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27. Mai 2018

- Städteranking: Graz ist bei 100-Jährigen die Nummer 1 - Pflege: Stadt Millionen-Lücke - Tausende Landes-Computer landen im Müll - 15 Jahre nach 2003: Graz ist noch immer Kulturhauptstadt - Patenfamilien für Kinder mit kranken Eltern gesucht - Andritz: 637 Gründstückseinkäufe für einen einzigen Bach - Graz-Zuckerl kommen nicht

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14 graz www.grazer.at 27. MAI 2018 Journalismus ist wichtiger denn je KONSTANTE. Der kritische Journalismus wird trotz digitalen Wandels nicht sterben, sondern ist wichtiges Qualitätskriterium – da waren sich die Teilnehmer der Podiumsdiskussion im alumni Medien-Club einig. Vor wenigen Jahren wurde vom Ende des professionellen Journalismus und dem Beginn der Blogger und Bürgerjournalisten gesprochen. Gedruckte Zeitungen wurden quasi totgesagt. Jetzt sehen Experten sogar ein „goldenes Zeitalter“ der Branche und heben kritische Journalisten als wichtige Gatekeeper im Kampf gegen Fakenews hervor. Genau über die mit dem digitalen Wandel zusammenhängen Veränderungen im Beruf von Journalisten, Pressesprechern und PR-Agenturen wurde jetzt im alumni Medien-Club von Michael Radspieler und Carmen Teubenbacher an der Karl- Franzens-Universität diskutiert. Am Podium: „Grazer“-Chefredakteur Tobit Schweighofer, Michael Feiertag, Pressespre- cher von Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, und Stefan Mooslechner, Geschäftsführer von CodeFlügel, Österreichs führendem Anbieter von Augmented-Reality-Systemlösungen. Schnell waren sich alle einig: Der digitale Wandel ist zwar unaufhaltsam, Medien werden immer kurzlebiger und die Kanäle ändern sich immer schneller, der klassische Journalismus aber wird – auch im Printbereich – nicht sterben, sondern als wichtiges Qualitätskriterium erhalten bleiben und sogar immer mehr an Bedeutung gewinnen. Kritischen und unabhängigen Zeitungsmachern geht es nicht nur um schnell produzierte Inhalte und Aufmerksamkeit. Sie stehen für gewisse qualitative und ethische Standards ein. Diskussion über den digitalen Wandel: Michael Radspieler, Stefan Mooslechner, Tobit Schweighofer, Carmen Teubenbacher und Michael Feiertag (v.l. oben) LUEF (2) Wünsche mir Ferienpaten! HELFEN SIE. Wir suchen auch für diesen Sommer Ferienpaten, die Kindern aus armen Familien Gratisferien ermöglichen. Mehr als 120 Mädchen und Buben waren es im Vorjahr, deren Eltern sich keine Ferienreise leisten können und die dennoch dank „Grazer“-Leserfamilie ans Meer oder an einen See fahren konnten. Auch dieses Jahr soll ein Rekordjahr werden! Mit der Überweisung von 75 Euro ist man dabei. Die Bankdaten lauten: ■ Bankinstitut: Raiffeisen Landesbank Steiermark ■ IBAN: AT71 3800 0000 0002 8266 ■ BLZ: 38 000, BIC: RZSTAT2G, Konto: 28266 ■ Kontoinhaber: Media 21 GmbH Der Grazer ■ Verwendungszweck: Ferienpaten 2018 THINKSTOCK

