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26. Juli 2020

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- Grazer Innenstadt wird zum Fleckerlteppich - EU-Bürger mit Hauptwohnsitz in Graz: Rumänen führen Liste an - Neues Design für Grazer Hauptplatz-Standln - Ragnitzbach: Holzbrücken sollen saniert werden - Kurios: Sechs Meter Radweg - Betreiber für zwei neue Standl stehen fest: Sie erweitern das Angebot am Lendplatz

graz 14 www.grazer.at

graz 14 www.grazer.at 26. JULI 2020 Betreiber für zwei neue Standl stehen fest Sie erweitern das In zwei Touren liefern die Grazer CO 2 -neutral Lebensmittel aus. KK Jetzt voten für Grazer Konzept ■■ Ein toller Erfolg ist dem Grazer Unternehmem „Gredlbauer On Tour“ gelungen. Der Bio- Lieferservice per Lastenrad ist in der Kategorie „Transport, Logistik und Güterverkehr“ für den österreichischen Mobilitätspreis nominiert. Eine Jury wählte das Konzept in „David gegen Goliath“-Manier in die Top 5, bis morgen kann man unter www.vcoe.at/voting noch abstimmen. Im September wird der Preis von Klimaschutzministerium und ÖBB verliehen. Gastro Börse www.grazer.at ERWEITERUNG. Am südlichen Lendplatz werden zwei neue fixe Standln gebaut: Einziehen sollen bald „Die Glaserei“ und ein Gewürzladen. Marktamtsleiterin Walpurga Rath (Mitte) mit Michael Sammer (l.) und Jan Saria und Mitarbeiterin Valentina. KK, MORAWA 29.000 Mahlzeiten gerettet ERFOLGREICH. Immer noch werden viel zu viele genießbare Lebensmittel weggeworfen. Die App Too Good To Go will das in Graz seit letztem Herbst verhindern – und zieht eine positive erste Bilanz. Von Fabian Kleindienst fabian.kleindienst@grazer.at Rund 600.000 Tonnen an genießbaren Lebensmitteln landen in Österreich jährlich im Müll. Auch in Graz sind die Zahlen drastisch: Von 48 Millionen Kilogramm Restmüll im Jahr sind nach letzten Berechnungen des Landes Steiermark immerhin 12,1 Prozent vermeidbare Lebensmittelabfälle. Das sind etwa 26 Kilo jährlich pro Person. Allerdings – die erste Bilanz der seit Ende November in Graz aktiven Abfallvermeidungs- App „Too Good To Go“ zeigt, dass Grazer durchaus motiviert sind, einen Beitrag zum nachhaltigen Umgang mit Speisen und Lebensmitteln zu leisten. Das funktioniert mit der App ganz leicht: Betriebe und Gastronomen bie- ten übriggebliebene hochwertige Speisen zu günstigen Preisen an, die einfach über die App bestellt und dann abgeholt werden können – eine Win-win-Situation. 51 Flüge nach Tokio In etwas mehr als einem halben Jahr konnten in Graz nach aktuellem Stand trotz Corona über 29.000 Mahlzeiten gerettet werden – das entspricht 72.500 Kilo CO 2 -Äquivalenten. Auf ein ansehnlicheres Beispiel umgelegt, heißt das: Allein in Graz wurde nur durch die Vermeidung zusätzlichen Lebensmittelmülls eine CO 2 -Belastung in der Wertigkeit von sage und schreibe 51 Flügen von Wien nach Tokio eingespart. Das freut auch „Too Good To Go“- Österreich-Geschäftsführer Georg Strasser: „Der Kampf gegen Lebensmittelverschwendung ist der größte Hebel in der Klimakrise. Daher freut es uns, den Grazern eine einfache und köstliche Möglichkeit zu bieten, hier einen Beitrag zu leisten. Wir finden: Essen gehört gegessen.“ Das Ange- bot wird in Zukunft noch weiter ausgebaut, mittlerweile auch verstärkt in Graz-Umgebung – seit kurzem sind beispielsweise steiermarkweit alle Filialen der Bäckerei Sorger dabei. Mittlerweile bieten schon über 60 Stores in Graz die Möglichkeit an, über Too Good To Go Lebensmittel zu retten. Tendenz weiter steigend. TOO GOOD TO GO

