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26. September 2021

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Graz hat gewählt: Alle Ergebnisse, Reaktionen und Hintergrundinfos zur Gemeinderatswahl 2021.

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10 graz www.grazer.at 26. SEPTEMBER 2021 VI. Jakomini Wahlbeteiligung: 36,82 Prozent ■ Zu den bevölkerungsreichsten Stadtbezirken zählt mit 35.800 Einwohnern Jakomini – Lärm und Stau sind daher kaum zu vermeiden. Im geschäftigen Wohn- und Gewerbebezirk befinden sich die moderne Messe und Stadthalle, in der Kongresse, Konzerte und Sportveranstaltungen stattfinden. Vor allem der Verkehr rund um die Conrad-von-Hötzendorf-Straße ist Dauerthema im Bezirk. Ein ausgeklügeltes Mobilitätskonzept beim Messequadrant gehört dringend her. Auch der Lärm setzt den immer mehr werdenden Anrainern zu. Im grünen Augarten sorgen ebenso Schmutz und Lärm für Ärger. Mit Licht, WC-Anlagen, einer Wasserspielanlage und permanenten Foodtrucks erfreut man aber die Gemüter. VALI Wahlbeteiligung: 39,95 Prozent VII. Liebenau ■ Kaum ein Thema regte in den vergangenen Monaten so auf, wie das geplante Amazon-Verteilerzentrum im Süden von Graz, auf einem Acker im Bezirk Liebenau. Der Betrieb soll rund um die Uhr im Schichtbetrieb stattfinden, rund 250 Mitarbeiter sollen angestellt werden – Dauerlärm ist zu erwarten. Ende Juli war dann bekannt geworden, dass das Land vor dem Bau keine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) verlangt, die Stadt Graz legte daher einen Einspruch ein. Ein weiteres brennendes Thema ist das Naherholungsgebiet Auwiesen an der Mur: Die einen sehen dort ständig Ausschreitungen und Krawalle, die anderen wettern im Sinne eines friedlichen Naturraums dagegen. Das Innenministerium bestätigte dort Körperverletzungen, Diebstähle und Sachbeschädigungen. VALI VIII. St. Peter Wahlbeteiligung: 117,36 Prozent ■ Die Plüddemanngasse ist nach wie vor ein Staumagnet, wie auch die St. Peter Hauptstraße. Die aktuell zunehmende Bautätigkeit ist ein weiteres Hauptthema: Anrainer laufen Sturm gegen viele der geplanten neuen Wohnhäuser. Blockbau statt Einfamilienhäuser ist die Devise. Aber: als die Terrassenhaussiedlung in den 70ern gebaut wurde, gab es lautstarke Kritik, keiner wollte diese Megasiedlung. Jetzt prüft das Bundesdenkmalamt ob man sie als Beispiel für den guten Wohnbau der 70er Jahre nicht unter Denkmalschutz stellen sollte. Die Bewohner von St. Peter hätten auch gerne ihr Pammerbad wieder. Dieses kultige Freibad war weit über den Bezirk hinaus beliebt und immer noch gibt es die Hoffnung, dass Bad würde wieder wachgeküsst. VOJO

26. SEPTEMBER 2021 www.grazer.at IX. Waltendorf graz 11 Wahlbeteiligung: 48,72 Prozent ■ Im Bezirk wird viel gebaut – beim ehemaligen Kotzbeck-Haus entstand in den letzten Jahren ein völlig neues Zentrum, und auch gegenüber beim Billa soll bald groß gebaut werden. Das gefällt nicht allen. Viele Villen am Ruckerlberg müssen großen Wohnprojekten weichen, was regelmäßig zu einem Aufschrei der Bevölkerug führt. Außerdem wartet diese seit Jahren auf ein Verkehrskonzept, das völlig überfüllte Nebenstraßen entlasten soll. 4000 bis 5000 Autos werden täglich in den Wohngegenden Rudolfstraße und Argenotstraße gezählt. Versprochen wurde eine Lösung für Juli. Seither heißt es im Amt: Keine Zeit! VENA Wahlbeteiligung: 45,81 Prozent X. Ries ■ Die heftigen sommerlichen Unwetter der letzten Jahre machen den Riesern zu schaffen. Immer wieder zerstören Überschwemmungen von Bächen Straßen, Häuser und Wohnungen. Lösungen wie ein Rückhaltebecken oder private Regentonnen werden dringend gebraucht. Anrainer klagen auch über die Parkplatzsituation nahe des Ruckerlbergs. Zuzug von Leuten die außerhalb wohnen und etwa beim Landeskrankenhaus arbeiten, verparken dauerhaft die wenig vorhanden Parkplätze in diesem Bereich. Gerade Eltern sorgen sich in Sachen Verkehr um ihre Kinder. Für eine bessere Anbindung mit dem Rad kämpft man außerdem für neue Radwege im Bezirk. VALI XI. Mariatrost Wahlbeteiligung: 47,91 Prozent ■ Verkehr und Verbauung bestimmen den Außenbezirk seit Jahren. Die Infrastruktur hinkt dem Zuzug hinterher – die Straßenbahnlinie 1 wird zwar mehrgleisig ausgebaut, das dauert aber – nahezu jedes Jahr fährt der Schienenersatzverkehr durch die stark befahrene Mariatrosterstraße, gerade in den Morgenstunden führt das regelmäßig zu langen Wartezeiten. Die FPÖ hat zuletzt gar einen zweijährigen Baustopp für den Bezirk gefordert. Die Basilika wurde kürzlich renoviert. Und auch das Zentrum soll jetzt endlich belebt werden. Bürgermeister Nagl präsentierte kürzlich Pläne für einen Bauernmarkt und die Attraktivierung des Tramway- Museums. VENA

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