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27. September 2020

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- Trüffel beim Schloss Eggenberg gefunden - Diskussion zum Räumlichen Leitbild: Bauverbot am eigenen Grundstück - Schanigärten auch im Winter: Gastgarten-Gebühr wird bis Ende März erlassen - Drohnen: Die Grazer Feuerwehr geht in die Luft - Streit um geplante Volksschule in Gratkorn - Graz bekommt vier neue Hundewiesen - Zweiter Sushi-Standort: Memori sperrt in der Innenstadt auf - New Yorker Szene-Guru Albert Trummer zurück in der Heimat

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34 sport graz www.grazer.at 27. SEPTEMBER 2020 Philipp Braunegger philipp.braunegger@grazer.at 32 Ich komme aus der Wirtschaft. Ich bin öfters mit Krisen konfrontiert gewesen.“ Eishockey-Liga-Boss Jochen Pildner-Steinburg weiß um die wirtschaftlichen Herausforderungen, vor der die Liga in Zeiten wie diesen steht. GEPA (3) „Flashbacks“ Hoffnung nach der Krise Eva Voraberger geht’s wieder an. Dafür, dass ihr Sponsoren wie „Sorger“ auch in der Corona-Krise treu blieben, „bin ich unendlich dankbar“. BOBI ZIV KÄMPFERISCH. Grazer Boxerin Eva Voraberger „fiel in ein Loch“. Und arbeitet sich nun wieder raus. Von Philipp Braunegger philipp.braunegger@grazer.at Basketball, Handball, Volleyball, Leichtathletik ... Die Sportarten haben das „Hochfahren“ nach Corona längst absolviert und starten – wenn auch mit einschränkenden Maßnahmen, Corona-Tests etc. – in die neue Saison. Manche Sportler sind vom Alltag aber noch weit entfernt, können maximal trainieren. Im Fall von Boxerin Eva Voraberger etwa. „Und auch das Training ist noch nicht so lange wieder halbwegs normal, sprich mit Vollkontakt möglich“, erzählt die Grazerin. „Aber ich bin ja schon froh, dass überhaupt das möglich ist, nach der Zeit, die ich durchgemacht hab.“ Die angesprochene Zeit war für Voraberger „die totale Katastrophe. Keine Kämpfe, kein richtiges Training – und null Aussicht, wie es im Boxen weitergeht. Wir sind ja auf unserer Ebene nicht die Großverdiener, da wachsen neben dem sportlichen Nixtunkönnen-Gefühl auch wirtschaftliche Sorgen.“ Voraberger nennt das Kind beim Namen: „Ich fiel in ein Loch.“ Und: „Eigentlich hab ich mich schon gefragt, wozu tust du dir das überhaupt noch an? Bringt das Hoffen auf eine Besserung der Corona-Lage überhaupt was? Ich hab alles nur mehr schleifen lassen.“ Neben finanziellen Ausfällen litt „Golden Baby“ Voraberger dadurch auch in puncto Fitness. „Und das trotz super aufbereiteter Heim-Trainingsprogramme. Denn wenn du länger nicht das gewohnte Belastungslevel mit Kämpfen aufrecht hältst, baut der Körper sehr schnell gefestigte Muskulatur ab – im Boxsport ist das ein Wahnsinn und ja auch nicht ungefährlich.“ Und der Spaß am Sport? „War ehrlich gesagt in diesen Monaten nicht da.“ Erst die zuletzt erfolgten Lockerungen gaben ihr wieder Kraft. Und das auf allen Ebenen. „Ich hab das Glück, dass bei meinem Boxclub ‚Bounce‘ in Wien viele junge Athleten mittrainieren. Die haben mich irgendwie mitgezogen mit ihrem Enthusiasmus, dass es langsam wieder losgeht.“ Das hat mich aufgebaut. Auch Partner Levi ist eine Stütze: „Er ist selbst Boxer, hat mich also in jeder Sekunde der Frustration verstanden und mir Kraft gegeben.“ Denn: „Bei allem Ärger, nicht boxen zu können, war ich doch immer auch dankbar, gesund zu sein. Das ist das Wichtigste.“ Wie geht’s weiter? „Am 5. Dezember hab ich einen Kampf in Aussicht. Ich hoffe, das bleibt so. Momentan kann sich ja täglich alles ändern ...“ STEIRER-DERBY. Heute coacht Markus Schopp Sturms Gegner Hartberg – vor genau 20 Jahren wurde er zum Held in der Champions League. Von Philipp Braunegger philipp.braunegger@grazer.at Am letzten Dienstag war es wieder einmal so weit, als Red Bulls Dominik Szoboszlai in der Champions- League-Qualifikation gegen Maccabi Tel Aviv zum Elfmeter antrat – und bei Markus Schopp, der heute im Steirer-Derby als Hartberg-Trainer gegen den SK Sturm antritt, einen, wie er sagt, „Flashback“ auslöste. Dann denkt er an jene denkwürdigen Wochen vor genau 20 Jahren zurück, als er mit Sturm in der Champions League europaweit für Furore sorgte und gleich mehrmals zum Matchwinner wurde: zwei Elfer-Tore („deswegen auch der Flashback bei Szoboszlai“) gegen Feyenoord in der Quali, ein Tor gegen Galatasaray in Liebenau, Doppelpack gegen Monaco ebendort sowie das entscheidende 2:2 in Istanbul, welches das Tor zum Aufstieg in die Zwischenrunde öffnete. Trotzdem, so Schopp, häufig zurück denkt er an jene Zeit nicht. Die Grazerin Johanna Färber ist die neue Staatsmeisterin in Bouldern. GEPA Boulder-Staatsmeisterin ■■ Toller steirischer Triumph im Klettersport! Die junge Grazerin Johanna Färber kletterte sich in einem spannenden Finale der österreichischen Staatsmeisterschaften im Bouldern auf Platz eins. Bei dem Wettbewerb, der in Innsbruck stattfand, trat sie sogar als Favoritin an und konnte dem alle Ehre machen. Somit hat sie im Rahmen der Austria Climbing Summer Series, bei der sie bereits zwei weitere Siege abstaubte, sogar noch den Gesamtpreis gewonnen. „Es ist un ■■ glaublich! Ich war vor dem Wettkampf richtig nervös, habe mir mit der Favoritenrolle schwergetan. Dementsprechend holprig war der Start in der Qualifikation, aber ich habe immer besser reingefunden und bin im Finale komplett frei im Kopf geklettert“, freut sich die 22-jährige Grazerin zu Recht. Färber holte sich ihren ersten Boulder-Staatsmeistertitel in der allgemeinen Klasse sogar vor der Weltmeisterin von 2018 Jessica Pilz und Eva-Maria Hammelmüller. VALI

