Jetzt E-Paper-App downloaden

Aufrufe
vor 2 Monaten

26. Juli 2022

- Hilfsorganisationen haben den Hunger satt - Langes Warten auf den Wasseranschluss im Stiftingtal - Equal Pension Day: Steirische Frauen im Österreich-Vergleich besonders benachteiligt

4 graz www.grazer.at

4 graz www.grazer.at 26. JULI 2022 Morgen ist Equal Pension-Day: Steirische Frauen im Österreich-Vergleich besonders benachteiligt Viele Teilzeitstellen, traditionelle Rollenbilder bei der Berufswahl: Frauen bekommen im Schnitt viel weniger Pension als Männer. GETTY HEFTIG. Am 3. August haben Männer in Österreich soviel Pension erhalten, wie Frauen im ganzen Jahr. In der Steiermark ist die Lage noch schlimmer, der sogenannte Equal Pension Day fällt hier schon auf den morgigen 27. Juli. Der ÖGB Steiermark hat konkrete Ideen für Verbesserungen. Von Fabian Kleindienst fabian.kleindienst@grazer.at Gleichberechtigung ist ein geflügeltes Wort in Österreich, die Ungleichbehandlungen, gerade im wirtschaftlichen Bereich, von Mann und Frau werden vielseits dennoch weiterhin negiert. Um Bewusstsein für diese Ungerechtigkeit zu schaffen, wird seit Jahren auch mit Aktionstagen darauf hingewiesen. Sei es durch den „Equal Pay Day“ – dem Tag an dem Männer im Schnitt schon so viel verdient haben, wie Frauen im ganzen Jahr – oder eben, in Hinblick auf das zunehmende Problem der Altersarmut, der „Equal Pension Day“. Aktuelle Zahlen belegen, dass Männer in Österreich 14 Mal jährlich eine durchschnittliche Pension von 2.103 Euro beziehen, bei Frauen sind es hinge- gen nur 1.239 Euro – angesichts der aktuellen Preisentwicklung dramatische Zahlen. Ein Unterschied von 41,1 Prozent, womit der Equal Pension Day in Österreich auf den 3. August fällt. Schlimm genug, noch drastischer zeigt sich die Situation allerdings in der Steiermark. Da liegt der Unterschied bei knapp 43 Prozent, der Equal Pension Day fällt dementsprechend schon auf den morgigen 27. Juli. Ein unhaltbarer Zustand, wie man seitens des in Graz ansässigen ÖGB Steiermark anlässlich der aktuellen Zahlen betont. ÖGB-Frauenvorsitzende Helga Ahrer: „Frauen leisten nach wie vor den Großteil an unbezahlter Arbeit wie Kinderbetreuung, Hausarbeit und Pflege von Angehörigen. Gleichzeitig gibt es nach wie vor zu wenig Kinderbetreuungsplätze. All diese Faktoren führen dazu, dass fast die Hälfte aller Frauen in Teilzeit arbeitet – oft unfreiwillig”. Möglichkeiten schaffen Seitens des Gewerkschaftsbundes hat man auch konkrete Verbesserungsvorschläge. Zentral seien eine bessere und längere Anrechnung von Kindererziehungszeiten sowie ein Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz für jedes Kind ab dem 1. Geburtstag (angesichts der aktuellen Arbeitskräfteproblematik im Kinderpädagogikbereich durchaus eine Herausforderung). Nur so, betont Ahrer, würde mehr Frauen überhaupt erst die Möglichkeit einer Vollzeitanstellung gegeben. Daneben sei es wichtig, in der Berufsausbildung anzusetzen. „Es ist höchste Zeit für ein Umdenken in der Gesellschaft und ein Aufbrechen von veralteten Rollenbildern. Mädchen und junge Frauen müssen darin bestärkt werden, sich mehr zuzutrauen und ihren individuellen Interessen und Fähigkeiten nachzugehen”, betont die stellvertretende ÖGB-Vorsitzende. Außerdem brauche es Arbeitsbedingungen, die es Frauen ermöglichen, möglichst lange im Berufsleben zu bleiben. Eine Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts (WIFO) und der Forschungsund Beratungsstelle Arbeitswelt (FORBA) zeigte, dass 2019 nur noch jeder zweite Frau den direkten Wechsel vom Erwerbsleben in die Pension schaffte. „Je länger die Arbeitslosigkeit, desto geringer auch die Pension – und die Situation wird sich mit der schrittweisen Anhebung des Frauenpensionsalters ab 2024 verschärfen”, erklärt Ahrer die Problematik. Dadurch würde die Lücke zwischen der letzten Anstellung und dem Pensionsantritt verlängert – mehr Altersarmut könnte die Folge sein. derGrazer IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10 | GESCHÄFTSFÜHRUNG/REDAKTION: Gerhard Goldbrich | ASSISTENZ & MARKETING: Silvia Pfeifer (0664/80 66666 41) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Fabian Kleindienst (CvD Print, 0664/80 666 6538), Verena Leitold (CvD Digital, 0664/80 666 6691), Vojo Radkovic (0664/80 666 6694), Lia Remschnig (0664/80 666 6490), Redaktions-Fax-DW 2641, redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6891), Selina Gartner (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6848), Robert Heschl (0664/80 666 6897), Mag. Eva Semmler (0664/80 666 6895) | Victoria Purkarthofer (0664 / 80 666 6528) | Elisabeth Brandau (Verkaufsassistenz, 0664/ 80 666 6918) | OFFICE MANAGEMENT & PR-REDAKTION: Pia Ebert (0664/ 80 666 6642) | PRODUKTION: Burkhard Leitner | VERBREITETE AUFLAGE PRINT: 176.193 (Der Grazer, wö, ÖAK 1.HJ 2021). | OFFENLEGUNG: Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.

