon einen Bebauungsplan in der Tasche, ein Wohnprojekt sollte statt der Sporthalle entstehen. Die Halle, eigentlich als Lagerhalle gedacht, hatte zwei Besitzer, die sich nicht mehr so richtig verstanden. Einer davon ist der Grazer Unternehmer Andreas Nischelwitzer, der mit der Ankerdaten-Technik erfolgreich in der Metallbranche tätig ist. Anders als 2016, wo Nischelwitzer eine Versteigerung noch verhindern konnte, gab es diesmal bereits die Versteigerung, und da ersteigerte der Unternehmer für 5,85 Millionen den zweiten Anteil für das Areal. Jetzt ist Nischelwitzer somit Alleinbesitzer. Nischelwitzer: „Es war ein harter Kampf, aber ich liebe Badminton, und daher habe ich mit großem Engagement dafür gekämpft, dass die Halle bestehen bleibt. Es kommen jetzt noch einige Investitionen auf mich zu, aber durch den derzeitigen Lockdown, wo keine Spieler in die Halle dürfen, ist Zeit für solche Überlegungen.“ Verschiedene Baufirmen sind schon länger hinter dem schmucken Grundstück in bester Lage her. „Bei der Versteigerung sind

28. MÄRZ 2021 www.grazer.at graz 21 Das Center bleibt! Die Badminton-Halle ist immer ausgebucht. Der Sport führt dennoch ein Schattendasein. Das soll sich ändern. sie aber ausgestiegen.“ Nischelwitzer hat gerade viel um die Ohren, da er vor kurzem auch noch die Gillich GmbH in der Puntigamer Straße gekauft hat. Das Attention Badminton Center wird von Adi Kohlbacher geführt. „Ich bin froh, dass es jetzt Klarheit gibt, was den Eigentümer betrifft, und ich freue mich, wenn der Betrieb nach dem Lockdown wieder losgeht. Badminton – wer will, kann auch Federball sagen – ist auch bei der Jugend beliebt. Gerade erst hat eine Kindergruppe im Freien trainiert. Das darf man. Mit der Jugend haben wir auch Online-Training betrieben. Man müsste Badminton wieder mehr in die Öffentlichkeit bringen. Früher gab es Meisterschaftsländerspiele. Ich erinnere mich an Steiermark-Kärnten, das Match KOHLBACHER fand im Speisesaal der Puchwerke statt.“ Was die nächste Zukunft betrifft, wird erst in einem Gespräch mit dem Inhaber geklärt. Kohlbacher: „Ich habe in der Halle schon Staatsmeisterschaften durchgeführt, aber das ist eine finanzielle Herausforderung. Wir erhalten keine Förderungen.“ Der Zulauf zu dieser sympathischen Sportart hält weiter an. Osterhase mit Shopping-Nord- Centerleiterin Heike Heinisser RIPIX Osterhase im Shopping Nord ■ „Fühl dich wie daheim!“, so begrüßt heuer Centerleiterin Heike Heinisser wohl den Osterhasen. Wen wundert’s? Präsentiert sich das Shopping Nord pünktlich zur Osterzeit doch in blühender Frühlingsstimmung. Viele Osteraktionen der Shops und ein buntes Programm für Jung und Alt runden den diesjährigen Oster-Einkauf ideal ab. Alles angerichtet also für ein regionales und sicheres Oster-Shopping zum Wohlfühlen.

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