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28. Jänner 2018

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- Zu kurze Ampel-Grünphasen: Grazer Senioren sehen rot - Stadt Graz sorgt für mehr Transparenz - Bund plant Schule für Hochbegabte - Neue Feinstaub-Karte - Graz ist Zentrum der Videospiel-Welt - Neue Geschäfte eröffnen in Graz

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12 graz www.grazer.at 28. JÄNNER 2018 Hohensinner legte im Echo auch noch selbst Hand an. STADT GRAZ Stadt Graz setzt auf die Jugend ■ Nach der erfolgreichen Hausübergabe des Jugendzentrums Grünanger wurde jetzt das Jugendzentrum ECHO an die Jugendlichen übergeben. Mit der Generalsanierung der Dietrichkeusch’n investiert die Stadt Graz 2 Millionen Euro in die drei neuen Jugendzentren. Jugendstadtrat Kurt Hohensinner: „Jugend soll ihre Räume auch selbst mitgestalten.“ Im Flohmarktcenter Amon gibt es eine Fülle von Angeboten. KK Hallenflohmarkt feiert Geburtstag ■■ Am 3. und 4. Februar feiert der Grazer Hallenflohmarkt einjähriges Geburtstagsfest. Über 30 Aussteller werden auf über 1000 Quadratmetern klassische Flohmarkt-Ware feilbieten. Veranstalter Rudolf Amon: „Der Hallenflohmarkt in der Triester Straße 391 hat sich bewährt. Wir bieten auch Geburtstagsschnäppchen an.“ AUFREGEND. In der immer größer werdenden Computerspiel-Industrie hat Graz als Zentrum für Spieleentwicklung bereits einen internationalen Spitzenplatz. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Die Grazerin Johanna Pirker ist eine Koryphäe, was Computerspiele mit wissenschaftlichem Hintergrund betrifft. Pirker entwickelt Spiele, unterrichtet spielerisches Lernen und bietet an der TU Graz Kurse für Spielentwicklung an. Die Grazerin schaffte es auch in die Europa-Ausgabe des Forbes- Rankings „30 under 30“. Pirker: „Die Spiele-Industrie wird bei uns noch viel zu sehr unterschätzt. Das ist weltweit ein riesiger Markt. Auch die österreichische Szene der Games- Developer ist ziemlich rege. Vor allem Graz hat gute Voraussetzungen, ein Game-Development-Zentrum zu werden. Und die Jobaussichten für Developer sind auch bei uns sehr gut.“ Außerdem gibt es mit Bongfish und Rarebyte zwei Grazer Unter- Videospiel-Welt: Graz ist Zentrum Johanna Pirker mit einem Virtual-Reality-Spiel an der TU Graz nehmen, die weltweit erfolgreich Computerspiele verkaufen. Vor allem der Grazer Spieleentwickler Bongfish ist ein Global Player. Pirker weiter: „Die Gamer werden bei uns falsch eingeschätzt. Man stellt sich klassisch zwölfjährige Jungs vor, die den ganzen Tag vor ihrem Computer sitzen. Der typische Gamer ist statistisch gesehen aber genauso eine Frau um die 40, die gerne Videogames spielt.“ Pirker leitet an der TU noch bis heute Abend Pirker: Die Gamer werden vielfach völlig falsch eingeschätzt. RAUCH (2) die Global Game Jam Graz 2018. „Hier entwickeln limitierte 40 Teilnehmer mit verschiedenen Skills in 48 Stunden einen Game- Prototyp.“ Game-Wochenenden wie dieses und weitere Game Sessions wie „Game Development Graz @ Button 2018“ festigen den Grazer Ruf als Zentrum für Spieleentwicklung. Game-Jams ■■Game Development Graz @Button 2018, 16.–19. März, Seifenfabrik. Ein Game-Event für Computerspieler. ■■Game Dev Days 2018, Graz, TU Graz, 31. August bis 2. September. Ein Event für Spieleentwickler. ■ ■ Game Developers Conference, 19.–23. März, Moscone Center, San Francisco, größte Spieleentwicklermesse der Welt.

