7 TAGE SONNTAG

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28. Februar 2021

- Rad-Offensive kommt ins Rollen - Stadt der Bauernmärkte - Stadt sagt Graffiti-Sprayern den Kampf an - Startschuss zum Sportjahr 2021

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2 die seite zwei www.grazer.at 28. FEBRUAR 2021 E D I T O R I A L von Tobit Schweighofer ✏ tobit.schweighofer@grazer.at Kein Sprint, sondern ein Marathon A m 1. März beginnt das lang erwartete Sportjahr und wir werden ein Jahr lang auf den Schlossberg rennen, alle Berge in der Umgebung erklimmen und überhaupt zu Botschaftern des Sports werden. Nur wenige Tage vor dem Startschuss haben wir aber eine blamable Niederlage erlitten: Man hat uns unser Fußballstadion weggenommen. Aufgrund der katastrophalen Platzverhältnisse dürfen bis auf Weiteres keine Spiele mehr in der Merkur-Arena abgehalten werden. Sturm und GAK müssen ihre Gegner in Klagenfurt und Gleisdorf empfangen. Nun gut, Niederlagen gehören zum Sport dazu, da heißt es Mund abwischen und weitermachen. Denn jeder, der schon einen unterlegenen Sportler im Fernseh-Interview gesehen hat, weiß: Aus Niederlagen kann man viel mehr lernen als aus Siegen. Und nach so einer historischen Pleite sollte unsere Lernkurve senkrecht nach oben zeigen. So scheint das auch tatsächlich zu sein: Schon im Mai wird ein komplett neuer Rasen verlegt, spätestens dann sind wir wieder für fußballerische Großereignisse bereit. So gesehen ist dieser Schuss vor den Bug vielleicht gerade noch rechtzeitig gefallen, denn ein Sportjahr ist kein Sprint, sondern ein Marathon, und den werden wir trotz allem mit Sicherheit gewinnen. Tobit Schweighofer, Chefredakteur SONNTAGSFRÜHSTÜCK MIT ... ... Markus Pichler Bevor das Sportjahr 2021 morgen startet, stärkt sich Programmkoordinator Markus Pichler mit einem ausgewogenen Frühstück. PRIVAT Zum morgen offiziell beginnenden Grazer Sportjahr 2021 haben wir mit dem Programmkoordinator darüber gesprochen, was ihn bewegt. Zuerst Frühstück oder Sport? Zuerst Frühstück! Am Sonntag gerne alles! Schinken, Speck, Ei, Müsli, Honig, manchmal auch ein Nutella-Brot. Da darf man ruhig zuschlagen! Dazu einen guten Cappuccino. Und wie geht der perfekte Sonntag dann weiter? Ein perfekter Sonntag ist sicher, wenn man aktiv sein kann: raus in die Natur, wandern, Ski fahren. Aber auch einen gemütlichen Kaffee mit Freunden schätze ich sehr – darauf warten wir ja momentan alle. Wie haben Sie die Pandemie denn erlebt? Grundsätzlich beschäftigt mich die Situation wie jeden anderen auch. Es ist frustrierend. Vor allem für die Sportvereine, die jetzt gar keine Möglichkeit zur Aktivität haben. Wie kann das Sportjahr, das morgen startet, da gegenwirken? Wir wollen vor allem ein positives Signal senden: Das Wetter ist wieder schön, gehen wir raus und bewegen uns! Natürlich musste auch viel verschoben werden und wir müssen in den Anfangsmonaten auf größere Veranstaltungen verzichten. Aber wir haben ein gutes, kompaktes Programm für jeden Einzelnen gemacht, alle können individuell und coronakonform an verschiedenen Bewegungs initiativen teilnehmen. Welchen Sport machen Sie selbst? Ist der Handball geblieben oder gibt es eine neue Leidenschaft? Handball ist leider nicht mehr möglich, das geht nur, wenn man permanent trainiert. Was ich sehr gerne mache, ist spazieren und wandern. Und außer Sport? Wie können Sie entspannen? Am besten im Kreis der Familie oder bei einem Abendessen mit Freunden – gerne auch selbstgekocht. Ich bin kein Gourmetkoch, aber ich koche gerne. Während Corona haben wir das gemeinsame Kochen richtig zelebriert. Worauf freuen Sie sich nach Corona besonders? Auf ein unbeschwertes Aufeinanderzugehen. Und darauf, sich einfach irgendwo spontan auf einen Kaffee hinzusetzen. Oder kurzfristig ein Wochenende nach Italien zu fahren. Was würden Sie denn auf eine einsame Insel mitnehmen? Die Familie, ja klar! Ein Buch ist schnell ausgelesen, also mehrere. Ich lese gerne Krimis und Thriller mit politischem oder geschichtlichem Hintergrund. Dan Brown zum Beispiel hab ich verschlungen. Welche Persönlichkeit würden Sie gerne mal treffen? Wer mich sehr fasziniert, ist Didi Mateschitz. Der unglaubliche Erfolg, gepaart mit der Liebe und Verbundenheit zur Heimat. Er gibt sehr viel zurück. Das imponiert mir! VERENA LEITOLD Markus Pichler, geboren am 17. April 1971. Er war langjähriger Handball-Nationalteamspieler und zweifacher österreichischer Meister. 2017 wickelte er die Special Olympics in Graz ab. Er ist Geschäftsführer der Sportunion Steiermark und Programmkoordinator des Sportjahres 2021. Pichler ist verheiratet und hat eine Tochter.

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