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28. April 2019

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- Polit-Posse um 50.000 Euro: Rasen vor der Oper verschwindet unter einer Asphaltdecke - So viel Nachhaltigkeit steckt in Graz - Fischotter fressen auch die Fischzuchten leer - Ermittlungen gegen Kunstuni-Mitarbeiter - Aufregung um gefällte Bäume am Kaiser-Franz-Josef-Kai - 40 neue Insektenhotels in Straßgang - Liebenau fordert ein Grillverbot bei den Auwiesen - Grazer Stadtbibliothek setzt auf Fremdsprachen

graz www.grazer.at

graz www.grazer.at 28. APRIL 2019 Den Burger macht der Burgermeister!“ Bürgermeister Siegfried Nagl hatte die Lacher bei seinem Foodtruck-Besuch 4 redaktion@grazer.at & 0316 / 23 21 10 auf seiner Seite. KK 50.000 Euro für Asphalt statt Rasen Bauernmarkt-Umzug: VP-Gesundheitslandesrat Christopher Drexler ROTHWANGL Kostenlose MMR-Impfung ■■ Noch bis Dienstag, dem 30. April, kann man sich gratis impfen lassen. Im Rahmen der Europäischen Impfwoche gibt es eine Masern-Mumps-Röteln- Impfaktion (MMR-Impfung). Die Kosten übernimmt das Land Steiermark. Man kann sich bei impfenden Allgemeinmedizinern, Kinderfachärzten und Gynäkologen sowie in allen Gesundheitsämtern, im Magistrat und in der Impfstelle des Landes Steiermark impfen lassen. Stadtrat K. Hohensinner & Kabarettist Ch. Fälbl ÖAAB GRAZ/FISCHER ÖAAB lädt zum Kabarettabend ■■ Am kommenden Dienstag, dem 30. April, lädt der Grazer ÖAAB mit Stadtrat Kurt Hohensinner zum traditionellen Kabarettabend. Am Vorabend zum Staatsfeiertag darf mit Christoph Fälbl und seinem aktuellen Programm „Midlifepause und Menocrisis“ herzhaft gelacht werden. Das Ganze findet um 19 Uhr im Orpheum statt. Karten bekommt man unter Tel. 0 664/27 76 272 oder oeaab.graz@stvp.at. Diese Grünanlage verschwindet im Sommer für mehrere Wochen unter einer Asphaltdecke. derGrazer Und was würden Sie mit 50.000 Euro machen? „Ich würde definitiv in unseren Hausbau investieren! Wir sind nämlich gerade mitten drin.“ Melanie Guzmics, 58, Angestellte „Mit 50.000 Euro würde ich einen Brunnen in Afrika bohren, damit sie genug Wasser haben.“ Gottfried Fröschl, 56, selbstständig „Ich würde in gesunde und nachhaltige Ernährung investieren. Das gehört viel mehr gefördert.“ Mona Statthaler, 21, Studentin Blitzumfrage „Mir selbst ein Motorboot kaufen. Und das würde dann irgendwo in Kroatien liegen.“ Franz Neuhold, 48, direkter Vertrieb ? LUEF ALLE FOTOS: DER GRAZER „Betriebe fördern und unterstützen, die im Obst- und Gemüsebereich tätig sind.“ Christine Kniewasser, 38, selbstständig