26. JULI 2022 www.grazer.at graz 5 Unfall: Pkw gegen Zaun geprallt ■ Zu einem Unfall mit einer verletzten Person kam es gestern gegen 11 Uhr Vormittag in Raaba-Grambach in GU, genau in der Josef-Krainer-Straße. Aus bislang ungeklärter Ursache kam ein PKW-Lenker mit seinem Fahrzeug auf die Gegenspur und krachte in einen Zaun. Die alarmierte Feuerwehr Raaba sicherte laut Einsatzbericht das Fahrzeug und die Unfallstelle, übernahm bis zum Eintreffen des Roten Kreuzes die Erstversorgung des Patienten und richtete einen Verkehrsregeldienst ein. Das beschädigte Fahrzeug wurde von einem Abschleppunternehmen per Kran geborgen und abtransportiert. Schwer beschädigt wurde der weiße Pkw gestern durch einen Unfall in Raaba- Grambach (GU). Der Lenker kam mit seinem Wagen von der Straße ab. FF RAABA Kollision zwischen Motorrad und Pkw ■ Schwer verletzt wurde ein Motorradfahrer heute Früh bei einer Kollision mit einem Pkw- Lenker in Gries: An der Kreuzung Lauzilgasse – Herrgottwiesgasse dürfte der Autofahrer den 52-Jährigen übersehen haben. Nach Erstversorgung wurde er ins LKH Graz eingeliefert. Diebstähle aus vielen Automaten ■ Seit Mitte 2021 soll ein 44-Jähriger in mehreren Orten der Steiermark, darunter Graz und Graz-Umgebung, zahlreiche Kaffee- und Getränkeautomaten aufgebrochen haben. Er wird des gewerbsmäßigen Einbruchdiebstahls verdächtigt und drang mutmaßlich noch bis vor ein C H R O N I K paar Tagen in diverse Firmen sowie in Büro- und Baustellencontainer ein um mit dem Blaulicht aus den Maschinen erbeutetem Geld seinen Lebensunter- Report ✏ halt und seine Spielsucht zu lia.remschnig@grazer.at finanzieren. Bis dato konnten dem Verdächtigen insgesamt etwa 30 gleichgelagerte Einbruchsdiebstähle zugeordnet werden. Der Mann ist umfassend geständig und wurde in die Justizanstalt Graz-Jakomini eingeliefert. Mann in SB-Laden eingebrochen ■ In Vasoldsberg i, Bezirk Graz- Umgebung brach ein unbekannter Täter in der Nacht auf Montag in einen Selbstbedienungsladen ein. Daraus stahl er einen geringen Bargeldbetrag aus einer Kasse. Da anzunehmen ist, dass noch weitere Tatorte vorliegen, werden Geschädigte ersucht, sich mit der Polizeiinspektion Hausmannstätten, Tel. Nr.: 059 133/6139, in Verbindung zu setzen. BEZAHLTE ANZEIGE DES LANDES STEIERMARK; BILD: GETTYIMAGES.AT / GOODBOY PICTURE COMPANY Corona-Schutzimpfung: Schützen Sie Ihr Kind Die Corona-Schutzimpfung ist für Kinder ab 5 Jahren allgemein empfohlen. Sie ist gut verträglich, hochwirksam, schützt vor COVID-19-Erkrankungen und möglichen Spätfolgen. Für Kinder von 5–11 Jahren gibt es eigene Impfstoffe. Wie bei Erwachsenen werden für einen optimalen Impfschutz drei Impfungen empfohlen. ! Mehr Informationen unter www.impfen.steiermark.at Allgemeine Coronavirusinformationen erhalten Sie telefonisch über die Hotline der AGES unter 0800 555 621

2022

2021