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27. Mai 2018

- Städteranking: Graz ist bei 100-Jährigen die Nummer 1 - Pflege: Stadt Millionen-Lücke - Tausende Landes-Computer landen im Müll - 15 Jahre nach 2003: Graz ist noch immer Kulturhauptstadt - Patenfamilien für Kinder mit kranken Eltern gesucht - Andritz: 637 Gründstückseinkäufe für einen einzigen Bach - Graz-Zuckerl kommen nicht

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12 graz www.grazer.at 27. MAI 2018 Gesucht Gelöst Vorbildlich: Ulrike und August Briesner betreuen als Patenfamilie für Kinder psychisch belasteter Eltern seit Ende Juli 2017 zwei Schwestern. KK Patenfamilien für Kinder mit kranken Eltern gesucht HILFE. Geschätzte 3000 Kinder in Graz wachsen mit einem psychisch erkrankten Elternteil auf. Von Tobit Schweighofer tobit.schweighofer@grazer.at Schätzungen zufolge gibt es in Österreich 70.000 Kinder psychisch erkrankter Mütter. Damit leben in Graz ungefähr 3000 Kinder in einer Familie mit einem psychisch erkrankten Elternteil, wobei zu Kindern mit erkrankten Vätern keine offiziellen Zahlen vorliegen. Die Dunkelziffer der betroffenen Kinder wird weitaus höher angenommen. Mit dem Patenfamilien-Projekt von „Miteinander leben“ und der „Diakonie de la Tour“ soll den Kindern bis elf Jahren ein stabiles Umfeld geboten werden, um ihre gesundheitliche Entwicklung zu fördern. „Wir können bereits 15 Kinder betreuen, Anfang Juni starten wir den dritten Durchgang unseres Projektes und suchen dafür noch dringend Patenfamilien“, berichtet Projektleiterin Stefanie Weikhard von „Miteinander leben“. „Ene Patenfamilie muss auch nicht permanent auf das Kind schauen, ein paar Stunden in der Woche reichen da schon. Wichtig ist nur eine längerfristi- ge Betreuung, damit die Kinder einen Bezug aufbauen können.“ Das Projekt läuft seit 2017 und soll ab 2019 steiermarkweit ausgebaut werden. „Pflegefamilien sind unheimlich wichtig“, bestätigt der zuständige Stadtrat Kurt Hohensinner. „Das Patenfamilien- Projekt ist eine super Initiative, die meine volle Unterstützung hat.“ Interessierte Familien können sich im Internet auf der Seite www.miteinander-leben.at oder unter der Telefonnummer 0316/825 266 über alle weiteren Details informieren. Stefanie Weikhard sucht noch dringend weitere Patenfamilien. KK Entlang des Grazer Schöcklbaches in Andritz mussten wegen Hochwasserschutz-Regulierungen private Grundstücke abgekauft werden. STADT GRAZ 637 Grundstückseinkäufe für einen einzigen Bach KURIOS. Um den Grazer Schöcklbach zu regulieren, waren 637 Grundstückseinlösungen nötig. Von Vojo Radkovic vojo.radkovic@grazer.at Um die Hochwassergefahr für den Schöcklbach in Graz-Andritz ein für allemal zu verbannen, war eine umfangreiche Regulierung des Bachbettes notwendig. Insbesondere in Richtung Norden, wo der Hochwasserschutz für Andritz in einem Auffangbecken das Zentrum hat, gehören die Gründe am Ufer entlang des Schöckl baches vor allem privaten Personen. Um jetzt die nötigen Arbeiten durchführen zu können, war es für die Liegenschaftsverwaltung eine Challenge, die jeweiligen Besitzer der 637 Eigenheime dazu zu bringen, ein paar Qua dratmeter ihres Grundstückes an die Stadt abzugeben. Katharina Peer, Leiterin Abteilung für Immobilien: „In der Regulierung des Schöcklbaches steckte sehr viel Kleinarbeit. Es ging um kleine Flächen entlang des 2,5 Kilometer langen Baches, um die Einlösung von oft sehr wenigen Quadratmetern. Wir mussten mit 637 Eigentümern verhandeln. Das war oft ein K(r)ampf. Vor allem am Popelkaring, wo verschiedenste Wohnungseigentümer Allgemeinflächen besitzen, war es mühsam. Manche Eigentümer mussten lange überredet werden. Ginge es nach dem Eisenbahngesetz, hätten wir enteignen können, so aber war das ein langwieriger juristischer Verlauf. Wir konnten alles bereinigen. Vor allem die Leute aus der Abteilung Grünraum haben da wesentlich mitgewirkt.“ Jedenfalls ist die Hochwassergefahr beseitigt. Kathrin Peer, Stadt-Immobilien: Es war ein mühsamer Weg!STADT GRAZ/FISCHER

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