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26. September 2021

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- Graz soll bis 2040 klimaneutral sein - So läuft die Gemeinderatswahl heute ab - Heute ist der Tag des Sports - Großes Finale der EuroSkills - Premstätten: Ärger um die Deponie

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graz 20 www.grazer.at 26. SEPTEMBER 2021 Bezirkstour durch Graz: Zukunft der Gesundheit und INNOVATIV. Gemeinsam mit Bürgermeister Siegfried Nagl touren wir durch die Grazer Bezirke. Diese Woche stand der Bezirk Ries auf dem Plan. Wir besuchten dort drei Firmen mit innovativen Ideen. Von Valentina Gartner valentina.gartner@grazer.at Der „Grazer“ tourt in Kooperation mit der Wirtschaftsabteilung der Stadt Graz durch die Grazer Bezirke. Bei der Tour begleiten wir den zuständigen Stadtsenatsreferenten Bürgermeister Siegfried Nagl bei exklusiven Besuchen im jeweiligen Bezirk. Nach dem letzten Besuch im Bezirk Mariatrost stand diesmal ein Besuch in Ries an. Dort besuchten wir gleich drei Unternehmen, die zum einen modern sind und zum anderen zur Geschichte des Bezirks zählen. Zu Beginn der Tour schauten wir im „Zentrum für Wissens- und Technologietransfer in der Medizin“ (ZWT) vorbei. Vor sieben Jahren wurde das ZWT als erster baulicher Schritt des neuen Stadtteils für die Gesundheit eröffnet, in dem LKH-Univ.-Klinikum Graz, der MED CAMPUS Graz der Med Uni Graz und das ZWT mit seinen Life- Science-Unternehmen gebündelt sind. Immer mehr Unternehmen – vor allem Start-ups – interessieren sich für einen Standort in diesem Bezirksvorsteher Josef Schuster, Med-Uni-Rektor Hellmut Samonigg, Bürgermeister Siegfried Nagl, ZWT-Geschäftsführer Anke Dettelbacher und Thomas Mrak idealen Umfeld. „Unser Angebot wird sehr gut angenommen und die Nachfrage ist riesig. Alleine in zwei Wochen bekommen wir rund fünf neue Anfragen“, freut sich die ZWT-Geschäftsführerin Anke Dettelbacher. 341 statt der geplanten 250 Mitarbeiter und 20 international erfolgreiche Mieter aus dem Life-Science-Bereich, die sich auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten dynamisch entwickeln: Das zeigt ganz klar, dass sich die Medical Science City zum pulsierenden Netzwerk für Unternehmertum entwickelt hat. „Aufgrund der dynamischen Entwicklung wird derzeit der ZWT Accelerator als Erweiterung speziell für Start-ups und Spin-offs im Life-Science-Bereich umgesetzt. Das zweite Gebäude sollte Anfang 2023 eröffnet werden“, erklärt auch Thomas Mrak, ebenso ZWT-Geschäftsführer. Im Moment ist der Wunsch nach einem dritten Gebäude da und im Gespräch. Erster Mieter Die nächste Station auf der Bezirkstour führte uns lediglich in den fünften Stock zu „MEON Medical Solutions® GmbH & Co KG“. Das Privatunternehmen mit dem Bestreben, hochwertige innova- tive Diagnostika zum Wohle von Patienten und zur Senkung der Gesundheitskosten zu entwickeln, zu produzieren und zu vertreiben, war der erste Mieter im Haus bei ZWT. „Wir haben viele verschiedene Projekte. Derzeit wird aber an zwei gearbeitet: Ein Laborsystem mit einer neuen technologischen Innovation kommt bis Ende 2022 auf den Markt, ein weltweit einzigartiges und neuartiges System braucht mit Stand jetzt noch fünf Jahre – mehr verrate ich aber nicht“, schmunzelt Horst Rüther, General Manager von MEON. Lediglich die Anschaffung der Materialien stellt in der Branche ein großes Problem dar. „102 Wochen Lieferzeit für Chips, die wir brauchen. Wir müssen also schon jetzt Dinge bestellen, die wir in zwei Jahren brauchen“, so Rüther. Die Systeme bewundern nicht nur die Mitarbeiter, auch der Bürgermeister ist von der Entwicklung der Zukunft fasziniert: „Ein Zukunftsforscher hat mir einmal gesagt, ich solle mehr Science- Fiction-Filme anschauen, denn die beschreiben, wie wir in der Zukunft leben. Dabei denke ich dann immer an Captain Kirk von ‚Raumschiff Enterprise‘, der damals schon Der Meranhof ist seit mittlerweile drei Generationen ein reiner Familienbetrieb: Landwirt Martin Gaßner (von hinten) und Bürgermeister Nagl. STADT GRAZ/THOMAS QUINZ (4) Der Bürgermeister hat bei der Tour dann auch gleich gemeinsam mit dem Bezirksvorsteher eine kleine Spritztour mit dem Traktor gemacht. WIRTSCHAFT IM BEZIRK DIESER BEITRAG WURDE VON DER ABTEILUNG FÜR WIRTSCHAFTS- UND TOURISMUSENTWICKLUNG DER STADT GRAZ FINANZIELL UNTERSTÜTZT UND UNTER WAHRUNG DER VOLLEN REDAKTIONELLEN UNABHÄNGIGKEIT ERSTELLT.

