7 TAGE SONNTAG

Aufrufe
vor 8 Monaten

28. März 2021

  • Text
  • Graz
  • Grazer
  • Kinder
  • Jugendliche
  • Menschen
  • Kindern
  • Zeit
  • Stadt
  • Jugendlichen
  • Getty
- Corona: der Jugend geht die Luft aus - GU-Gemeinden investieren in Millionenprojekte - Ärger über Klinik-Müll - Nagl ist längstdienender Bürgermeister - Regeln für das Osterfest - Café Wifi: Chancen der Digitalisierung

10 graz www.grazer.at

10 graz www.grazer.at 28. MÄRZ 2021 Holding: Kontrollen Die Grabungen in der Stadt dauern bis Anfang Juli. Grabungen in Elisabethstraße LUEF ■ Von morgen, Montag, 29. März, bis 2. Juli 2021 wird auf einem Abschnitt von 600 Metern in der Elisabethstraße die Sanierung des Kanals in grabungsarmer Bauweise von der Holding Graz Wasserwirtschaft durchgeführt. Der Kanal in der Elisabethstraße zwischen Merangasse und dem Glacis gehört zu den ältesten Kanälen in Graz – er ist rund 90 Jahre alt und macht daher eine umfassende Sanierung notwendig. Mit unserer Aktion ‚Augen auf die Straße‘ machen wir Kinder schon im Volksschulalter auf die Gefahren im Straßenverkehr aufmerksam und erhöhen die Verkehrssicherheit. Mit den ‚Pet Buddy‘-Kursen an Schulen setzen wir im Bereich des Tierschutzes bei den Kleinsten an und schaffen so mehr Bewusstsein für Tierschutz. Gerade jetzt brauchen Kinder und Jugendliche unsere volle Unterstützung, denn auch für sie ist die Pandemie eine belastende Situation.“ Anton Lang, Landeshauptmann- Stellvertreter Ist man einmal im Bus drinnen, heißt es checken, ob man das Ticket entwertet hat, sonst gibt’s Ärger. Grünstreifen rückbauen KRITIK. Die Begrünung der Geleise in der Conrad-von-Hötzendorf- Straße ist misslungen, so die FP, die einen Rückbau einfordert. In einem Antrag an den Gemeinderat fordert Heinrich Sickl, FP, die Stadt möge dafür sorgen, dass die Grünstreifen entlang der Straßenbahn in der Conrad-von-Hötzendorf-Straße wieder rückgebaut werden. Im Antrag heißt es: Der ehemalige Grünstreifen wurde mit einer Folie und einer dicken Schicht Steinsplitt (Kieselsteine) bedeckt. Als Bepflanzung wurde damals der „Spiraea betulifolia Tor“ (Birkenblättriger Spierstrauch) verwendet. An sich eine gute Wahl, nur im vorliegenden Fall wohl die falsche. Denn entlang der Straßenbahntrasse kommt dieser nicht zur Geltung und wächst nicht entsprechend an. Aus Grün sei Grau geworden, so Sickl. Gerald Zaczek-Pichler, Konzernsprecher der Holding Graz, dazu: „Die jetzige Abdeckung ist ein Provisorium. Dort kommt eine optisch ansprechende Gartenfaserabdeckung hin, das ist ein Holzprodukt und sieht optisch wie geraspeltes Holz aus. Die Bepflanzung ist entspre- HOLDING GRAZ Aus Grün wurde Grau. GR Sickl will einen Rückbau der Geleise- Begrünung. KK chend der Voraussetzung neben den Schienen richtig gewählt. Im Notfall muss den Fahrgästen bei der Straßenbahn das schnelle und ungehinderte Aussteigen möglich gemacht werden. Daher sind nur niedrige Sträucher möglich. Der ,Duft-Schnellball‘ ist ein sehr hoch wachsender Strauch und daher nicht erlaubt.“ Sickl will den Rückbau mit einer attraktiveren und pflegeleichteren Bepflanzung versehen.

