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26. Jänner 2020

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- Drei neue Fußgängerzonen: Graz schafft mehr Platz für Fußgänger - Noch „Überzeugungsarbeit“ nötig: Programm gegen Rassismus lässt auf sich warten - Volle Busse sorgen für Ärger in Liebenau - Radfahrer unglücklich über Vorrangregelung im Augarten - Erich-Edegger-Steg wird generalsaniert - Direktorin mobbt Lehrer aus der Schule - Neues Lokal im Pavillon: „Kaisers“ eröffnet im Stadtpark - Kinderbetreuung: 13 neue Gruppen beschlossen

6 graz www.grazer.at

6 graz www.grazer.at 26. JÄNNER 2020 K O M M E N T A R von Vojo Radkovic ✏ vojo.radkovic@grazer.at Gegen Fuzos hat heute keiner was E s ist eine dieser Geschichten, die man heute Kindern und Enkelkindern erzählen kann, die es nicht glauben können, dass es damals so war. Ich rede davon, dass ich mich noch erinnern kann, durch die Herrengasse mit meinem VW Käfer gefahren zu sein und sogar einen Parkplatz zum Einkaufen gefunden zu haben. Zur Redaktion der Neuen Zeit, bei der ich damals war, fuhr man natürlich mit dem Auto in die Stempfergasse. Ursprünglich war die 1972 errichtete Fußgängerzone nur als „Provisorium“ geplant bis März 1973. Grundlage war eine Verkehrsstudie und eine Passantenbefragung: 96,5 Prozent waren für die Einrichtung von Fuzos. Heute wären das sicher 100 Prozent. Kaum einer hat etwas gegen Fußgängerzonen, selbst die Wirtschaft nicht. Die Innenstadt als fast durchgehende Fußgängerzone gehört zur Stadt. Und das ist auch gut so. Würden alle Straßenbahnen über die neuen Schienen durch die Neutorgasse fahren, welch herrliche Fußgängerzone wäre dann die Herrengasse. Jetzt müssen Fußgänger und Straßenbahnfahrer genau aufpassen, damit kein Unfall passiert. Graz hat übrigens die größte zusammenhängende Fußgängerzone der Welt. Und ja, zu Fuß gehen ist gesund und belebt die Sinne. Na dann. Noch „Überzeugungsarbeit“ nötig Programm gegen Rassismus lässt auf sich warten KOMISCH. Das 10-Punkte-Programm gegen Rassismus schlummert fertig ausgearbeitet vor sich hin. Eine Endabstimmung der Rathausregierung steht aus. Von Verena Leitold verena.leitold@grazer.at Im Jahr 2015 wurde im Grazer Menschenrechtsbericht die Erneuerung des Zehn-Punkte- Programms gegen Rassismus und Diskriminierung empfohlen. In Kooperation mit Magistratsdirektion, Menschenrechtsbeirat und Migrantenbeirat wurde daraufhin ein neues Programm für die Jahre 2018 bis 2022 ausgearbeitet – sollte also schon seit zwei Jahren gültig sein. Der Aktionsplan liegt seit Juni 2018 auch fertig ausgearbeitet vor – allein: Er wurde bis dato weder dem Gemeinderat zur Beschlussfassung noch der Öffentlichkeit präsentiert. „Ich finde es irritierend und auch etwas beschämend, dass wir als Menschenrechtsstadt und als Mitglied der Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus beim Beschluss und der Umsetzung dieses Aktionsplans säumig sind“, ärgert sich Grünen-Gemeinderätin Manuela Wutte. „Als Menschenrechtsstadt sollte es selbstverständlich sein, dass wir in regelmäßigen Abständen einen Maßnahmenkatalog gegen Diskriminierung ausarbeiten, veröffentlichen und konsequent an dessen Umsetzung arbeiten.“ „Mir ist das Vorgehen gegen Rassismus und Diskriminierung ein Herzensanliegen“, versichert Bürgermeister Siegfried Nagl, gibt aber zu, dass das Projekt „liegen geblieben“ sei. Der im Bürgermeisteramt für Menschenrechte zuständige Hans Putzer erklärt: „Es ist noch eine Endabstimmung mit dem Koalitionspartner ausständig. Bei ein paar Punkten im Programm braucht es noch wechselseitige Überzeugungsarbeit, aber ich bin zuversichtlich, dass wir das bald schaffen werden.“ Im Frühjahr möchte man den Plan dem Gemeinderat vorlegen. 56 einzelne Vorhaben Der 56 Maßnahmen umfassende neue Aktionsplan, der dem „Grazer“ vorliegt, unterscheidet sich nicht wesentlich vom alten – dieser wurde allerdings noch in der Koalition mit den Grünen unter Lisa Rücker ausgearbeitet –, die Regierung platzte aber im Mai 2012 wegen der Frage zum Ankauf der Reininghausgründe. Der erste Plan wurde dann im Oktober (etwa ein Monat vor der Neuwahl) dem Gemeinderat präsentiert. Das überarbeitete Maßnahmen- Paket beinhaltet etwa die Schulung der Ordnungswache, die regelmäßige Befragung über die Lebensqualität, das Bemühen um eine verständliche Sprache oder den Ausbau der Jugendarbeit. derGrazer IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER UND MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10 | GESCHÄFTSFÜHRUNG: Gerhard Goldbrich | ASSISTENZ: Jasmin Strobl (664/80 666 6695) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Verena Leitold (0664/80 666 6691), Vojo Radkovic (0664/80 666 6694), Valentina Gartner (0664/80 666 6890), Philipp Braunegger (0664/80 666 6600), Svjetlana Wisiak, CvD (0664/80 666 6491), Fabian Kleindienst (0664/80 666 6538), Birgit Schweiger (Lektorat), Redaktion Fax-DW 2641, redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6891), Selina Gartner (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6848), Robert Heschl (0664/80 666 6897), Mag. 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