27. SEPTEMBER 2020 www.grazer.at sport graz 35 33 HERO➜ Sarah Puntigam, Fußballerin Mit dem Nationalteam feierte die frühere LUV-Spielerin ein 5:0 in Kasachstan – und traf dabei auch selbst. Robert Beric, Fußballer Peinlich: Der Ex-Sturm-Kicker stritt sich mit seinem Chicago-Kollegen am Feld um den Elfmeterschuss. ZERO ➜ kommen auch heute noch Generell lebt er im Jetzt. „Aber es kommen eben immer wieder diese Momente der Erinnerung an diese Zeit damals. Immerhin war es der Beginn einer Karriere- Zeit, aus der ich in den folgenden Jahren viel gelernt und mitgenommen habe. Ich wusste dann aber: Wenn du erfolgreich bleiben willst, musst du ins Ausland.“ Schopps Reise begann 2001 mit dem Transfer zu Brescia, wo er mit Roberto Baggio und Pep Guardiola zusammenspielte „und sie auch abseits des Rasens als Menschen kennenlernen durfte“. Nach zwei Jahren bei Red Bull ging’s zum „Schwesternklub“ nach New York, einer „spannenden, ganz anderen Welt als unsere“. Was folgte, war ein Aufstieg als Trainer. Zuerst im Jugend-/ Amateurbereich Sturms, ging’s dann zu St. Pölten (Co-Trainer) und schließlich zu Hartberg. Mit den Oststeirern schied er letzte Woche im Europacup in Gliwice knapp aus. Trotzdem: Es 20 Jahre nach der Champions League mit dem „kleinen“ TSV nach Europa zu schaffen, beeindruckte – und schloss vielleicht einen Kreis. „In 2000: Held in der legendären „Nacht von Istanbul“. 20 Jahre später international mit Hartberg. Schopps Aufstieg beeindruckt. GEPA (2) Summe habe ich damals ein ‚Packerl‘ an Erfahrung gesammelt, das mir die Basis für die Arbeit gibt.“ Heute will er das gegen den SK Sturm, „bei dem der Boost startete“, wieder beweisen. Am Eis wird man Oberkofler länger noch nicht sehen. Leih-Star Rasmussen (o.) stärkt die Offensive, kommt aber erst nächste Woche an. GEPA, SCREENSHOT YOUTUBE „Testspiele sagen wenig“ ■■ Wenn heute die 99ers in Linz auf die Black Wings treffen, kann jener Mann, der bei beiden Teams schon jetzt als Legende gilt, nicht dabei sein. Daniel Oberkofler wird sich die Partie vorm TV geben müssen, da er aktuell seine schwere Unterleibsverletzung auskurieren muss, die er im August erlitt und die ihn für bis zu zwölf Wochen zum Zuschauen verdammt. Was so gar nicht seine Sache ist. Daher testet Oberkofler die Belastung unter den aktuellen Umständen aus. „Dreimal pro Woche bin ich beim leichten Physiotraining. Alles halt sehr eingeschränkt.“ Seinen Kollegen traut er heute in Linz „alles zu. Auch wenn die Testspiele durchwachsen waren, das Potenzial im Team ist da.“ Gehoben werden soll selbiges mit Star-Leihspieler Michael Rasmussen, den die 99ers leihweise aus Detroit an die Mur holten. Oberkofler: „Es ist absolut nicht normal, dass ein Spieler mit so einer Klasse in Österreich spielt. Er wird uns sicher sehr weiterhelfen!“ PHIL

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