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27. April 2021

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- GrazLOG nimmt Fahrt auf - Lärm macht uns krank - Bombendrohung in Volksschule - Alex Rehak feiert 70. Geburtstag - Radfahrer von Bim überrollt

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2 graz www.grazer.at 27. APRIL 2021 Die Corona-Zahlen in Graz sind seit gestern wieder abgesunken. GETTY Corona-Zahlen in Graz und GU ■ Die Grazer Corona-Zahlen sind seit gestern wieder etwas gesunken. Die Sieben-Tages- Inzidenz liegt aktuell bei 196,5 Fällen pro 100.000 Einwohnern (gestern: 206,1) – 168,5 in Graz- Umgebung. Der Steiermark- Durchschnitt beträgt 186,9. Das höchste Infektionsgeschehen hat der Bezirk Deutschlandsberg mit 254,7 – das niedrigste Bruck- Mürzzuschlag mit 97,3. Bisher sind 285 Menschen in Graz im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben, in Graz- Umgebung 240. Der Raiffeisen-Vorstand zog nun Bilanz. RAIFFEISEN-LANDESBANK STEIERMARK/PETER RIEDLE Raiffeisen bleibt Marktführer ■ Bei Raiffeisen Steiermark zog man eine verhältnismäßig positive Bilanz über das Vorjahr. Das gab der Vorstand um Generaldirektor Martin Schaller und die Vorstandsdirektoren Rainer Stelzer, Florian Stryeck und Ariane Pfleger heute bekannt. Auch Meilensteine waren dabei: Raiffeisen wurde als beste Bank 2020 ausgezeichnet und konnte die Marktführerschaft im Digital Banking ausbauen. Man leistete auch einen Beitrag in der Krise und stützte 2,3 Milliarden Euro an Krediten. Tag gegen Lärm: „Straßenlärm macht uns krank“ Zum morgigen Tag gegen Lärm warnen Experten vor den gesundheitsgefährdenden Folgen. GETTY TAG GEGEN LÄRM. Experten warnen vor den drastischen Auswirkungen von Lärm. Laut WHO wird jeder vierte Mensch im Jahr 2050 ein Hörproblem haben. Schuld ist zu einem großen Teil der extreme Straßenverkehr. Von Valentina Gartner valentina.gartner@grazer.at Der Schrei von Experten, dass dauerhafte Lärmbelastung krank macht, wird immer lauter – welch Ironie. Zum morgigen Tag gegen Lärm warnen deswegen die Steirischen Hörakustiker: Jeder Fünfte ist bereits durch seine laute Umgebung gesundheitsgefährdet. Ab 2050 soll ein Viertel der Menschen ein Hörproblem haben. Schuld ist zu einem großen Teil der Straßenverkehr. „Chronischer Lärm führt nicht nur zu Hörminderung sondern laut Studien auch zu Problemen wie Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen sowie kognitiven Einschränkungen“, sagt Helmut Fuchs, Landesinnungsmeister der Steirischen Hörakustiker. Rund 6,5 Millionen Europäer haben wegen des Lärms bereits Schlafstörungen. In der Steiermark waren vor der Covid-19 Pandemie über 310.000 Personen durch eine zu laute Wohnumgebung belastet, jeder zweite durch Verkehrslärm, macht die Organisation VCÖ - Mobilität mit Zukunft gegen Lärm aufmerksam. Im Corona-Jahr nahm durch den Verkehrsrückgang auch der Lärm ab. Doch mit der Zunahme des Verkehrs steigt auch wieder die Lärmbelastung. Der größte Lärmerreger in der Steiermark ist der Kfz-Verkehr. Straßen sind zu laut „Um die Gesundheit der Menschen zu schützen, muss die künftige Mobilität leiser sein als vor Covid-19“, betont VCÖ- Expertin Ulla Rasmussen. Die WHO empfiehlt, die dauerhafte Lärmbelastung auf unter 53 Dezibel zu reduzieren, in der Nacht auf unter 45 Dezibel, weil laut WHO „Straßenverkehrslärm oberhalb dieses Wertes mit schädlichen gesundheitlichen Auswirkungen verbunden ist“. Auch, wenn man akut keinen Hörverlust oder Tinnitus bei sich feststellt, kann ein Problem bestehen. Hörverlust nimmt mit dem Alter zu und ist das Resultat einer dauerhaften Beschallung. Gemeinden und Städte können durch Verkehrsberuhigung die Lärmbelastung reduzieren. „Maßnahmen, wie Begegnungszonen sowie Tempo 30 statt Tempo 50 führen dazu, dass mehr Personen zu Fuß oder mit dem Fahrrad statt mit dem Auto mobil sind, was gesünder, klimafreundlicher und auch leiser ist“, erklärt VCÖ-Expertin. Vor allem auch das ständige tragen von Kopfhörern im Home-Office ist schlecht für unsere Ohren. „Wer eine durchgängige Geräuschkulisse gewöhnt ist, bemerkt das Problem oft gar nicht mehr oder ist sich unsicher, ob sie eine Gefahr darstellt. Die Steirischen Hörakustiker stehen für alle Fragen rund um dieses Thema zur Verfügung – und haben auch während des Lockdowns geöffnet“, schließt Fuchs.

