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28. Februar 2021

- Rad-Offensive kommt ins Rollen - Stadt der Bauernmärkte - Stadt sagt Graffiti-Sprayern den Kampf an - Startschuss zum Sportjahr 2021

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8 graz www.grazer.at 28. FEBRUAR 2021 Baustellen in Eggenberg belasten den Verkehr. Abbiegeverbote sorgen für weite Umgehungslösungen und führen zu täglichen Staus. SCHERIAU, STADT GRAZ Eggenberg: Umleitungen nur für starke Nerven ÄRGER. Eggenberg erstickt in Baustellen. Die dadurch bedingten Umleitungen nerven Autofahrer. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Die Baustellen in Graz- Eggenberg und die damit verbundenen Umleitungen waren auch Thema in der Sitzung des Gemeinderates. Gemeinderat Roland Lohr zeigte in einer Anfrage an Verkehrsstadträtin Elke Kahr auf, wo verkehrstechnisch in Eggenberg der Schuh drückt: Die Unterführung in der Alten Poststraße im Bereich Reininghaus ist erfreulicherweise seit einigen Wochen wieder befahrbar. Momentan sind allerdings nur Abbiegemöglichkeiten in die Eckertstraße oder in die Köflacher Gasse freigegeben. Da die Waagner-Biro-Straße baustellenbedingt als Einbahn verordnet wurde, kommt es nun vermehrt zu großem Ausweichund Umleitungsverkehr im Bezirk Eggenberg. Will man beispielsweise aus dem Süden von der Alten Poststraße kommend in den Bereich Daungasse oder Laudongasse gelangen, muss man momentan einen Umweg über die Eckertstraße, die Karl-Morre-Straße und weitere Roland Lohr Straßenzüge in Kauf nehmen. Abhilfe könnte schaffen, wenn man aus der Köflacher Gasse im Bereich der PVA das Linkseinbiegen in die Eggenberger Straße temporär – während der Baustellenzeit – erlauben würde. Bekannt ist, dass dieser Zustand durch die Baustellen wahrscheinlich nur bis in den Herbst dieses Jahres anhält, dennoch stellt der derzeitige Ausweichverkehr eine Belastung für die Eggenberger Bevölkerung dar. Elke Kahr, die die Situation in Eggenberg kennt, bedauerte, dass das Straßenamt ein Linksabbiegen in die Eggenberger Straße wegen der querenden Straßenbahnen nicht gestatten kann. Es bleibt wie gehabt. Die Situation in Eggenberg wird sich allerdings noch weiter verschärfen. Im Zuge der Bauarbeiten muss jetzt auch noch die Alte Poststraße temporär als Einbahnstraße geführt werden. Das wird zu weiteren verkehrstechnischen Behinderungen führen. Die gesamten Bauarbeiten werden nicht vor Mitte Herbst beendet sein, fürchten die Eggenberger, die Verkehrsprobleme gewohnt sind. Die Tiefgarage in Frohnleiten soll für Dauerparker und damit auch Patienten des Theresienhofs teurer werden. Die örtliche SPÖ äußert Kritik. KK (2) Frohnleiten: Diskussion um Preis der Tiefgarage DEBATTE. Frohnleiten will den Hauptplatz beleben und Dauerparker verringern. Es gibt Kritik. Von Fabian Kleindienst fabian.kleindienst@grazer.at Man kennt sie, die Tiefgarage in Frohnleiten, direkt am Hauptplatz. Zuletzt erhielten nun einige Gemeindebürger Post von der APCO, die die Garage betreibt und über Preisänderungen ab April berichtete. Nun gibt es erneut Diskussionen. Kritik kommt von der örtlichen politischen Opposition, namentlich dem 2. Vizebürgermeister Martin Wonaschütz von der SPÖ. Doch worum geht’s? Zum einen gibt es nicht nur Erhöhungen: Vielmehr soll die erste Parkstunde in Zukunft wieder gratis werden (zuletzt kostete sie 70 Cent). Gleichzeitig werden die Preise für Dauerparker stark angehoben, von aktuell 50 auf 85 Euro. Für Wonaschütz zu viel: „Wir lagen bisher auf einem vergleichbaren Preisniveau mit Städten wie Mariazell oder Leoben, jetzt nähern wir uns Graz oder Bruck an.“ Vorteile gibt es noch für Hauptplatzbewohner – für die kostet es für das erste Auto nur 65 Euro im Monat. Besonders kritisch sieht Wonaschütz, dass Vergünstigungen für Patienten des Reha-Zentrums Martin Wonaschütz Theresienhof zukünftig wegfallen. Der zuständige Ausschussobmann Martin Hörzer (ÖVP) kann die Aufregung hingegen nicht nachvollziehen: „Die Preise für die Tiefgarage wurden seit der Euro-Umstellung nie teurer. Das ist so ausgeartet, dass sie eine reine Dauerpark-Garage geworden ist.“ In Spitzenzeiten seien 130 der 146 vorhandenen Plätze fix an Dauerparker vergeben gewesen. „Unser Ziel ist aber, den Hauptplatz, die dortige Gastronomie und die Geschäfte zu beleben“, so Hörzer. Deshalb auch die kostenfreie erste Stunde. Und auch finanzielle Aspekte spielten eine Rolle: „Wir machen mit der Tiefgarage jährlich 30.000 Euro Minus, das heißt, alle Frohnleitner zahlen dafür, dass Dauerparker günstig parken können.“ Und der Theresienhof? „Es gibt auch andere Parkplätze im Ort, da geht man dann halt drei bis vier Minuten“, so Hörzer. Wonaschütz hingegen begrüßt zwar die kostenfreie erste Stunde zur Hauptplatzbelebung, fordert aber eine moderatere Preiserhöhung auf 60 Euro. Auch die erzwungene Beschränkung der Dauerparkplätze auf 75 ist ihm ein Dorn im Auge.

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