27. MAI 2018 www.grazer.at graz 15 Bittere Pille statt süßer Nascherei Graz-Zuckerl kommen nicht! So sahen sie aus, die Zuckerl. Die verpickte Lieferung ging retour nach Linz und verwöhnte nie die Grazer Gaumen. SCHADE. Linzerinnen begeisterten mit Idee der Graz-Zuckerl. Lagerungsfehler verhinderte jedoch, dass diese in den Handel kommen. Und es nie werden. Im Rahmen des Designmonats: Brillen aus dem 3D-Drucker gezeigt. VIU Brillen aus dem 3D-Drucker ■■ Der Designmonat geht ins Finale: Am 1. und 2. Juni präsentiert das Schweizer Brillen-Label VIU in der Herrengasse seine Brillen aus dem 3D-Drucker im Rahmen des Kreativfestivals. Die innovative Brillenkollektion „Archetypes“ wird aus Polyamid-Staub hergestellt. Am 1. Juni gibt’s außerdem etwa ein Meet&Greet mit Tom Possod von Titan Motorcycles. Der Grazer baut zusammen mit Michael Siebenhofer Motorräder nach Maß. Von Philipp Braunegger philipp.braunegger@grazer.at Exakt ein Jahr und sechs Tage ist es her, dass der „Grazer“ exklusiv über die süße „Graz-Zuckerl“-Idee der Linzerinnen Anna Klymenko und Anna Styn (ihre Süßwarenmanufaktur „Naschkatze“ ist berühmt in der Linzer Altstadt) berichtete. Der Plan war: Bis Ende Herbst 2017 sollte die Süßigkeit in den Handel kommen und die Palette an Grazer Naschereien (nach „Schlossbergkugel“, „Messespitz“ oder „Uhrturmspalten“) erweitern. Jetzt steht jedoch fest: Daraus wird nix! Dabei lief eigentlich alles nach Plan, wie Klymenko erklärt: „Nachdem die Gespräche mit den Verantwortlichen von ‚Graz- Tourismus‘, darunter Chef Dieter Hardt-Stremayr („Die Kostproben haben überzeugt, das Konzept gefällt mir sehr gut“, meinte dieser damals, Anm.) erfolgreich verliefen, haben wir im Sommer die ersten zwei Tranchen Zuckerl geschickt. Zwei Mal je zehn Kilo.“ Dann passierte es. „Die Zuckerl wurden wohl falsch gelagert – sie bekamen zu wenig Kühlung und sind alle zusammengepickt!“ Aufgrund des Glukose-Zitronensäure-Gemisches ließen sich die Zuckerln dann nicht mehr trennen – und waren unverkäuflich! Kein zweiter Versuch Ein kurioses Missgeschick, das man auch beim „Graz-Tourismus“ bedauert, wie Bettina Ploll vom Graz-Tourismus-Shop sagt: „Natürlich hätten wir die Zuckerln gern in unser Produktsortiment aufgenommen, jetzt sieht es aber so aus, als ob es einen zweiten Anlauf nicht geben wird.“ Das bestätigt man auch in Linz: „Es hat sich jetzt leider nichts Neues mehr ergeben. Es ist wirklich extrem schade, dass es nicht geklappt hat – immerhin sind die Graz-Zuckerl super geworden“, so Klymenko betrübt. In zwei Ausführungen hätte es selbige gegeben: mit Uhrturm in beeriger Geschmacksrichtung sowie als „I love Graz“-Motiv, das ebenso fruchtig kreiert wurde. Eine ähnliche Linie wurde in Linz zum Erfolgsprodukt. Für Graz wird es die Zuckerl leider nicht geben. Im wahrsten Sinn des Wortes: Bitter... Anna Styn (links) und Anna Klymenko bedauern den Zuckerl- Flop. NASCHKATZE (2) Das Bischöfliche Gymnasium ist international sehr aktiv. KK Grazer Schule mit Top-Projekt ■■ Im Zuge des Erasmus- KA-219-Projektes hat das Bischöfliche Gymnasium in Graz eine sogenannte strategische Schulpartnerschaft mit Schulen in Helsinki, in Valencia und in Schweden vereinbart. Es geht um Sport und Gesundheit. Derzeit sind 30 Schüler aus diesen Ländern in Graz und verleben hier mit den sechsten Klassen eine gesund-sportliche Zeit. Graz hat jetzt das Schwerpunkt-Thema „Outdoor Sports: A Rolling Stone gathers no moss“.

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