26. SEPTEMBER 2021 www.grazer.at graz 21 regionale Produkte in Ries ein Touch-Handy hatte – so wie wir eben jetzt.“ Kühe und Bienen Zu guter Letzt ging es bei der Tour durch Ries noch zum „Meranhof“. Seine Geschichte geht sehr weit zurück: Der Meranhof war früher im Besitz der Gräfin von Meran, Anna Plochl, der späteren Frau von Erzherzog Johann. Zu dieser Zeit handelte es sich primär um einen Pferdehof. Erst später wurde langsam vom Pferde- auf einen Milchbetrieb umgestellt und Kühe wurden aufgezogen. Der Meranhof wird seit drei Generationen als reiner Familienbetrieb bewirtschaftet. Martin Gaßner hat den Hof 1999 von seinen Eltern übernommen und führt ihn bis heute mit großer Leidenschaft. Die gesamte Familie packt an und produziert Frischmilch, Landbutter, Topfen, Käse, Sauerrahm, Aufstriche und Joghurt. Zweimal in der Woche sind sie am Bauernmarkt zu finden: freitags am Bauernmarkt in der Ragnitz bei der Pfarre und am Samstag am Hasnerplatz. „Uns ist die Gesundheit der Tiere besonders wichtig – sie sind für uns wie Haustiere“, so Gaßner. Neben den Kühen gibt es am Hof auch Pferde und vor allem Bienen, die frischen Honig zaubern. Bei der Tour entpuppte sich Nagl als wahrer Bienen-Kenner: „Ich habe schon einmal einen Kurs gemacht und wollte einen Bienenstock aufstellen. Bis jetzt hab ich mich dann doch nicht getraut, eines Tages werde ich aber Imker.“ Im Bezirk gibt es zudem ein Projekt, bei dem sich Schulen den Bauernhof genauer anschauen und alles darüber erfahren können. Zum Abschluss drehte Nagl gemeinsam mit Bezirksvorsteher Josef Schuster noch eine Runde mit dem Traktor. Kammermitglieder ■ Gewerbe und Handwerk: insgesamt 189, aktiv 157, ruhend 32 ■ Industrie: insgesamt 0, aktiv 0, ruhend 0 ■ Handel: insgesamt 92, aktiv 72, ruhend 20 ■ Bank & Versicherung: insgesamt 4, aktiv 4, ruhend 0 ■ Transport & Verkehr: insgesamt 21, aktiv 17, ruhend 4 ■ Tourismus & Freizeit: insgesamt 47, aktiv 42, ruhend 5 ■ Information & Consulting: insgesamt 115, aktiv 87, ruhend 28 Sichtschutz und Blumen SCHÖN. Der Bezirksvorsteher von Ries setzt sich für ein schöneres Gesamtbild ein. Schutzinseln samt Blümchen und Mülltonnenverkleidungen helfen. ■ In den Grazer Bezirken setzt man sich aktuell mehr denn je für ein schönes Bild ein. Gerade der Bezirksvorsteher von Ries, Josef Schuster, der erst seit zwei Jahren im Amt ist, nimmt sich immer viel vor. Wie auch in diesem Jahr: Seit dem Sommer verschönert man hier nämlich Schutzinseln mit Blumen, Sträuchern und Co. Sechs an der Zahl sind bereits fertiggestellt und in Ries zu bewundern, drei weitere kommen noch. Sie sollen in den nächsten Wochen fertig sein und somit den Bezirk um einiges aufwerten. Neben den begrünten Inseln will man jetzt größere Müllsammelstellen verkleiden. „Mit einfachen Platten, die man vor den Tonnen aufstellt, kann man schnell ein anderes Bild schaffen“, erklärt der Bezirksvorsteher. Die Wände sollen außerdem von den Bewohnern des Bezirkes kreativ gestaltet werden – ob mit künstlerischen Graffiti, Sprüchen, Acrylfarben oder Ähnlichem. Man will Anrainer einbinden und mit ihnen gemeinsam den Bezirk zu einem noch schöneren zaubern. Finanziert werden all diese Vorhaben aus dem Sauberkeitsbudget, welches jedem Stadtbezirk zusteht. Die Fertigstellung der begrünten Schutzinseln in Ries ist in vollem Gange. KK In Ries können Kinder dank einem tollen Projekt die Natur erleben.GETTY Natur einmal anders erleben ■ Da Kinder und Jugendliche aus der Stadt heute leider wenige bis kaum Berührungspunkte mit der Landwirtschaft mehr haben, sollen sie mithilfe von vier Stationen im Bezirk Ries einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur und den Tieren lernen sowie die Bedeutung, Herkunft und Qualität von regionalen Lebensmitteln spielerisch erfahren und begreifen. Vor allem Schulen und Kindergärten, aber auch Vereine und Erwachsenengruppen werden dazu eingeladen.

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