27. APRIL 2021 www.grazer.at graz 3 Mehrsprachigkeit ist positiv STUDIE. Forscherinnen der Uni Graz fanden heraus, dass Mehrsprachigkeit kein Hemmschuh ist, sondern Schüler mehr Erfolge feiern, wenn man sie in ihrer Sprache bestärkt und sie fördert und motiviert. Kinder, die in ihrer Mehrsprachigkeit akzeptiert und gefördert werden, sind nicht nur motivierter, sondern auch selbstsicherer und bringen bessere Leistungen. GETTY Mehrsprachigkeit gilt generell als karrierefördernd und daher als erstrebenswertes Ziel. Das sehen auch österreichische AHS- und Mittelschullehrer so, die jetzt für ein Forschungsprojekt der Uni Graz, geleitet von Elizabeth Erling, befragt wurden. „Geht es allerdings um die Förderung von Kindern mit nicht-deutscher Muttersprache im Unterricht, ändert sich diese Einstellung bei vielen grundlegend“, berichtet Anouschka Foltz, Co- Autorin der Studie am Institut für Anglistik. Besonders in Mittelschulen wird Mehrsprachigkeit als Hemmschuh gesehen. „Traut man den betroffenen Schülern zu wenig zu, sind sie demotiviert und erreichen tatsächlich nicht so viel wie andere“, kritisiert die Linguistin. Ihre Untersuchungen haben zudem ge- zeigt, wie wenig Mehrsprachigkeit als Ressource in Schulen genutzt wird. Werden Kinder ermutigt, ihr gesamtes sprachliches Repertoire zu verwenden, stärkt das ihr Wohlbefinden und ihr Selbstvertrauen. Damit gelingt es ihnen auch, den Lernstoff leichter aufzunehmen. „Ohne eine Sprache als Basis scheitern Schüler. Diese Sprache muss aber keineswegs Deutsch sein“, betont Foltz. Gemeinsam mit ihren an den Universitäten Graz und Wien tätigen Kollegen fordert sie ein rasches Umdenken. In den Lehrplänen sei die Förderung des Sprachbewusstseins längst verankert, in der Praxis werde sie aber kaum berücksichtigt. „Die Kinder – und natürlich auch die Pädagogen – sollen erkennen, dass Mehrsprachigkeit etwas Positives ist, das ihnen in der Schule und darüber hinaus nützt“, plädiert sie. CityRadeln kommt auf Touren RADELSPASS. Auch wenn am 28. April die gemeinsame Ausfahrt bei der Freizeit-Ticket-Tour des Grazer CityRadelns entfällt, macht die städtische Verkehrsplanung online gehörig Tempo. Der Start in die Grazer CityRadel-Saison findet dieses Jahr etwas anders statt als geplant: Denn die mindestens 10-Kilometer-Runde kann morgen, am 28. April, jede und jeder für sich selbst bestimmen. Gestrampelt wird also im „echten Leben“, lediglich die Teilnahme kann virtuell gepostet oder gemailt werden. Wer zwischen 6 Uhr früh und 20 Uhr abends in die Pedale tritt, seine Route über eine App oder als Screenshot oder ein Selfie auf www.facebook.com/Grazer. CityRadeln postet oder per E- Mail an verkehrsplanung@stadt. graz.at schickt, kann zudem gewinnen. Unter allen Einsendun- gen und Postings werden ein 50 Euro Mobilitätsgutschein, zwei Freizeittickets sowie ein S-Bahn- Goodie-Bag verlost. „Das digital unterstützte individuelle Radeln kann zwar eine gemeinsame Ausfahrt nicht ersetzen, ich danke trotzdem dafür, dass diese Alternative möglich ist und freue mich schon auf das erste wirkliche Zusammen-Radeln - hoffentlich bald“, betont Stadträtin Elke Kahr. Seit zehn Saisonen wird beim CityRadeln bereits gemeinsam in die Pedale getreten. Die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr. Alle Infos zu den Routen und Sicherheitsvorkehrungen unter graz.at/cityradeln. Auf die Radln, fertig, los! Von April bis August spielt das Fahrrad beim Grazer CityRadeln die Hauptrolle auf in Fahrtrichtung autofreien Straßen. JOEL KERNASENKO NACHRICHTEN AUS DEM RATHAUS ENTGELTLICHE KOOPERATION

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