26. JULI 2020 www.grazer.at graz 15 Angebot am Lendplatz Von Verena Leitold & Fabian Kleindienst redaktion@grazer.at Im Zuge des Umbaus der Markthalle am Lendplatz und der Errichtung neuer Toilettenanlagen werden auch zwei neue fixe Marktstände gebaut, die optisch den bestehenden roten gleichen sollen. Von Februar bis Ende Juni lief die Ausschreibung für mögliche Betreiber – 52 verschiedene Konzepte wurden eingereicht. „Mit den zwei neuen Markthütten schaffen wir zusätzlichen Platz für ein noch breiteres Angebot am Lendplatz. Innerhalb der fünfmonatigen Frist haben sich insgesamt 52 Betreiber-Interessenten beworben. Gastro-Betriebe sind ja bereits viele vorhanden, uns war auch die Verbreiterung des Marktangebotes wichtig“, erklärt Marktreferatsleiterin Walpurga Rath. Entschieden hat man sich einerseits für die Familie Saria, die ein orientalisches Gewürzgeschäft mit Nüssen, Salzen und kandiertem Obst aufmachen möchte. Vater Jan Saria betreibt den syrischen Lebensmittelmarkt Mal Sham am Eck zur Keplerstraße, Tochter Sara das Gewürzgeschäft neben der Steirerstub’n und das Feinkostgeschäft „Genuss“ in der Sporgasse. Den zweiten Zuschlag haben Michael Sammer und Alexander Frank mit der „Glaserei“ bekommen. Regionale Speisen und Getränke möchten sie in Gläser abfüllen. Dazu gibt es auch Kaffee, Säfte und Weine. Der Nachhaltigkeitsgedanke steht im Vordergrund. „Beide Favoriten bestechen durch Qualität und Nachhaltigkeit, Frische sowie Regionalität und ergänzen das vielfältige Angebot am Marktplatz ideal. Mit Gewürzen der Welt kommen über 200 frische Gewürze, Nüsse und Kräuter auf den Markt und die Glaserei serviert künftig steirische Kulinarik im Glas“, freut sich Märktestadtrat und Bürgermeisterstellvertreter Mario Eustacchio. Mitte September wird zu bauen begonnen, die Teilübergabe ist für Oktober geplant. Mit Ende des Jahres sollte alles auch mit Verträgen abgeschlossen sein. Chaplin ist zurück Nachdem Christa Leber Ende letzten Jahres nach 32 Jahren zugesperrt hat, ist das Kultlokal Chaplin – ebenfalls am Lendplatz – jetzt zurück. Wolfgang Ermer, der auch die Vinothek Steiermark in Leibnitz führt, sperrt morgen, Montag, wieder auf. Veganer Kebap Ein veganer Kebapspieß aus Weizenprotein mit einer laufend verbesserten Geürzmischung. Eigentlich klingt Manuel Wallensteiners Idee vom Vebap relativ simpel – und doch ist er damit in Graz bisher der Einzige. Nach der Unternehmensgründung unmittelbar vor Corona am 12. März geht es mittlerweile mit Pop-up-Events in diversen Grazer Kebap-Läden los, wie zuletzt beim sogleich überfüllten „Ali mit Alles“ in der Heinrichstraße. Das Konzept: „Ich will den Vebap in die bestehende Kebap-Infrastruktur in Graz einbetten und keinen eigenen Laden eröffnen. Die Leute sollen ihn als normale Alternative zum Fleisch-Kebap sehen.“ Die Nachfrage steigt, ab Uni-Start wird es den neuen Trend an mehreren Standorten in Graz zu verkosten geben.

2021