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27. Mai 2018

- Städteranking: Graz ist bei 100-Jährigen die Nummer 1 - Pflege: Stadt Millionen-Lücke - Tausende Landes-Computer landen im Müll - 15 Jahre nach 2003: Graz ist noch immer Kulturhauptstadt - Patenfamilien für Kinder mit kranken Eltern gesucht - Andritz: 637 Gründstückseinkäufe für einen einzigen Bach - Graz-Zuckerl kommen nicht

viva 28

viva 28 redaktion@grazer.at & 0 316 / 23 21 10 Die Steiermark könnte das Bio-Vorzeigebundesland Österreichs werden.“ Landtagsabgeordnete Sandra Krautwaschl will mehr Fördergeld für Biobauern und Biolebensmittel. GRÜNE www.grazer.at 27. MAI 2018 THINKSTOCK Ausgedämpft: Steiermark feiert den Nichtrauchertag QUALM. Rund um den Weltnichtrauchertag am 31. Mai finden zahlreiche Aktionen statt. In Graz wird erstmals ein Preis vergeben, mit dem Initiativen für ein rauchfreies Leben ausgezeichnet werden. Von Daniel Windisch daniel.windisch@grazer.at Der jüngste Suchtbericht des Landes Steiermark hat es einmal mehr ans Licht gebracht: Rauchen ist im Steirerland ein Massenphänomen, die Nikotinsucht ist weit verbreitet. 27 Prozent der Steirer ab 15 Jahren rauchen täglich Zigaretten, wobei Männer häufiger als Frauen qualmen. Bei Schülern ist der Raucher-Anteil in den letzten Jahren zwar etwas zurückgegangen, liegt aber immer noch bei 22 Prozent. Die Zahlen sind umso erschreckender, weil Rauchen bekanntlich für viele tödliche Krankheiten wie Krebs oder Herz-Kreislauferkrankungen verantwortlich ist. So sterben jedes Jahr allein in Österreich bis zu 14.000 Menschen an den Folgen des Rauchens, mehr als 1000 Todesfälle sind auf Passivrau- chen zurückzuführen. Smoke Free Award Da Rauchen ein globales Problem ist, wurde von der Weltgesundheitsorganisation WHO der Weltnichtrauchertag am 31. Mai ins Leben gerufen. Auch in der Steiermark finden rund um diesen Tag zahlreiche Aktionen statt. Eine Premiere feiert der Smoke Free Award, der am 29. Mai in der Aula der FH Campus 02 vergeben wird. Laut der Suchtpräventionsstelle Vivid, die den Award initiiert hat, ist dies der erste österreichische Preis, mit dem Menschen und Projekte für ein rauchfreies Zusammenleben geehrt werden. 30 Nominierungen in sechs Kategorien – von der Gastronomie bis zu Jugendinitiativen – gibt es, eine unter anderem mit Kabarettist Paul Pizzera prominent besetzte Jury wählt die Sieger aus. „Die Ein- reichungen für den Smoke Free Award sind so vielfältig wie die Betroffenheit von der Thematik“, freut sich Vivid-Geschäftsführerin Claudia Kahr. „Denn das Rauchen ist nicht nur ein Thema für Wirt und Arzt, sondern es geht uns alle an und betrifft uns alle auf irgendeine Art.“ Röntgenbus Indes laden die Pensionsversicherungsanstalt, das Land Steiermark und die steirische GKK am 30. Mai von 10 bis 16 Uhr ins PV-Rehabilitationszentrum St. Radegund. Unter dem Motto „Atme frei – sei dabei“ können Interessierte zum Beispiel einen Lungenfunktionstest machen, sich im Röntgenbus des Landes durchchecken und von Experten beraten lassen. Außerdem gibt’s neben Fachvorträgen als besondere Attraktion ein begehbares Lungenmodell, auf Kinder wartet ein Mal- und Zeichenbewerb. Rauchfrei-Seminare Die steirische GKK nutzt den Weltnichtrauchertag auch dazu, für ihre „Rauchfrei in sechs Wochen“- Seminare zu werben. Seit 2007 hat die STGKK rund 1300 Seminare mit insgesamt mehr als 8000 Teilnehmern durchgeführt. „Die Erfolgsquote ist beachtlich“, berichtet STG- KK-Experte Bernhard Stelzl. „Zwei von drei Teilnehmern schaffen den Rauchstopp, auch nach einem halben Jahr sind noch über 60 Prozent rauchfrei.“ Die Kosten für alle sechs Seminar-Einheiten, die jeweils eineinhalb Stunden dauern, betragen 30 Euro. Die Anmeldung ist unter der Nummer 0316/8035-1919, per Mail an rauchstopp@stgkk.at oder unter www.stgkk.at/tabak möglich. Die nächsten Seminare in Graz starten am 5., am 11. und am 21. Juni jeweils um 17.30 Uhr in der STGKK-Zentrale.

27. MAI 2018 www.grazer.at viva 29 ➜ IN THINKSTOCK (2) Auf Tabak verzichten Mit dem Rauchen aufzuhören, zahlt sich in jedem Alter aus – gesundheitlich und finanziell. Weiterrauchen Viele unterschätzen die Gefahren des Rauchens: Auch wer nur selten qualmt, hat ein deutlich höheres Krebsrisiko. OUT ➜ Erfolgreiche Hautkrebs-Aktion KONTROLLE. Hautärzte entdeckten bei der „sun. watch“-Aktion am Hauptplatz etliche Karzinome. Von Daniel Windisch daniel.windisch@grazer.at Ein voller Erfolg war auch heuer „sun.watch“, die Hautkrebs-Vorsorge-Aktion der Krebshilfe Steiermark, die auch vom „Grazer“ unterstützt wird. Am Freitag machte „sun. watch“ wieder auf dem Grazer Hauptplatz Station. Trotz des wechselhaften Wetters nutzten 276 Bürger die Gelegenheit, um sich von Hautkrebs-Spezialistin Erika Richtig und ihrem Team begutachten und beraten zu lassen. Und die Dermatologen der Grazer Uni-Hautklinik wurden gleich mehrfach fündig: In neun Fällen ergab sich der Verdacht auf ein Melanom, also auf den gefährlichen schwarzen Hautkrebs. Außerdem wurden laut Richtig verschiedenste (Früh-)Formen des weißen Hautkrebses entdeckt, darunter 14 Basalzellkarzinome, 55 aktinische Keratosen sowie sechs Plattenepithelkarzinome. „Die Leute waren froh und dankbar über diesen niederschwelligen Zugang“, bilanziert Richtig über die diesjährige Aktion. „Die Leute haben sich schon angestellt, als wir aufgesperrt haben. Ein Mann ist sogar extra aus Leoben angereist.“ An den„sun.watch“-Untersuchungszelten herrschte reger Andrang. Insgesamt ließen sich 276 Personen auf Hautkrebs kontrollieren. KK

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