28. APRIL 2019 www.grazer.at graz 5 ➜ TOP SCHERIAU, GRÜNE Sechs Räuber gefasst Nächster Erfolg für die „Ermittlungstruppe Schlossberg“: Sieben bewaffnete Raubüberfälle wurden geklärt. Weiter Wirbel um Identitäre Die Staatsanwaltschaft Graz ermittelt gegen Identitäre. Dieses Mal geht es um mehr als 100.000 Euro Abgabenhinterziehung. FLOP ➜ Grünanlage wird asphaltiert KURIOS. Um Platz für Marktstände zu haben, wird eine Grünanlage bei der Oper asphaltiert – für zwei Monate und um 50.000 Euro. Von Daniel Windisch daniel.windisch@grazer.at Weil der Kaiser-Josef-Platz im Sommer umgebaut wird, muss der Bauernmarkt bekanntlich umziehen – „der Grazer“ berichtete. Doch dieser Umzug sorgt jetzt für bizarre „Nebengeräusche“: Denn um die Marktstandln allesamt am neuen Standort bei der Oper unterzubringen und dabei den Autoverkehr nicht zu sehr zu stören, opfert die Stadt eine 943 Quadratmeter große Grünfläche – die wird für das zweimonatige „Markt-Exil“ asphaltiert. Kostenpunkt: 50.000 Euro. Übersiedelung Die Pläne des zuständigen FP-Vizebürgermeisters Mario Eustacchio sehen vor, dass die Marktstände während des Umbaus des Platzes – die Arbeiten starten am 8. Juli – in die Franz-Graf-Allee übersiedeln, wo extra eine Fahrspur gesperrt wird, jeweils eine Spur in beide Fahrtrichtungen bleibt für Autos offen. Weil freitags und samstags mehr Beschicker auf den Markt kommen, werden an diesen Tagen weitere Marktstände im Bereich zwischen Oper und Lichtschwert untergebracht. Und jetzt wird’s kurios: Um hier Stellplätze zu schaffen, wird die Grünfläche beim Lichtschwert – die 943 Quadratmeter große Dr.-Muck-Anlage – asphaltiert. Aber nur für zwei Monate – denn nach der Rückkehr der Standln auf den umgebauten Kaiser-Josef-Platz soll die Asphaltdecke entfernt und die Grünanlage wieder hergerichtet werden. 50.000 Euro hat die Stadt fürs fachgerechte Planieren des Rasens budgetiert. Rutschgefahr Die Versiegelung der Grünanlage werde ohnehin nur vorübergehend sein, betont Eustacchio-Sprecherin Jasmin Hans. Seitens der Stadtbaudirektion heißt es, dass nur eine Asphaltierung infrage komme – ein Holzpodest aufzustellen sei wegen der Rutschgefahr bei Regen nicht möglich, eine „Einhausung“ der Grünfläche mit Beton zu kostspielig. Die Asphaltierung sei auch Wunsch der Standler, die bei Schlechtwetter „nicht im Gatsch stehen wollen“, erklärt KP-Verkehrsstadträtin Elke Kahr, deren Straßenamt an der Umsetzung des provisorischen Marktes beteiligt ist. Veto Dabei hätte es sehr wohl andere Möglichkeiten gegeben, meinen Insider. So wurden offenbar in der Stadtbaudirektion Pläne gewälzt, die Grünfläche nicht anzurühren und stattdessen die gesamte Franz- Graf-Allee für je zwei (Halb-)Tage die Woche im Sommer für den Verkehr zu sperren, um hier alle Marktstände aufzustellen. Doch das scheiterte am Veto des Straßenamts, das den Verkehrsfluss aufrechterhalten wollte. Hierfür sei Kahr zuständig, spielt Eustacchios Büro den Ball weiter. Kahr wiederum sieht Eustacchio, Marktamt und Stadtbaudirektion in der Verantwortung, das Straßenamt sei nur an die Planungen „angedockt“. „Unnötiges Verbrennen“ Grünen-Klubchef Karl Dreisiebner will per Gemeinderatsantrag gegen diese Pläne vorgehen und appelliert an Eustacchio sowie an VP-Bürgermeister Siegfried Nagl, die Versiegelung der Grünfläche abzublasen und stattdessen die Franz-Graf-Allee zu nutzen. Dreisiebner kritisiert „ein unnötiges ‚Verbrennen‘ von 50.000 Euro“ – zumal es sich nur um 16 bis 18 Nutzungstage im Juli und im August handle. Außerdem sei die Asphaltierung einer solch großen Grünfläche „in dieser stark versiegelten Lage und in Zeiten, wo es immer heißere Sommer und immer mehr Hitzetage auch in Graz gibt“, ein „völlig verkehrtes Signal“. Kritik übt Dreisiebner auch am Straßenamt: Dessen Weigerung, die Franz-Graf-Allee für ein paar Sommerferien-Wochenenden für den Kfz-Verkehr zu sperren, sei „geradezu hanebüchener verkehrspolitischer Unsinn“, da ja im Sommer „erfahrungsgemäß auch zwischen 10 Prozent bis 15 Prozent weniger Verkehr zu verzeichnen ist“.

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