28. JÄNNER 2018 www.grazer.at graz 13 Harry Winkler, der 1992 in Albertville Olympiagold im Viererbob holte, und Marion Kreiner, Olympiadritte 2010, hoffen, dass es mit Olympia 2026 klappt. GEPA (2) „Mit Olympia 2026 ginge ein Traum in Erfüllung“ SUPER. Der Grazer Olympiasieger Harald Winkler und die Olympiadritte Marion Kreiner hoffen, dass es klappt. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Der einzige Grazer, der bei Olympischen Winterspielen Gold holte, ist Harald Winkler, der 1992 im französischen Albertville Olympiasieger im Viererbob war. Er sieht in der Bewerbung von Graz für die Olympiade 2026 eine große Chance. Bewerbung 1994 Winkler: „Vor rund 20 Jahren, im Jahr 1994, hat sich Graz schon einmal für eine Winterolympiade beworben. Allerdings flog Graz 1995 bei der Vorentscheidung wieder raus und aus war’s mit dem Olympia-Traum. Die Spiele 2002 fanden in Salt Lake City statt. Damals war der heutige IOC-Präsident Thomas Bach Leiter einer IOC-Evaluierungskomission, die die steirischen Wintersportstätten genau unter die Lupe nahm. Bach kennt somit die steirische Situation, was kein Nachteil für die Grazer Bewerbung ist. Mir gefällt der Vorsatz des Grazer Bürgermeisters, Spiele ohne Gigantomanie auszurichten. Die letzten sogenannten normalen Spiele waren meiner Meinung nach 1994 in Lillehammer, da verpasste übrigens unser Viererbob um knapp vier Zehntelsekunden eine Medaille. Sollten die Olympischen Spiele 2026 in Graz und der Steiermark stattfinden, würde für mich ein Traum in Erfüllung gehen.“ Kreiner begeistert Die Grazer Snowboarderin Marion Kreiner, die 2010 im kanadischen Vancouver Bronze holte, ist von der Idee, Olympia 2026 hier durchzuführen, begeistert. Kreiner: „Die Begeisterung ist genauso groß wie die Überraschung, dass ich mich jetzt nach dem Ende meiner Karriere wieder mit Olympischen Spielen befasse. Wenn es stimmt, dass man auch vom IOC her zurück zu den ursprünglichen Spielen will, wo es um die Bewerbe, die Sportler geht, dann haben wir eine große Chance, vor allem weil in der Steiermark so ziemlich alles vorhanden ist, was man bei Winterspielen benötigt.“ Die Bürgermeister von Inzell über Hochfilzen, St. Georgen/ Kreischberg bis nach Graz sind sich einig: Sie wollen die Olympischen Winterspiele ausrichten. Das IOC finanziert diese Spiele mit einer Milliarde Dollar. Damit werden Infrastrukturprojekte kofinanziert, heißt es aus dem Rathaus, und die Spiele sind bereits im Vorfeld ein Jobmotor. Graz Mitte des 17. Jahrhunderts: Der Kupferstich zeigt die Stadt von Süden. Links unten sieht man die Bürgerliche Schießstätte. GRAZMUSEUM/PRNJAVORAC Vom Schießstand zur Kegelbahn in Alt-Graz TOLL. Das GrazMuseum zeigt einen Kupferstich aus dem Jahr 1667 mit interessanter Stadtansicht. Um die Grazer stärker an „ihr“ Museum zu binden, sucht das GrazMuseum jetzt wie berichtet nach Paten für die unterschiedlichen Ausstellungsobjekte – vom Stadtrichterbild über die Innungstruhe der Lebzelter bis hin zu Graz2003- Fliesen und dem ältesten erhaltenen Siegelstempel der Stadt. Jede Woche präsentieren wir ein Objekt zu den vier Themenbereichen der Dauerausstellung „360 GRAZ | Eine Geschichte der Stadt“ – heute ist ein Kupferstich mit Stadtansicht aus dem Jahr 1667 dran. Zu sehen ist Paulus Fürsts Nachstich der Vorlage von Matthäus Merian aus dem Jahr 1649. Oben links befindet sich der kaiserliche Doppeladler und rechts der steirische Panther. Breiten Raum nimmt bei dieser Stadtansicht von Süden die Murvorstadt ein. Ihre südliche Grenze bildet ein Murarm, der bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts am Ort des späteren Griesplatzes lag. Links unten ist die Bürgerliche Schießstätte gut zu erkennen, die bald darauf Videorundgang auf www.grazer.at ihren kriegerisch-sportlichen Charakter verlieren und sich in ein beliebtes Unterhaltungszentrum mit Gaststätte und Kegelbahnen verwandeln sollte. Das 17. Jahrhundert ist baugeschichtlich für Graz hochinteressant. Einige der noch heute bedeutendsten Bauten entstanden just in dieser Zeit. Etwa das 1643/44 erbaute Zeughaus: Als ständiges Waffendepot gegen die Türkeneinfälle errichtet, lagern im Inneren in vier durch hölzerne Balkendecken unterteilten Stockwerksälen etwa 32.000 Waffen und Kriegsgerätschaften. Es ist somit das einzige Haus der Welt, das seine Funktion als Waffenkammer seit 1644 in ununterbrochener Folge behalten hat. Das Mausoleum mit der Katharinenkirche, auf dessen Kuppeln weithin sichtbar Kreuz und Reichsinsignien die enge Verbindung von Kirche und Herrscher demonstrieren, verleihen dem Stadtbild eine charakteristische Silhouette. Dieser größte Mausoleumsbau der Habsburger stellt das kunst- und kulturgeschichtlich bedeutendste Baudenkmal des Manierismus in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts in Österreich dar. VENA

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