28. MÄRZ 2021 www.grazer.at graz 11 sind „kinderfreundlich“ AUFREGUNG. Von etlichen Eltern kommt Kritik am rüden Vorgehen der Kontrolleure gegenüber Kindern in Bus und Bim. Wir fragten nach. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Auf Facebook machten etliche Eltern ihrem Ärger Luft, dass ihre Kinder bei Kontrollen in den Straßenbahnen und Bussen von Kontrolleuren oder Kontrolleurinnen ruppig behandelt und dann abgestraft wurden, weil sie z. B. vergessen hatten, das Ticket zu stempeln. Ein Vater berichtete, dass man seinem Sohn sicher den Schreck angesehen haben muss, als er merkte, dass er vergessen hatte, die Karte zu stempeln, zu spät, der Kontrolleur war schon da und für das Kind gab es eine Strafzahlung. Wir fragten bei den Graz Linien nach: Ist man bei Kontrollen gerade zu Kindern unfreundlich? Gerald Zaczek-Pichler, Holding-Konzernsprecher: „Die Holding Graz bzw. das von der Holding beauftragte Unternehmen, also das Grazer Parkraum- und Sicherheitsservice, hebt keine Strafen, sondern Mehrgebühren ein. Bei Kindern, die ihr TopTicket oder ihren Schüler- bzw. Lehrlingsfreifahrtausweis nachbringen, entfällt die Mehrgebühr.“ Wie viele Kinder werden als sogenannte Schwarzfahrer erwischt, gibt es Erfahrungszahlen? Zaczek-Pichler: „Ein äußerst geringer Anteil der Fahrgäste ohne gültigen Fahrschein sind Kinder bis 15 Jahre. Als serviceorientiertes Unternehmen bieten Graz Linien allen Kunden die Möglichkeit, ihre Fahr- Zaczek-Pichler karten nachzubringen. So haben natürlich auch Jugendliche Zeit, ihr TopTicket oder ihren Schüler- bzw. Lehrlingsfreifahrtausweis nachzureichen.“ Sind die Kontrollorgane nicht angehalten, gerade bei Kindern und alten Leuten nachsichtig und umsichtig vorzugehen? Zaczek-Pichler: „Die Mitarbeiter sind zu jeder Zeit angehalten, freundlich und einfühlsam zu sein, vor allem bei Kindern und alten Personen. Im Vergleich zur Zahl der Fahrscheinkontrollen ist der Anteil der Personen, die sich ungerecht behandelt fühlen und beschweren, ein sehr geringer.“ Gibt es derzeit coronabedingt mehr Kontrollen in den Straßenbahnen und Bussen? Zaczek-Pichler: „Derzeit gibt es tendenziell eher weniger Kontrollen, da auch weniger Fahrgäste unterwegs sind.“ Wie oft werden Passagiere, die keine Masken tragen, bestraft oder aus der Bim oder dem Bus verwiesen? Zaczek-Pichler: „Bis einschließlich 22. März mussten die Mitarbeiterinnen der GPS 146 Mehrgebühren in der Höhe von 50 Euro ausstellen, wenn Fahrgäste ohne FFP2-Masken unterwegs waren. Seit Bestehen der Maskenpflicht wurde bis dato erst einmal eine Person von einem Kontrolleur aus dem öffentlichen Verkehrsmittel verwiesen. Diese Person hat das Tragen einer Maske zur Gänze verweigert.“ Anderes Thema: Gab es in diesen Zeiten mit den hohen Arbeitslosenzahlen einen Run auf Jobs wie Straßenbahnfahrer, Busfahrer oder Kontroll-Sicherheitsdienst? Zaczek-Pichler: „Graz Linien verstehen sich gerade in Krisenzeiten als Arbeitgeber mit Verantwortung. Die Zahl der Berwerberinnen ist im Vergleichszeitraum nahezu konstant geblieben.“

2021